Allgemein Jenaer Philharmonie

Ein Instrument, das der menschlichen Stimme besonders nahekommt

Porträtbild von Daniel Ottensamer mit Klarinette in der Hand

Klarinettist Daniel Ottensamer ist in dieser Spielzeit ARTIST IN RESIDENCE der Jenaer Philharmonie und begeistert mit seinem Spiel das Publikum

Herzlich willkommen! Beim Sinfoniekonzert am 17. September 2026 begrüßten die Jenaer Philharmonie und Generalmusikdirektor Simon Gaudenz Daniel Ottensamer als ARTIST IN RESIDENCE des Orchesters in Jena. An diesem Abend stellte sich der Soloklarinettist der Wiener Philharmoniker mit Mozarts einzigartigem Klarinettenkonzert, das eine Fülle an emotionalen und klanglichen Facetten, an Tiefgründigkeit, aber auch an spielerischem Witz beinhaltet, erstmals dem Publikum im Volkshaus Jena vor.

„Besonders berührend gerät der Mozart. Im ersten Donnerstagskonzert der neuen Saison weht in dessen Klarinettenkonzert ein sanfter Hauch von Wiener Eleganz durch die Saalestadt. Die zart besaitete Jenaer Philharmonie fusioniert im Volkshaus mit ihrem neuen ARTIST IN RESIDENCE, Daniel Ottensamer, in graziöser Noblesse. […] Im Adagio bringt der fabelhafte Solist seine Klarinette zum sonoren Leuchten, bevor sie mit makellosen Läufen und federleichten Tonsprüngen ins tänzerische Rondo enteilt.“, schreibt Rezensent Jan Kreyßig über das Konzert für die Ostthüringer Zeitung/Thüringische Landeszeitung.

Nach diesem fulminanten Einstand werden im Laufe der Spielzeit noch drei weitere Konzertprojekte mit Daniel Ottensamer folgen, die eindrucksvoll künstlerische Bandbreite und Ausdrucksvielfalt zeigen:

Im Samstagskonzert am 30. Januar 2027 interpretiert der österreichische Klarinettist als Solist das Klarinettenkonzert des US-amerikanischen Komponisten Aaron Copland, das Jazz, jüdische Melodie-Elemente und klassische Musik miteinander kombiniert. Dazu erzählt Ottensamer: „Die Art, wie die Klarinette immer schon in der jüdischen Volksmusik gespielt wurde, ist vom Klanglichen her nicht weit davon entfernt, wie sie später im Jazz eingesetzt wird. Der große Tonumfang wird in seiner ganzen Variabilität genutzt, teilweise „schreie“ ich fast, in den höchsten Lagen.“ Im Januar sind Daniel Ottensamer und die Jenaer Philharmonie zudem unter der Leitung von Simon Gaudenz gemeinsam auf Gastspielreise in Worms, Friedrichshafen, Rosenheim, Kempten und Visp zu erleben.

Ein Play-&-Conduct-Konzert erwartet die Besucher:innen am 23. April 2027. Das von Daniel Ottensamer selbst kuratierte Konzertprogramm präsentiert er gemeinsam mit dem Komponisten, Dirigenten und Cellisten Stephan Koncz, mit dem ihn eine langjährige Freundschaft verbindet.

„Wenn wir zusammen musizieren, entsteht auf der Stelle ein ganz besonderer Spirit im Raum. Ich möchte zu meiner Residenz nach Jena nicht nur Musikalisches mitbringen, sondern vor allem auch dieses einzigartige Gefühl. Wir nennen das intern immer den „Sandkasten“. Schon als Kinder saßen wir drin – nun, als erwachsene Musiker, immer noch. Dort können wir spielen, alles ausprobieren, und uns freuen, wenn die Burgen, die wir uns ausdenken, stehenbleiben.“ (Daniel Ottensamer)

An diesem Abend erklingen Johannes Brahms‘ Sonate für Klarinette und Klavier Nr. 1 in einem von Stephan Koncz geschaffenen Arrangement für Klarinette und Orchester sowie Koncz‘ eigenes Klarinettenkonzert – in dessen Entstehungsprozess Daniel Ottensamer involviert war –, das dieses Jahr im Februar mit dem Gewandhausorchester Leipzig uraufgeführt und von Publikum und Presse begeistert aufgenommen wurde. Dazu kommen mit Johann Strauss‘ (Sohn) Csárdás aus der Oper „Ritter Pásmán“, David Poppers Polonaise de Concert arrangiert für Violoncello und Orchester und Leó Weiners Két tétel arrangiert für Klarinette, Violoncello und Orchester von Stephan Koncz drei sehr emotionale und eingängige Werke.

Schließlich endet Daniel Ottensamers Residenz in Jena mit dem Kammerkonzert am 25. April 2027 im Volksbad Jena. An diesem Vormittag ist er solistisch und gemeinsam mit den Musiker:innen der Jenaer Philharmonie, János Mátyás Stark (Violine), Solveig Mathe (Violine), Christian Götz (Viola) und Henriette Lätsch (Violoncello), sowie dem Pianisten Daniel Heide mit Werken von Sergei Prokofjew, Igor Strawinski, Bohuslav Martinů und Carl Maria von Weber zu erleben.

Daniel Ottensamer

Porträtbild von Daniel Ottensamer mit Klarinette
Daniel Ottensamer mit seinem Instrument der Wahl: Der Klarinette. | © Andrej Grilc

Der Soloklarinettist der Wiener Philharmoniker konzertiert sowohl als Solist als auch als Kammermusiker mit namhaften Orchestern und bedeutenden Künstlerpersönlichkeiten in den wichtigsten Musikzentren der Welt. Zu den künstlerischen Höhepunkten der Vergangenheit gehören Daniel Ottensamers solistische Auftritte mit den Wiener Philharmonikern, dem NHK Symphony Orchestra und dem Mozarteumorchester Salzburg unter Dirigenten wie Lorin Maazel, Riccardo Muti, Gustavo Dudamel, Andris Nelsons, Adam Fischer, Ton Koopman und Manfred Honeck sowie seine Zusammenarbeit mit Kammermusikpartner:innen wie Daniel Barenboim, Sir András Schiff, Barbara Bonney, Thomas Hampson, Bobby McFerrin, Heinrich Schiff, Isabelle Faust, Mischa Maisky und dem Hagen Quartett. Seine Aufnahmen der wichtigsten Klarinettenkonzerte liegen in mehreren Alben bei Sony Classical vor. Daniel Ottensamer ist Mitglied des Kultensembles Philharmonix, das virtuos jenseits aller Genregrenzen agiert und 2018 einen Opus Klassik Preis gewann.

„Es gibt so viel gute Musik, und zwar in allen möglichen Bereichen. Ich finde es anmaßend, wenn man die Nase rümpft und eine Grenze zieht zwischen E- und U-Musik. Natürlich bin ich weit davon entfernt, ein guter Jazz- oder Klezmer-Musiker zu sein, aber trotzdem finde ich es ungemein wichtig, dass die Zuhörer mein Instrument im vollen Umfang seiner Möglichkeiten kennenlernen können. Daher habe ich großen Spaß daran, verschiedene Stile miteinander zu verbinden und Ausflüge in andere Bereiche zu machen.“ (Daniel Ottensamer)


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