Seit unserem letzten Blogbeitrag zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement hat sich bei JenaKultur viel bewegt. Ein starkes Zeichen dafür: das Engagement unserer Gesundheitsbotschafter:innen. Sie sind Ideengeber:innen, Zuhörer:innen und Brückenbauer:innen in ihren Bereichen – und machen „Gesunde Arbeit“ im Alltag konkret erlebbar. Zeit für eine erste gemeinsame Bilanz.
Als wir 2023 erstmals über das Betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) bei JenaKultur berichtet haben (hier geht es zu dem Blogbeitrag aus 2023), ging es vor allem um Strukturen, Ziele und den gemeinsamen Aufbruch. Heute – gut zwei Jahre später – zeigt sich: Gesunde Arbeit wird bei JenaKultur nicht nur organisiert, sondern gelebt.
Das Thema ist gewachsen. Es ist konkreter geworden – und persönlicher.
Ein wesentlicher Motor dafür ist unser Team Gesunde Arbeit mit den Gesundheitsbotschafter:innen. Sie bringen Erfahrungen aus ganz unterschiedlichen Bereichen von JenaKultur zusammen und sorgen dafür, dass Gesundheitsangebote nicht abstrakt bleiben, sondern zum jeweiligen Arbeitsalltag passen. Dabei hören sie hin, geben Impulse und tragen Themen aus ihren Teams in die Organisation – und umgekehrt.
Gesundheit braucht Gesichter
Anja Zöphel, Teamleiterin Controlling, engagiert sich als Gesundheitsbotschafterin für das Zentrale Management, den kaufmännischen Bereich sowie die Stabsstellen von JenaKultur. Für sie ist klar:
„Mentale Aktivität und Fitness sind genauso wichtig wie körperliche Gesundheit und Wohlbefinden. Gerade weil wir so viel Zeit auf Arbeit verbringen, ist es wichtig, auch hier auf uns zu achten.“
Im Zentralbereich wurden deshalb gezielt Angebote für „Vielsitzer“ eingeführt und Tageslichtlampen in Büros integriert – kleine Maßnahmen mit großer Wirkung.
Auch in der Musik- und Kunstschule wird das Thema aktiv gestaltet. Martin Schwengner, Fachbereichsleiter JazzRockPop, initiierte ein achtwöchiges Spezialangebot direkt vor Ort – abgestimmt auf die Bedarfe der Mitarbeitenden. Der fachbereichsübergreifende Austausch wird hier ebenso wertvoll erlebt wie die Gesundheitsimpulse selbst.
Dass es dabei nicht nur um einzelne Maßnahmen, sondern um eine langfristige Entwicklung geht, betont auch Claudia Ertel aus der Verwaltung der Städtischen Museen Jena:
„Gesunde Arbeit ist kein kurzer Sprint, sondern ein Marathon – und ein Weg, der sich immer wieder an veränderte Bedürfnisse anpassen darf.“
Ein speziell angepasster Resilienz-Kurs für die Museumsmitarbeitenden oder Workshops zum Augentraining zeigen: Unterschiedliche Arbeitsrealitäten brauchen unterschiedliche Lösungen. Entscheidend ist, zuzuhören und im Dialog zu bleiben.
Damit dieser Dialog im Alltag funktioniert, braucht es verlässliche Ansprechpersonen in den jeweiligen Bereichen. Für den vielseitigen Veranstaltungsbereich engagiert sich Sabina Callehn. Ihr Anliegen: Kolleg:innen sollen wissen, an wen sie sich wenden können, wenn es um gesunde Arbeitsplatzgestaltung oder Verbesserungsbedarfe geht.
Im Bereich Tourismus/Convention mit Jena Tourist-Information, Tourismusmarketing und Jena Convention Bureau sieht Jenny Marx ihre Rolle als Schnittstelle zwischen Team und Organisation:
„BGM ist für mich ein ‚Gesehen werden‘ durch den Arbeitgeber. Die Mitarbeitenden sind nicht nur da, um ihre Arbeit zu erledigen – es ist eine Form der Wertschätzung.“
Teaminterne Rücken- und Entspannungskurse stärken nicht nur die Gesundheit, sondern auch das Miteinander – besonders dort, wo sich Kolleg:innen im Arbeitsalltag sonst weniger begegnen.
