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Mitarbeiter:innen vorgestellt | Heute: Martin Hädrich, Allrounder des Veranstaltungsservices

Martin Hädrich im Portrait, Mitarbeiter Veranstaltungsservice JenaKultur, hier im Backstage der Kulturarena, er zeigt den Daumen nach oben

Er ist Veranstaltungsmeister, Ausbilder, Vater, Musiker, Feuerwehrmann, Pfingstbursche – und ein echter Teamplayer: Martin Hädrich gehört zu den Menschen bei JenaKultur, ohne die viele Veranstaltungen schlicht nicht möglich wären. Seit vielen Jahren ist er Teil des Teams Veranstaltungsservice und hat sich durch Engagement, Leidenschaft und berufliche Weiterentwicklung bei JenaKultur inzwischen zum Veranstaltungsmeister und Ausbilder entwickelt. Als Schlagzeuger steht Martin jedoch nicht nur hinter den Kulissen, sondern auch auf der Bühne: mit seinen Bands wie Babayaga war er bereits beim Jenaer Altstadtfest und sogar bei der Kulturarena zu erleben. Ob im Job, in der Musik oder als Ehrenamtlicher in seinem Heimatdorf – Martin ist jemand, der anpackt, Verantwortung übernimmt und mit Herzblut dabei ist. Zeit also, diesen Kollegen einmal genauer vorzustellen:

Lieber Martin, magst du dich unseren Leser:innen selbst noch kurz vorstellen?

Wer im Veranstaltungsbereich arbeiten möchte, muss sein Leben danach richten. Das ist kein Beruf, das ist eine Lebenseinstellung!

Wie bist du damals zu JenaKultur gekommen – und was war dein erster Eindruck?

Durch Bekannte, wie Katrin Richter und Sebastian Bauer, war mir JenaKultur ein Begriff, und ich liebäugelte schon immer mit einem Job in diesem Kulturunternehmen. Im August 2013 war es dann so weit, ich konnte eine 75% Stelle für ein halbes Jahr als Krankenvertretung als Hauswart im Volksbad antreten. Das war ein gewagter Schritt, denn niemand konnte mir sagen, wie lange ich diese Stelle bekleiden kann. Und ich musste dafür eine unbefristete Stelle aufgeben. Aber, wer nicht wagt – der nicht gewinnt…! Und so bin ich heute noch hier im Betrieb.

Das freut uns sehr!

Du hast dich bei JenaKultur zum Veranstaltungsmeister und zum Ausbilder entwickelt. Was hat dich motiviert, diesen Weg zu gehen? Welche Stationen oder Projekte haben dich auf diesem Weg begleitet oder gar geprägt?

Ich wollte schon immer Veranstaltungen planen, durchführen und betreuen. Um dies zu tun, braucht man einen „Darf-Schein“. Ich bin sehr froh, dass mir JenaKultur diese Weiterentwicklung ermöglichte. Nebenberuflich folgten nun zweieinhalb Jahre Schulbankdrücken und Lernen. In der Meisterschule war es sehr spannend, mit anderen Mitschülern über ihren Veranstaltungsalltag zu sprechen und viele Details aufzuschnappen und zu speichern – ich war ja schließlich Quereinsteiger.

Welche Aufgaben machen dir als Veranstaltungsmeister besonders viel Freude? Was macht das Volkshaus für dich zu einem besonderen Ort?

Mir gefällt der Kontakt zu Kunden, Agenturen, Künstlern und Gästen sehr. Ich finde es immer wieder toll, Kunden unser schönes Haus zu zeigen und von den Vorteilen für ihre geplante Veranstaltung zu überzeugen. Wir haben hier eine Perle, mitten im Herzen von Jena. Das Volkshaus ist nach seiner Sanierung einfach ein großartiges, vielseitiges Gebäude mit einer tollen Mischung aus Denkmalschutz und Moderne geworden. Die vielen Räume bieten unterschiedlichste Möglichkeiten, für jegliche Art von Veranstaltung. Es ist immer wieder spannend, wie Kundenwünsche umgesetzt werden können.

Gibt es eine Veranstaltung oder ein Erlebnis im Volkshaus Jena, die oder das dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Eine der aufwendigsten Veranstaltungen in der Planung und Umsetzung war der Bundesdigitalgipfel mit Besuch des damaligen Bundeskanzlers Olaf Scholz. Viele Abstimmungen mit Agenturen, verschiedenen Gewerken und natürlich immer mit Bundeskriminalamt, Landeskriminalamt, örtlicher Polizei und Personenschützern waren dieser Veranstaltung vorausgegangen. Aber auch hier zeigte sich wiedereinmal, dass der Veranstaltungsbereich von JenaKultur eine sehr gute Arbeit abgeliefert hat.  

