2020 nach den Sternen greifen

In diesen komplizierten Zeiten, in denen die Welt ein wenig aus den Fugen zu sein scheint, braucht es mehr denn je Tatenmut und Zukunftsoptimismus. Kunst und Kultur können dabei Impulsgeber sein. Deshalb wollen wir mit Ihnen 2022 weitere Sterne vom Himmel holen.

Manches ist schon auf den Weg gebracht: das neue Gebäude für die Ernst-Abbe-Bücherei Jena und den Bürgerservice nimmt Kontur an und ist unterdessen unübersehbar, das Volkshaus wandelt sich inwendig in ein modernes Kongress- und Kulturzentrum, Zukunftskonzepte für die Jenaer Philharmonie, für die Jenaer Märkte und Stadtfeste, für den Tourismus oder die Städtischen Museen liegen vor oder sind im Entstehen begriffen. Und bei allen Schwierigkeiten und Kontroversen, mit denen wir zu kämpfen hatten und haben: Das diesjährige Großprojekt „Kein Schlussstrich!“ hat nach unserem Empfinden die Stadtgesellschaft ein wenig enger zusammengebracht und das Bewusstsein geschärft, dass rechtes oder rassistisches Gedankengut in Jena oder sonstwo keinen Platz haben dürfen, dass es dazu nimmer ermüdendes Engagement, Zivilcourage und steten Diskurs braucht.

Lassen Sie uns also auch 2022 weiter im Gespräch bleiben darüber, wie wir künftig leben wollen. Lassen Sie uns Visionen und Utopien entwickeln. Und lassen Sie uns gemeinsam dafür Sorge tragen, dass davon vieles und vor allem viel Gutes Realität wird. Mit dem Kulturkonzept 2021 bis 2025 haben wir hierfür einen Fahrplan.

Wir bedanken uns sehr herzlich für Ihre Unterstützung, Ihr Mittun und Ihre Leidenschaft. Wir wünschen Ihnen und Ihren Lieben einen besinnlichen Jahreswechsel und einen fulminanten Start ins neue Jahr. Dieses bringt im November 2022 eine neue Lange Nacht der Wissenschaften, im Mai eine Lange Nacht der Museen, im Frühjahr eine Wiedereröffnung des Romantikerhauses, außerdem Konzerte, Lesungen, Ausstellungen, Bildungsangebote und last but not least eine Jubiläumsausgabe der Kulturarena. Wir freuen uns darauf und natürlich auch auf Sie.

Die Werkleitung von JenaKultur im Namen der gesamten Belegschaft:
Jonas Zipf
Carsten Mülller
Thomas Vogl
Jana Gründig

  1. Rainer Kirmse , Altenburg

    WEIHNACHTSGRÜSSE

    Friede auf Erden, das Virus verbannt,
    frohe Weihnacht für Stadt und Land.
    Wir alle hier sind Kinder der Sterne,
    die zum Fest uns leuchten aus der Ferne;
    doch nicht alle Menschen stehen im Licht,
    vergessen wir Alte und Kranke nicht.

    GEDANKEN ZUR WEIHNACHT

    Nun ist sie da, die Weihnachtszeit,
    Es wird dem Konsume gefrönt
    Und der Gaumen wieder verwöhnt,
    Weit weg der Welt Hunger und Leid.

    Vielen heut‘ nicht die Sonne lacht,
    And’re sonnen sich an der Macht.
    Das Streben nach Besitz und Geld
    Ist das, was für die meisten zählt.

    Die Jagd nach ewigem Wachstum
    Bringt letztlich den Planeten um.
    Wir sollten uns Sorgen machen,
    Und nicht über Greta lachen.

    Was einst in Bethlehem gescheh’n,
    Christen gedenken und versteh’n.
    Gott ist für uns Mensch geworden,
    Verschließen wir nicht die Pforten.

    Helfen wir Leuten in der Not,
    Teilen mit Hungrigen das Brot.
    Ein Fest der Liebe und Eintracht
    Wollen wir feiern zur Weihnacht.

    Rainer Kirmse , Altenburg

    Herzliche Grüße aus der Skatstadt

  2. Rainer Kirmse , Altenburg

    ZUKUNFTSVISIONEN

    Ein kleines Gedicht

    FÜR EINE BESSERE WELT

    Der Mensch, dieses kluge Wesen
    kann im Gesicht der Erde lesen.
    Er sieht die drohende Gefahr,
    spürt die Erwärmung Jahr für Jahr.
    Home sapiens muss aufwachen,
    seine Hausaufgaben machen.

    Die Jagd nach ewigem Wachstum
    bringt letztlich den Planeten um.
    Das oberste Gebot der Zeit
    muss heißen Nachhaltigkeit.
    Statt nur nach Profit zu streben,
    im Einklang mit der Natur leben.

    Statt Plastikflut und Wegwerftrend
    setzen auf Teilen, Second Hand.
    „Consumo ergo sum“ gilt nicht,
    Enthaltsamkeit ist kein Verzicht.
    Das Prinzip „Weniger ist mehr“
    muss gelten nicht nur im Verkehr.

    Zu viele Buchen und Eichen
    mussten schon der Kohle weichen.
    Retten wir den herrlichen Wald,
    bewahren die Artenvielfalt.
    Kämpfen wir für Mutter Erde,
    dass sie nicht zur Wüste werde.

    Gegen der Welt Not und Elend
    gilt es anzugeh’n konsequent.
    Gegen wildes Spekulieren
    muss man Banken regulieren;
    Kapitalfluss zur Medizin,
    wider Seuchen und Pandemien.

    Für die Pflege braucht es Gelder,
    nicht für Managergehälter.
    Wir brauchen die Mindestrente
    und der Hungerlöhne Ende.
    Lasst Obdachlose nicht allein,
    Mieten müssen bezahlbar sein.

    Für die Zukunft des Planeten,
    weg mit den Atomraketen;
    Ende der Waffenexporte,
    Abrüstung an jedem Orte.
    Lasst die weißen Tauben fliegen,
    Aggression und Hass besiegen.

    Keiner ist des Anderen Knecht,
    für alle gilt das Menschenrecht.
    Die Leute legen ab den Neid,
    die Religionen ihren Streit.
    Jeder kann glauben, was er will,
    Frieden und Freiheit unser Ziel.

    Rainer Kirmse , Altenburg

    Herzliche Grüße aus der Skatstadt

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