Allgemein JenaKultur (übergreifend) Kultur in Jena Kulturpolitik

Über Geldnöte, über Investiv-Wettbewerbe und „alte Zöpfe“ bei JenaKultur und in der Jenaer Kultur

Volksbad Jena

Lieber Leser:innen unseres Blogs, 
mit allen guten Wünschen für das angebrochene neue Jahr wagen wir heute mit Ihnen einen Blick auf all die Themen, die JenaKultur – jenseits des Tagesgeschäfts – aktuell und in naher Zukunft beschäftigen werden. Wir freuen uns, dass der bekannte und sehr geschätzte Lokaljournalist „a. D.“ Thomas Stridde dazu kurz vor Weihnachten mit unserer Werkleitung ein Gespräch geführt hat, das er im Nachhinein wie folgt zusammengefasst hat. 

Friedrun Vollmer und Carsten Müller schauen im Gespräch mit Thomas Stridde nach 20 Jahren Eigenbetrieb voraus und zurück

20 Jahre Eigenbetrieb JenaKultur im abgelaufenen Jahr 2025: Wir müssen reden. Und am besten mit dem Duo, das die Fäden in der Werkleitung des Eigenbetriebes führt, mit Friedrun Vollmer und Carsten Müller. Was heißt es genau, dass – nach den Worten von Friedrun Vollmer – beim Eigenbetrieb „Energie und politische Kraft gebündelt werden, anstelle dass alle einzeln losziehen“? Dass es „nicht nur Jubelmomente gab“ in den letzten Jahren? Oder: dass beide ihren Auftrag „auch im visionären Vordenken“ sehen?

Aber erst einmal: Welches Kunst- und Kulturerlebnis im abgelaufenen Jahr hat Ihnen, Frau Vollmer, Ihnen, Herr Müller, ganz persönlich am meisten das Herz geweitet?

Friedrun Vollmer nennt die erste Sommertheater-Produktion der neuen Theaterhaus-Crew im Sommer 2025. „Da hat man gemerkt, die sind unglaublich ehrlich, zwar stellenweise noch auf dem Weg und am ‚Erlernen ihres Handwerks‘. Aber es ist der Wunsch und Anspruch zu spüren, den Kern unserer städtischen Identität zu treffen. Oder der Kunstmarkt im Volksbad Jena, wo ich sehe, wie viele sich in Jena für Kunst interessieren und wie viele Menschen auf professionellem oder gehobenem Laien-Niveau selbst kreativ unterwegs sind. Last but not least der Abschluss des großartigen Mahler-Scartazzini-Zyklus‘ der Jenaer Philharmonie.“

Carsten Müller nennt das Konzert der isländischen Band Sigur Rós im Wiener Konzerthaus. „Musik, Licht und Raumarchitektur in perfekter Harmonie!“ Da habe er sich persönlich einen Wunsch erfüllt, der sich bislang leider nie für das Programm der Kulturarena habe erfüllen lassen, obwohl man seit 25 Jahren oft genug den Versuch unternommen hatte, die Isländer nach Jena zu holen. Und in Jena? Die Ausstellungen des japanischen Künstlers Hiroyuki Masuyama, „Freundschaft mit Außerirdischen schließen“ in der Kunstsammlung Jena bzw. im Romantikerhaus.

Friedrun Vollmer
Friedrun Vollmer, JenaKultur-Werkleiterin für Kulturelle Bildung und Kulturentwicklung | ©JenaKultur, H. Gumpert

Stichwort Kulturarena, Stichwort Weihnachtsmarkt, weil JenaKultur auch das Ressort „Feste und Märkte“ zu verantworten hat: Wie steht es aus Sicht der Werkleitung um die Sicherheit großer Veranstaltungen, nachdem auch 2025 weltweit Anschläge zu beklagen waren an Orten, wo Menschen sich zusammengefunden hatten?

Die Stadt habe „so reagiert, wie andere Kommunen auch: sehr professionell“, sagt Carsten Müller. „Wir können das tun, was verhältnismäßig ist, aber mehr auch nicht.“ Allerdings ist das auf kommunaler Seite alles andere als einfach. Das Angebot der Finanzierungsbeteiligung des Landes für den Ankauf von Sperren, kam erst zu einem Zeitpunkt, als bereits viele Kommunen entsprechende Ankäufe getätigt hatten. Und die Finanzierungsbeteiligung ist an eine sogenannte „Pool“-Lösung gekoppelt. D.h. dass mindestens drei Kommunen eine Einkaufsgemeinschaft bilden. Ein solcher Pool verliert aber zumindest zum Weihnachtsmarkt seinen Sinn. Denn dann brauchen alle Partner gleichzeitig die Sperren. Letztlich sei erst am Eröffnungstag des Weihnachtsmarktes ein Schreiben des Innenministers bzw. des Landesverwaltungsamtes bei den Kommunen angekommen, in dem sehr wenig Konkretes und viel Relativierendes enthalten war. Somit wird die Verantwortung für die Sicherheit von der Landes- auf die kommunale Ebene delegiert. Das ist für alle, die letztlich in Jena in der finalen Verantwortung stehen, absolut unbefriedigend.

Carsten Müller
Carsten Müller, JenaKultur-Werkleiter für Zentrales Management/Marketing/Tourismus | ©JenaKultur, C. Worsch

Und wie erklärt es sich, dass beim Jenaer Weihnachtsmarkt 2025 noch weniger „Non-Food-Händler“ zu sehen waren?

