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Angebote unter schwierigen Bedingungen – Städtische Museen im Jahr 2020

Die Außenfassade des Museumsgebäudes mit Schriftzug für Stadtmuseum und Kunstsammlung Jena

Für Gäste und Beschäftigte der Museen wartet das neue Jahr mit einer besonderen Herausforderung auf: Das Museumsgebäude am Markt bleibt ab 30. März für voraussichtlich sechs Monate wegen Sanierungsarbeiten geschlossen. Die Außenfassade bedarf ebenso der Erneuerung und sichernder Maßnahmen wie die Fenster. Die Baumaßnahmen hätten eigentlich schon 2019 durchgeführt werden sollen, wurden aber wegen der beiden Ausstellungen zum Bauhaus-Jubiläum und dem Haeckel-Jubiläum, das ebenfalls in dem Gebäude mit zwei Ausstellungen gewürdigt wurde, auf 2020 verschoben.

Stadtmuseum und Kunstsammlung in der sogenannten "Göhre" am Marktplatz Jena
Die „Göhre“, wie das geschichtsträchtige spätgotische Gebäude auf der Nordseite des Marktes liebevoll nach seinem früheren Besitzer genannt wird. | © Stadt Jena, J. Hauspurg

Trotz Bauarbeiten: Neue Museumswerkstatt wird genutzt werden

Zurzeit laufen sie noch, die Bauarbeiten zur Einrichtung der neuen Museumswerkstatt in der Saalstraße 23. Am 13. März soll der Raum dann in Betrieb genommen werden. Er wird auch während der Schließung des Museumsgebäudes zur Verfügung stehen und von Schulklassen genutzt werden können. Die Museumspädagoginnen arbeiten derzeit an spezifischen Programmen, die während der Schließzeit gebucht werden können.

Außenansicht der Museumswerkstatt in der Saalstraße 23 in Jena
Die Museumswerkstatt löst den vorderen Museumstrakt Mitte März 2020 feierlich ab. | © JenaKultur

„Willkommen und Abschied“

So wird die willkommene Inbetriebnahme des neuen ebenerdigen und damit barrierearm zugänglichen Werkstattraumes mit der bevorstehenden, vorübergehenden Schließung des übrigen Museumsgebäudes einhergehen. Für die Museen ein Anlass, am Wochenende des 14./15. März „Willkommen und Abschied“ zu feiern. Ein Programmpunkt wird am Sonnabend eine Neuausgabe des Ratespiels „Dings aus dem Depot“ bilden. Lassen Sie sich überraschen, welche altertümlichen Exponate dieses Mal zu deuten sind.

Ausstellungen in Kunstsammlung und Stadtmuseum

Die aktuellen Ausstellungen „Leuchten der Moderne“, „Burgauer Porzellan“ und „Nowinka. Mädchen vor Blumentapete“ laufen bis Ende März. Sollte die Wiedereröffnung Anfang Oktober gelingen, startet die Kunstsammlung unter dem Titel „Wunschbilder“ mit der Präsentation von Neuerwerbungen aus den letzten beiden Jahrzehnten.

Das Stadtmuseum schließt dann mit dem Blick auf die städtebauliche Entwicklung Jenas nach dem zweiten Weltkrieg bis zum Beginn der Plattenbausiedlungen an. Welche Konzepte wurden damals verfolgt, dem Wohnungsmangel zu begegnen? Wie konnte man Lehrkräften der Universität angemessenen Wohnraum bieten, um dem Weggang in den Westen vorzubeugen? Welche neuen Stadtviertel sind damals entstanden? Die Ausstellung wird mit Hilfe auch von Zeitzeugenberichten vorbereitet.

Plakat für die Ausstellung Burgauer Porzellan im Stadtmuseum Jena
Plakat zur derzeitigen Sonderausstellung im Stadtmuseum Jena. | © JenaKultur

Romantikerhaus: Erweiterte Öffnungszeiten und eine Ausstellung zusätzlich

Das Romantikerhaus wird ab 31. März bei erweiterten Öffnungszeiten von 10-18 Uhr (dienstags bis sonntags) und donnerstags zusätzlich bis 20 Uhr besucht werden können. Die Regelung gilt für die Zeit der Schließung des Museumsgebäudes am Markt.

Zusätzlich wird die Kunstsammlung mit einer Gastausstellung präsent sein: Gezeigt werden unter dem Titel „Edition Augenweide“ Hallenser Künstlerbücher des von 1989 bis 2018 erschienenen Almanachs COMMON SENSE (12. März bis 24. Mai).

Danach werden zwei namhafte Jubilare aus Anlass des 250. Geburtstages in eigenen Ausstellungen gewürdigt: Hölderlin und Hegel. Und – nicht nur für Kenner – haben wir einen Leckerbissen für das Jahresende reserviert: Zeichnungen, Cartoons und Comics des Jenaer Humoristen Bernd Zeller.

Selbstporträt Bernd Zeller
Im Romantikerhaus wird zum Jahresende ein Jenaer Künstler geehrt: Der Humorist Bernd Zeller, hier im Selbstportrait. | ©Bernd Zeller

Wir bitten alle Museumsfreunde, uns die Daumen dafür zu drücken, dass die Arbeiten an der „Göhre“ ohne Verzögerungen durchgeführt und plangemäß abgeschlossen werden können. Trotz schwieriger Bedingungen werden wir versuchen, weiterhin attraktive Angebote zu unterbreiten.

Dr. Ulf Häder, Direktor der Städtischen Museen


Welche Erinnerungen verbinden Sie mit der „Göhre“?
Bleiben Sie diesem Stück Jenaer Kunst- und Kulturgeschichte treu!


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