Allgemein JenaKultur (übergreifend)

Herzlich willkommen 2020 – Oder: Alles Gute JenaKultur

Das JenaKultur-UFO: Alle Einrichtungen, Abteilungen und Häuser fliegen in einem bunten, fahnengeschmückten Hausboot durch das Weltall

Nun liegt es vor uns, das neue Jahr, ja genau genommen – ist Ihnen das bewusst? – starten wir sogar in ein neues Jahrzehnt. Ob es wieder „Goldene Zwanziger“ werden? Und wenn ja, in welchem Sinne? Was ist erstrebenswert? Schaffen wir die Abkehr vom ewigen Wachstumsfanatismus? Gelingt es uns, auch mal zu verzichten?

Wir hoffen und wünschen jedenfalls, es wird für Sie persönlich in jeglicher Hinsicht eine Erfolgsgeschichte und für uns alle ein Jahrzehnt der Vernünftigen und der Vernunft.

Und was bringt das neue Kulturjahr?

Allerhand: zahlreiche Akteure der Stadtgesellschaft gestalten das erste Jenaer Inklusionsfestival unter dem beziehungsreichen Titel „Mit Behinderungen ist zu rechnen“.

Beethoven, Hölderlin und Hegel haben ihre 250. Geburtstage, worauf hie und da Bezug genommen wird. Und der Freistaat Thüringen wird 100 Jahre. Der geistige Vater seiner Verfassung ist Eduard Rosenthal. Der Gelehrte mit jüdischen Wurzeln war fast aus dem kollektiven Gedächtnis verdrängt. Mit dem Wettbewerb zum Botho-Graef-Kunstpreis 2018 wurde auch der Versuch unternommen, ihm wieder die Ehre zu erweisen, die ihm gebührt. Am 24. April 2020 wird zuerst in Jena ein Teil des dezentralen Denkmals für ihn eingeweiht, das die Künstler Hoheisel und Knitz entwickelt haben.

JenaKultur wird 15

Und last but not least: Der Eigenbetrieb JenaKultur hat Geburtstag! Er wird 15 Jahre, heute am 1. Januar bereits, um genau zu sein. Er steckt also mitten in der Pubertät, hat noch zahlreiche Entwicklungspotentiale und ist dennoch schon eine richtige Persönlichkeit geworden, die an manchen Stellen im Stadtkosmos eine wichtige, treibende Rolle spielt. Gegründet wurde er 2005 mit dem starken politischen Impuls, die Kosten für die Kultur zu deckeln.

Volksbad in Jena mit JenTower im Hintergrund
Unsere Hauptzentrale im Volksbad Jena – Als größter Kulturanbieter spielen wir im Leben und Treiben der Lichtstadt eine tragende Rolle. | © Stadt Jena, Jens Hauspurg

Er vereinigt unter einer strategischen Leitung alle städtischen Kultur- und kulturellen Bildungsangebote. Zu ihm zählen Ernst-Abbe-Bücherei, Jenaer Philharmonie, Städtische Museen Jena, Musik- und Kunstschule und Volkshochschule Jena. Neben diesen Einrichtungen gehören auch verschiedene Häuser zu JenaKultur, wie etwa Volksbad, Villa Rosenthal, Volkshaus, Stadtteilzeitrum LISA sowie zahlreiche Sonderprojekte, alle Märkte und Stadtfeste und die KulturArena. Nicht zu vergessen ist das gesamte städtische Tourismusmarketing mit der Jena Tourist-Information und dem Jena Convention Bureau. Auch einige Aufgaben, die andernorts klassische Kulturämter wahrnehmen, sind in den Eigenbetrieb integriert, wie z. B. die Kulturförderung oder der Bereich Denkmale und Kunst im öffentlichen Raum. Ungefähr 250 Menschen arbeiten bei JenaKultur. Das Besondere an der Jenaer Konstruktion ist, dass jeweils mit der Politik und der Stadtspitze ein Zuschuss für jeweils 4 Jahre ausgehandelt wird, in dessen Rahmen JenaKultur selbstbestimmt agieren kann. So sollen Anreize geschaffen werden, die Eigenverantwortlichkeit, Flexibilität und Wirtschaftlichkeit des Kulturbetriebs zu erhöhen.

Uns ist immer wieder aufgefallen, dass – selbst intern – teilweise noch sehr rudimentäre Kenntnisse über JenaKultur unterwegs sind. Das ist einerseits nicht schlimm. Kunden, Gäste, Nutzer, Besucher gehen eben zur Jenaer Philharmonie, zur Musik- und Kunstschule, zur Ernst-Abbe-Bücherei usw., nicht zu JenaKultur. Diese Traditionskulturmarken sollen auch weiterhin stark im Vordergrund stehen. Andererseits stachelt dies unseren Ehrgeiz an. Denn der Eigenbetrieb ist mehr als die Summe seiner Teile und stärkt als Solidargemeinschaft die einzelnen Akteure.

Wir werden also in diesem Jahr immer mal wieder eine Facette dieser besonderen Konstruktion für Sie beleuchten.


Fragen Sie gern, was Sie wissen möchten, was Ihnen unklar ist und was Sie von JenaKultur halten. Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!


 

Für das neue Jahr wünschen wir Ihnen einen guten Start, sonnige Aussichten und viel Zeit und Ruhe für die schönen Dinge des Lebens.

Herzlich willkommen in 2020 und auf die nächsten 15 Jahre!

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