Du bist Schlagzeuger und spielst unter anderem bei Babayaga und Mariuzz oder Herr Schmitt und ich. Wie bist du zur Musik gekommen?

Ich war schon immer musikalisch interessiert. Scheinbar hat mir mein Vater, der früher selbst Schlagzeug spielte, seine musikalischen Gene mitgegeben. Als Jugendlicher lernte ich Keyboard in einer Jenaer Musikschule. Aber irgendwie war das Notenlesen nichts für mich. Ich spielte lieber nach Gehör. Mit einem Klassenkameraden gründete ich 1996 unsere Schülerband Spoon (heute Babayaga). Ich trommelte anfangs auf Bongos, Schellenringen oder allem anderen, was Töne von sich gab. In unserer Schule gab es einen Proberaum mit Schlagzeug, den wir nutzen konnten. Ich lernte mir das Schlagzeugspielen autodidaktisch. Zur Jugendweihe kaufte ich mir ein eigenes Schlagzeug. Nun stand der großen Bühnenkarriere nichts mehr im Wege…, dachte ich.

Über die Zeit wurden andere Bands auf mich aufmerksam, und so konnte ich in diversen Formationen aushelfen und teilweise sogar als fester Trommler einsteigen.

Babayaga @Kulturarena Jena 2024, Martin Hädrich am Schlagzeug © JenaKultur, C. Worsch

Wie fühlt es sich an, auf denselben Bühnen zu stehen, hinter und auf denen du sonst arbeitest – z. B. beim Altstadtfest oder der Kulturarena?

Ich muss sagen, dass sich unsere Backstagebereiche und unsere betreuenden Kollegen im Vergleich mit anderen Auftrittsorten in Deutschland nicht verstecken müssen. Man merkt, mit wie viel Herzblut und Feingefühl hier die Backstagebereiche eingerichtet und die Künstler betreut werden.    

Du bist außerdem ehrenamtlicher Feuerwehrmann. Was bedeutet dir dieses Engagement?

Seit 2004 bin ich in der Freiwilligen Feuerwehr in unserem Ortsteil aktiv. Ich finde es gut, dass es Menschen gibt, die sich ehrenamtlich engagieren, egal in welchem Bereich.  Es ist immer wieder ein tolles Gefühl, wenn man mit seiner Mannschaft und seinem erlernten Know-how anderen helfen kann. Ich bin seit vielen Jahren Gruppenführer in unserer Wehr und somit für den Einsatzablauf und die Sicherheit meiner Kameraden verantwortlich. Das lässt sich auch immer wieder gut im Arbeitsalltag bei Veranstaltungen einbringen. Außerdem bin ich seit 2009 Vorsitzender von unserem Feuerwehrverein mit 47 Mitgliedern. Mir ist es wichtig, dass trotz der Zugehörigkeit zur Stadt Jena, die dörflichen Traditionen erhalten bleiben und wir den Nachwuchs davon überzeugen, dass Traditionen wichtig sind.

Wofür brennst du privat – abseits von Musik und Arbeit?

Die Familie ist mein wichtigster Rückzugsort, meine Basis, wenn man so will. Es ist nicht immer leicht, den Spagat zwischen vielen Hobbys, der Arbeit, ehrenamtlichen Engagement und Zeit für die Familie zu schaffen. Zum Glück ist meine Frau sehr verständnisvoll und trägt meine Hobbys mit.

Gemeinsame Zeit mit Freunden ist mir auch sehr wichtig. Es gibt nichts Schöneres, als am Lagerfeuer zu sitzen, Unsinn zu erzählen und mal ein Bierchen zu trinken. Da kann man mal alles Andere ausblenden.

Was gibst du jungen Menschen mit, die sich für den Veranstaltungsbereich interessieren?

Wer im Veranstaltungsbereich arbeiten möchte, muss sein Leben danach richten. Das ist kein Beruf, das ist eine Lebenseinstellung!

Außerdem ist es immer interessant, nie dasselbe und man lernt viele verrückte Menschen kennen.

Wow! Danke, Martin! Schön, dass du dir bei all den Sachen auch noch die Zeit genommen hast, unsere vielen Fragen zu beantworten. Wir freuen uns, einen solch engagierten Mitarbeiter wie dich an Board zu haben!

Und Sie liebe Leser:innen, sind Sie unserem Martin schonmal begegnet?

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