Allgemein JenaKultur (übergreifend)

Mitarbeiter:innen von JenaKultur vorgestellt | Heute: Melanie Gerstner

Melanie Gerstner, die persönliche Referentin der Werkleitung von JenaKultur

Frau Gerstner, Sie haben am 1. November letzten Jahres als persönliche Referentin der Werkleitung bei JenaKultur begonnen. Ihr Start war conronabedingt holprig, begann doch gleich im November ein neuer Shutdown light. Wie haben Sie selbst Ihren Einstieg wahrgenommen?
Die Ausnahmesituation brachte zumindest mit sich, dass es sehr schnell notwendig war, alle wesentlichen Akteure von JenaKultur kennenzulernen. Die Führungsmannschaft mit den Einrichtungsleiter*innen hat mich wirklich positiv beeindruckt. Es herrscht eine sehr konstruktive und angenehme Gesprächskultur. Trotz der Krise, die gerade im Kulturbereich starke Einschränkungen mit sich bringt, waren alle sehr lösungsorientiert. Die Stimmung war teilweise angespannt, weil sehr kurzfristig auf neue Rahmenbedingungen reagiert werden musste. Ich habe dennoch alle als sehr professionell wahrgenommen. Man hilft sich gegenseitig, tauscht zügig Informationen aus und geht sehr respektvoll miteinander um.

Erzählen Sie doch bitte ein wenig über sich selbst! Wie ist Ihr persönlicher Werdegang, und weshalb haben Sie sich auf diese Stelle beworben, was reizt Sie an dieser Aufgabe?
Eigentlich hatte ich mit dieser Stelle schon abgeschlossen, weil der Bewerbungsprozess auf Grund des ersten Lockdowns unterbrochen werden musste. Als ich dann eine Einladung erhielt, hatte ich bereits eine andere Tätigkeit angenommen. JenaKultur präsentierte sich als familienfreundlicher und sympathischer Arbeitgeber, was mir mittlerweile als Mutter einer Vierjährigen ziemlich wichtig ist. Die Atmosphäre stimmt und die Werkleitung besteht aus beeindruckenden und engagierten Persönlichkeiten. Unter diesen Umständen macht es mir selbst in Krisenzeiten Spaß zu arbeiten. Ich war nach meinem Studium der Staatswissenschaften als Erasmusstipendiatin in Finnland und schloss dann berufsbegleitend einen Master in Politikwissenschaft ab. Daher kenne ich Jena ein wenig. Meine bisherigen Aufgaben in Beruf und Ehrenamt bewegten sich immer im Spannungsfeld Öffentlichkeitsarbeit, Politik und Verwaltung. Ich war im Wirtschaftsministerium in Erfurt und in den Stadtverwaltungen von Gera und Zwickau tätig. Ich mag diese Vielfalt an Erfahrungen, die ich bisher sammeln konnte. Und ich bin überrascht von mir selbst, wie spannend ich den Kulturbereich finde.

Was genau werden und wollen Sie bei JenaKultur bewegen? Wo sehen Sie Ihre wichtigsten Betätigungsfelder? Welche Projekte betreuen Sie augenblicklich und in welche Gremien und Netzwerke sind Sie eingebunden?
Herr Zipf eröffnete mir kurz nach meinem Antritt, dass er im Januar und Februar in Elternzeit gehen würde. Deshalb musste ich schnell einen Überblick über die Tätigkeiten von JenaKultur bekommen. Herr Zipf hatte angekündigt, dass er schnell ist und viele Projekte betreut. Das hat sich so bestätigt, was schön ist, denn ich mag Herausforderungen. Ich versuche, ihn etwas zu entlasten und betreue zum Beispiel gerade den Orgel-Gipfel, die Klimamanagenent AG und den Prozess zur Erarbeitung einer Museumskonzeption. Ich kümmere mich um den Werkausschuss und begleite das NSU-Projekt. Im Moment geht es durch das Haushaltssicherungskonzept in erster Linie darum, keine größeren Schäden an der Jenaer Kulturlandschaft zuzulassen. Wenn Corona vorbei ist und sich alles wieder normalisiert, will ich dazu beitragen, JenaKultur noch stärker als Einheit zu etablieren.

Was werden Sie tun, was glauben Sie bewerkstelligen zu können, damit JenaKultur gut durch diese Krise kommt?
Ich glaube, es ist wichtig, den Teamgeist bei JenaKultur aufrecht zu erhalten und sich gegenseitig den Rücken zu stärken. Gerade mit Blick auf die Haushaltsdiskussionen sehen wir ja, welcher Druck auf den kulturellen Institutionen als freiwillige Leistungen lastet. Dabei sieht man in der Krise besonders gut, was fehlt, wenn Kultur fehlt. Kultur ist das, was Gesellschaft zusammenhält und Verständigung ermöglicht. Kultur ist – wie meine Kollegin sagen würde – das, was das Leben süß macht. Ohne Kultur fehlt Lebensqualität und das ist doch ein Markenzeichen von Jena. Natürlich geht es gerade auch ohne kulturelle Angebote, aber will man das als Dauerzustand? Ich finde nicht. Deshalb werde ich meine Netzwerke bestmöglich nutzen und das Führungsteam so gut wie möglich unterstützen, Angebote über die Krise hinaus zu erhalten.

Wir danken für das Gespräch und wünschen ein glückliches Händchen für die Kultur in Jena. Haben Sie Fragen an unsere neue Referentin der Werkleitung? Wir freuen uns darüber.

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