Allgemein Märkte & Stadtfeste

Mitarbeiter:innen von JenaKultur vorgestellt | Aus dem Team „Märkte & Stadtfest“: Gabriele Perlet

Bild einer Talsperre im Grünen. Links im Bild ist eine Frau in der hocke und breitet die Arme aus. Sie trägt eine Sonnenbrille.

Zwei Jahre, drei Männer und immer noch hoch motiviert

Seit genau zwei Jahren ist Gabi Perlet Teil des Teams „Märkte & Stadtfeste“ bei JenaKultur – und in dieser Zeit hat sie gelernt: Kein Tag ist wie der andere. In ihrem persönlichen Rückblick nimmt sie uns mit hinter die Kulissen ihrer täglichen Arbeit, erzählt von ihrem Einstieg, den kleinen und großen Herausforderungen, besonderen Begegnungen und warum ihr Job sie jeden Tag aufs Neue begeistert.

Der Start

Zu Beginn im Juli 2024 gab es einen Laufzettel, jede Menge neue Gesichter, Namen und Telefonnummern – mein Gedächtnis lief auf Hochtouren, und neben den offiziellen Ansprechpartner:innen galt es v.a. die Bürogepflogenheiten kennen und lieben zu lernen.
Tägliche Herausforderungen: Programme verstehen und händeln, Künstler:innenbegriffe verstehen und fehlerlos schreiben, Verordnungen beachten, Verträge prüfen, anpassen und jonglieren, Ordner digital und leibhaftig mit einem Lächeln bezwingen und der Favorit eines jeden Tages: Die Deutsche Bahn! Der Wecker klingelt um 06:00 Uhr, und die App der Deutschen Bahn weiß da meist schon, dass mein Tag anders verlaufen wird, als geplant.

Im Tagesgeschäft

Mein Team und ich sind für die Vorbereitung, den Aufbau, die Betreuung, den Abbau und die Nachbereitung der Märkte und Feste von JenaKultur verantwortlich. Jeder Markt hat seinen ganz speziellen Charakter und seine ganz eigenen Ansprüche. Jeder hat auch seinen ganz eigenen Charme, ob der beliebte Thüringer Holzmarkt, welcher zu Beginn eines jeden Jahres mit ca. 100 Teilnehmern stattfindet, oder der Jenaer Töpfermarkt, welcher seit geschätzt zehn Jahren traditionell mit einem Pressetermin bei einem der acht Jenaer Töpfer eingeläutet wird.

Anekdote aus dem Tagesgeschäft:
Alle Monate wieder: „Der Mann kassiert, die Frau verwaltet das Geld!“ – Dieser Satz ist der absolute Running-Gag auf unseren monatlichen Trödelmärkten, wenn ich mit meinen Kollegen die Standmiete kassiere. Ein eingespieltes Team-Model, das offenbar nie aus der Mode kommt.

Mein Herzstück ist die Organisation des Kulturprogramms unseres jährlichen Weihnachtsmarktes: Vier Wochen Marktprogramm fehlerfrei zusammen mit meinem Männer-Team im Takt halten, d.h. logistische Koordination von Puppen und ihren Spieler:innen, von Märchenerzähler:innen, Chören und Tanzvereinen – inklusive Stollen anschneiden, Motiväpfel- und Weihnachtsmann-Betreuung.
Ich mag ALLES daran! Zum Beispiel, wenn sich täglich auf unserem Historischen Marktplatz die Weihnachtsstammtische in traditioneller Gestalt mit Familie und Freund:innen oder Kolleg:innen zusammenfinden, und ganz besonders berühren mich die offenen Münder und großen Augen der Kinder, wenn Puppen und Märchenfiguren mit ihnen zusammen lebendig werden.

Meine Königsdisziplin ist der Umgang mit Künstler:innen! Sie sind eine besondere „Spezies“ Mensch: Hier treffen große Visionen auf Realität! Ihr kreatives Chaos muss immer und immer wieder in geordnete Bahnen gelenkt werden. Auf alle Fälle wird es garantiert nie langweilig. Diese Rolle ist eine bunte Mischung aus Managerin, Beraterin, Pförtnerin und auch Detektivin.