Die hier zitierten Gesundheitsbotschafter:innen stehen exemplarisch für das Engagement im Team Gesunde Arbeit. Darüber hinaus wirken weitere Kolleginnen aus der Ernst-Abbe-Bücherei und der Jenaer Philharmonie aktiv im Team mit und bringen ihre Perspektiven aus diesen Bereichen ein.
So unterschiedlich die Perspektiven sind – eines wird deutlich: Gesunde Arbeit entsteht dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen und Themen aus ihrem Arbeitsalltag heraus gestalten.
Austausch, der trägt
Vier Mal im Jahr kommen die Gesundheitsbotschafter:innen zusammen. Dort berichten sie, was gut läuft, wo es Herausforderungen gibt und welche Themen aktuell besonders bewegen. Sie teilen Erfahrungen, unterstützen sich gegenseitig und entwickeln gemeinsam Ideen weiter.
Gerade diese Mischung aus Unterschiedlichkeit und Zusammenhalt macht die Zusammenarbeit so wertvoll: Museum trifft Musikschule, Tourismus trifft Bibliothek – und alle eint das Ziel, Gesunde Arbeit bei JenaKultur aktiv mitzugestalten.
Neben diesem regelmäßigen Austausch entstehen nicht nur bereichsspezifische Angebote, sondern auch größere gemeinsame Projekte.
Meilenstein 2025: Unser E-Learning „Gesunde Arbeit“
Ein besonderes Highlight der vergangenen Monate ist das neue E-Learning-Modul „Gesunde Arbeit bei JenaKultur“.
In vertrauensvoller Zusammenarbeit mit der Ernst-Abbe-Hochschule sowie dem ZETT – Zentrum für Digitale Transformation Thüringen wurde ein interaktiver Kurs entwickelt, der alle wesentlichen Inhalte des Betrieblichen Gesundheitsmanagements bei JenaKultur anschaulich und praxisnah – mit Übungen, Reflexionsimpulsen und alltagsnahen Tipps – vermittelt.


Wie diese Zusammenarbeit konkret aussah und wie das Modul gemeinsam erprobt wurde, zeigt folgendes Kurzvideo:
43 Prozent Beteiligung – ein starkes Signal
Dass sich das Thema auch im Kollegium verstetigt, zeigt ein Blick auf unsere letzte Mitarbeitendenbefragung.
Vom 14. Februar bis 11. März 2025 haben 107 Mitarbeitende an unserer Umfrage zur Gesunden Arbeit teilgenommen – das entspricht einer Teilnahmequote von 43 Prozent.
Dieses Ergebnis zeigt deutlich: Gesunde Arbeit ist ein zentrales Anliegen unserer Beschäftigten. Die Rückmeldungen liefern wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung unserer Angebote – sowohl einrichtungsübergreifend als auch mit spezifischen Formaten vor Ort.
Viele der bereits umgesetzten Spezialangebote in einzelnen Einrichtungen gehen direkt auf diese Bedarfsrückmeldungen zurück – ein schönes Beispiel dafür, wie Mitarbeitendenbeteiligung und die Arbeit der Gesundheitsbotschafter:innen ineinandergreifen.
Engagement, das wirkt
Ob bereichsspezifische Kurse, gemeinsame Austauschformate, das neue E-Learning oder die hohe Beteiligung an der Umfrage – all das zeigt: Gesunde Arbeit ist bei JenaKultur in Bewegung.
Wir machen uns gemeinsam auf den Weg zu einer gesunden Arbeitskultur – Schritt für Schritt, bereichsübergreifend und im Dialog. Dabei nutzen wir verstärkt die Kompetenzen unseres internen Bildungsträgers, der Volkshochschule Jena – ihr gilt an dieser Stelle ein besonderer Dank.
Gesunde Arbeit ist bei JenaKultur kein Zusatz – sie ist Teil unseres Selbstverständnisses. Und dank unserer Gesundheitsbotschafter:innen wird dieses Selbstverständnis Tag für Tag mit Leben gefüllt.
Ein Dank geht an Isabell Eisentraut für ihren wertvollen Einblick in die Tätigkeit des Teams Gesunde Arbeit. Seit Anfang des Jahres übernimmt sie die Koordination des BGM bei JenaKultur und tritt damit in die Fußstapfen von Eva Munkelt, der wir für ihr langjähriges Engagement herzlich danken.
