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100 Gründe zum Feiern – 100 Jahre Volkshochschule Jena

Zeichenkurs Damals (1931)

Eine große Geburtstagsfeier steht vor der Tür: 100 Jahre alt wird die Volkshochschule Jena in diesem Jahr, genaugenommen am 1. April 2019 vor 100 Jahren öffnete sie das erste Mal ihre Türen für die wissbegierigen EinwohnerInnen der Stadt Jena und ihrer Umgebung.

100 Jahre heißt auch: 100 Gründe zum Feiern. Weil das Jubiläum aber das ganze Jahr gefeiert wird, wollen wir hier erstmal nur ein paar Gründe anbringen und damit auf das Wohl des Geburtstagskindes anstoßen.

Man wird nur einmal 100

Der erste Grund ist wohl, dass man eben nur einmal 100 wird. An Opas 70. lässt man es schließlich auch krachen. Und deswegen haben wir uns für dieses Jahr einiges ausgedacht. Mit dem Feiern fangen wir am 1. April mit unserer Festveranstaltung an, in deren Rahmen auch unsere Festschrift vorgestellt wird. Am 7. September findet unser Entdeckertag im Faulloch zwischen Johannistor und Pulverturm statt. Dabei laden wir Jung und Alt zu vielen Mitmachangeboten ein. Natürlich beteiligen wir uns auch an der bundesweiten Langen Nacht der Volkshochschulen am 20. September. Wir diskutieren dann mit Experten und Bildungsinteressierten über Lernräume der Zukunft. Außerdem haben wir das Jubiläum auch in unsere Programmhefte aufgenommen. Unter den Retrokursen von der Mathematik-Arbeitsgemeinschaft: Algebra bis zum Literarischen Nachmittag wird jeder fündig, der im Staub der letzten 100 Jahre nach Schätzen suchen will.

Außerdem feiern wir, weil es ein großartiger Anlass ist, um anderen Menschen von unserer Arbeit zu erzählen, der wir hier jeden Tag nachgehen. Wir wollen als MitarbeiterInnen erzählen, wie wir uns jeden Tag ins Zeug legen, „damit der Laden läuft“, wie wir die Kurse organisieren und ständig neue Ideen entwickeln oder einem vom Angebot schier erschlagenen Anrufer beratend zur Seite stehen.

Genauso denken wir auch an die Hunderte von KursleiterInnen, die es erst ermöglichen, unsere Gedanken in die Tat umzusetzen. Und auf der anderen Seite haben wir die Teilnehmenden, ohne die unsere Arbeit ins Leere laufen würde und die uns durch ihre Wünsche fordern.

Eine kleine Zeitreise

Als die Gründer der Volkshochschule in Jena im Februar 1919 in den Räumen der Carl Zeiss-Stiftung zusammen saßen, hätten sie sich wohl nie träumen lassen, dass wir 100 Jahre später wieder an diesen Tag zurückdenken würden. Diese 100-jährige Geschichte wollen wir feiern und uns die Meilensteine ins Gedächtnis rufen, Herausforderungen genauso wie Triumphe und auch nicht Gelungenes und Unvollendetes.

Wir wollen eine kleine Zeitreise in den Köpfen in Gang setzen und an alles erinnern, was Teil der Geschichte ist, die die Volkshochschule erzählt.

Außerdem halten wir dieses Jahr die Zeit an, um an die Zukunft zu denken. In den Interviews, die wir für die Festschrift mit Teilnehmenden und DozentInnen führten, haben wir gefragt, was sich die Menschen, wären sie eine gute Fee, für die Volkshochschule wünschen würden. Oft kam der Wunsch nach der Würdigung der Volkshochschule durch die Bürger und die Politik auf. In Zeiten der Entwicklung von Zukunftsszenarien, Digitalisierung und demografischem Wandel stehen der Volkshochschule auch Herausforderungen bevor.

„Alte Bäume lassen sich nicht biegen“, sagt man. Das gilt aber nicht für die Volkshochschule. Immer wieder hat sie sich den neuen Gegebenheiten angepasst und sich weiterentwickelt, wo es nötig war und ist beständig geblieben, wo Beständigkeit gebraucht wurde.

Zeichenkurs heute
Zeichenkurs heute ©JenaKultur, A. Hub

Auch heute noch aktuell: Bildung für alle

Nicht zu vergessen: Wir wollen den Grund und Boden feiern, auf dem die Volkshochschule steht – Bildung für alle. Die Volkshochschule als erster Bildungsanbieter dieser Art hat einen Anfang gemacht und eine Entwicklung angestoßen, von der heute wie damals so viele profitieren können.

„Komm du erstmal in mein Alter“, hört man ältere Menschen oft sagen. Und was sie damit andeuten wollen ist, dass das Alter auch immer mit einem reichen Schatz an Erfahrungen verbunden ist: „Komm du erstmal in mein Alter, dann verstehst du, was ich meine.“ Auch wenn die Volkshochschule schon 100 Jahre alt ist und sie in dieser Zeit viele, viele Erfahrungen gesammelt hat, liegt es ihr fern, sich belehrend zu geben, wenn ein neuer Teilnehmer zur Tür herein kommt. Die Volkshochschule ermöglicht, dass Menschen von den Erfahrungen und von dem Wissen anderer profitieren, verständnisvoll und hilfsbereit.

„Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr,“ diese Weisheit hat die Volkshochschule ein für alle Mal vom Tisch geräumt.

Oder, was meinen Sie? Was verbinden Sie mit der Volkshochschule?

www.vhs-jena.de

Plakat 100 Jahre VHS Jena
Plakat 100 Jahre VHS Jena ©VHS

Diesen Blog-Beitrag haben unsere Praktikantin Friederike Woesthoff und unsere Mitarbeiterin im Freiwilligen Kulturellen Jahr, Janne Soraya Warnke, verfasst.

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