Anekdote aus dem Tagesgeschäft:
Kürzlich beim Herunterkurbeln der Marktplatz-Elektranten gelernt: Eine Frau, die handwerklich anpackt, muss in den Augen mancher Leute sofort mit dem Chef verheiratet sein. So schnell kann man aufsteigen.

Meine Wünsche für die kommenden Jahre

Mein persönlicher Wunsch: Diese Tätigkeit noch viele Jahre gesund, zukunftsorientiert, nachhaltig und v.a. mit viel Freude und mindestens bis zur Rente ausüben zu können!

Für JenaKultur: Hohe Besucher:innenzahlen, volle Plätze mit langer Verweildauer der Gäste, ein begeistertes Publikum und eine friedliche Stimmung, ohne Aggressionen und Vandalismus, ideales Veranstaltungswetter, sowie reibungslose Genehmigungsverfahren und eine mängelfreie Infrastruktur.

Für die Märkte & Stadtfeste: Pflegeleichte Akteure, pünktliche Lieferung von Bühnen-, Ton- und Lichttechnik, verlässliche Absprachen und verbindliche Zusagen von Marktbeschickern, Künstler:innen und Gastronomen, hohe Qualität der Stände: ein optisch ansprechendes, abwechslungsreiches und authentisches Marktbild, ausreichend Vorlaufzeit für Einführungen von Neuerungen nach Erprobung, ausreichend Budget und notwendige Unterstützung vor, während und nach Events.

Für Jena: Mehr Stadtgrün: Fassaden- und Dachbepflanzungen, Entsiegelung und Ruhezonen schaffen, sichere Radwege, Ausbau der Barrierefreiheit, Fortführung Digitalisierung, bezahlbarer Wohnraum durch Mietpreisregulierungen und Erhalt sowie Erweiterung von Sozialwohnraum.

Mein Fazit

„Ein Jahr benötigt man zur Einarbeitung dieser Stelle“, wurde mir zum Vorstellungsgespräch gesagt. Mein Fazit: ‚Ein Jahr fürs Grobe, zwei fürs Feine‘, und ich entdecke immer wieder Dinge, die es wert sind, beachtet zu werden!

Mein Job ist ein Mix aus Plänen, Vorgaben, Projekten, Verträgen, Unvorhersehbarem und Menschen – besonderen Menschen; Menschen, welche ich nicht missen möchte, welche von Beginn an sympathisch und unterstützend an meiner Seite standen; im Besonderen mein Team – drei Urgesteine von JenaKultur. Kurz gesagt: Es wird nie langweilig. Ein Job, mit Sinn, Herz und jeden Tag neuen Herausforderungen.

Anekdote aus dem Tagesgeschäft
(passiert während ich diesen Beitrag schreibe):
Aufruhr am Marktbrunnen – Frau nutzt Marktplatz als Waschsalon.
Marktteam, Polizei und Reinigung im unfreiwilligen Community-Einsatz.

Mit dieser Arbeit ist für mich ein langgehegter Wunsch in Erfüllung gegangen: „Mittendrin im JenaKultur-Universum“! Mittendrin in der Vielfalt der Eigenbetriebe, ihrer Angebote und Beschäftigten, welche täglich ihre Kräfte bündeln und Hand in Hand dafür sorgen, Kunst und Kultur erschwinglich und barrierefrei in den Alltag der Menschen zu bringen.

Ich freue mich auf alles, was noch kommt! Das Kennenlernen aller Eigenbetriebe steht auf meiner TO-DO-Liste immer noch ganz oben.

Liebe Gabi, wir danken dir ganz herzlich für deine frischen und ehrlichen Worte. Man spürt die Freude, die du an und in deinem Job hast, in jedem Wort. Wir wünschen dir weiterhin so viel Spaß mit deinen „drei Männern“ und den Veranstaltungen im JenaKultur-Universum.

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