Nein, das habe mit dem veränderten Sicherheitsempfinden der Menschen weniger zu tun, so schätzt es Carsten Müller ein. „Das sind ganz klar Pandemie-Effekte. Wir haben seit dem Ende der Pandemie den Rückgang bei den Non-Food-Händlern: fast 40 Prozent. Es ist nicht ansatzweise erkennbar, dass sich das noch mal erholt.“ Es sei allgemein zu bedenken: „Finde jetzt mal jemanden, der sich vier Wochen von früh bis abends an so einen Stand stellt. Viele haben sich in der letzten Zeit gesagt: ‚Och, das ist doch viel einfacher, im Logistikzentrum zu arbeiten statt am Feiertag, am Wochenende auf dem Markt oder in der Gastronomie.‘ Geregelte Arbeits- und Lebenszeiten haben für viele Menschen eine stärkere Bedeutung bekommen. Und das kommt bei uns auf den Märkten und Stadtfesten an, wenn es um die personelle Ausstattung des Standbetriebes geht. Daraus resultieren Einnahme-Rückgänge, weil wir weniger Stände haben, aber gleichzeitig diverse relevante Kostensteigerungen: GEMA, Reinigung, Sicherheit, kostenfreier Zugang zu den Markttoiletten, Veranstaltungstechnik. Und das sind leider strukturelle und nicht inhaltliche Kostenträger. So laufen wir Gefahr, in inhaltliche Stagnation zu geraten, weil wir nicht mehr in der Lage sind, inhaltliche Impulse ausreichend zu finanzieren, Neues auszuprobieren, etwas zu wagen. Wir sind damit beschäftigt, den guten Status quo zu stützen, aber auch in engen Partnerschaften, wie mit der Initiative Innenstadt, zu erweitern.“

Genau das, so merkt Friedrun Vollmer an, „kann man auf unsere Einrichtungen rüberziehen. Es ist so, dass für manche schöne Ideen oft zu wenig Platz und Raum blieb.“

Einhellig bewegt die Freund:innen von Kunst und Kultur, mit denen man in Jena ins Gespräch kommt, die nun angekündigte Haushaltssperre der Stadt. Was hat das für Folgen?

Noch bewege man sich da an einem Punkt, wie es Carsten Müller formuliert, „wo die Haushaltssperre zwar eine extreme Verlangsamung von Entwicklungsfähigkeit bedeutet. Wir sind aber noch nicht an dem Punkt, wo es um harte strukturelle Einschnitte geht. Aber bis dahin ist mittlerweile alles ausgereizt.“

Vor 20 Jahren habe die Stadt „eine extreme Dynamik gehabt“, vieles sei neu entstanden: von der Gründung des Kultur-Eigenbetriebes und etwa dem Umzug der Musik- und Kunstschule Jena aus dem Landgrafen-Viertel in die Ziegenhainer Straße bis zum Titel „Stadt der Wissenschaft 2008“. Das, sagt Carsten Müller, sei „alles Entwicklungs-Kerosin“ gewesen. Dann die Zehner-Jahre: eine Phase, in der die Stadt und der kommunale Haushalt „richtig Kraft hatten“. Entschuldung, hier ein neuer, dort ein neuer Impuls. Beginn des Volkshaus-Projekts und des Neubaus der Ernst-Abbe-Bücherei. Aber auch viele kleinere Sachen: Etwa das Novalisfest vor zehn Jahren, das um die 100.000 Euro gekostet habe. „Dazu forderte die Politik damals kostenlosen Eintritt. Und wir haben noch gesagt: ‚Nee, wir wollen doch vorsichtig wirtschaften und zumindest einen Zehner Eintritt nehmen.‘“ Es sei darum gegangen, das Geld, das aus heutiger Sicht reichlich da war, in die richtige Richtung fließen zu lassen. Und das dritte Jahrzehnt? „Es hat mit einer Pandemie, einer Vollbremsung angefangen. Auf einmal verändert sich alles: die Nachfrage; wie du produzierst; der kommunale Haushalt.“

Zur Wahrheit, so sagt Friedrun Vollmer, gehöre auch: „Wir haben andere politische Verhältnisse. Es gibt erstmals im Leben des Eigenbetriebes einen Kulturdezernenten, der als Kulturdezernent auch wirksam sein möchte und kann.“ Bisher habe gegolten, dass der Eigenbetrieb die Aufgaben des Kulturamtes und die Werkleitung zudem die Aufgaben des Kulturdezernenten im Auftrag des Oberbürgermeisters wahrnahm. So also sei die Werkleitung von JenaKultur dabei, sich neu zu sortieren. Friedrun Vollmer: „Das hat natürlich zu Irritationen geführt, zu Diskussionen auch in der Freien Szene und im Laien-Kulturschaffen: ‚Wer ist denn jetzt für wen und für welche Form zuständig?’“

Letztlich gelte nach mehr als einem Jahr der Zusammenarbeit: Der Kulturdezernent verantwortet die großen Linien der kulturpolitischen Entwicklung Jenas und ist thematisch außerhalb des Eigenbetriebes maßgebend. Die Werkleitung fokussiere sich auf JenaKultur und seine Einrichtungen. Die Werkleitung habe dabei die Aufgabe, als Lotse im „Meer der Herausforderungen“ und bei der Steuerung zukünftiger Entwicklungen da zu sein.

Welche Investitionen stehen gleichwohl an, nachdem größere „Tanker“ wie die Volkshaus-Umgestaltung und der Bibliotheksneubau im Hafen angekommen sind? Wie zum Beispiel ist der Stand beim geplanten Probenzentrum für die Jenaer Philharmonie in der Nähe des Volkshauses? Wie steht es um den Jenaer Wunsch nach einem Kunsthaus?

Carsten Müller dazu: „Wir müssen das schon in Summe sehen. Dringend ist die Generalsanierung der Städtischen Museen Jena. Oder: Wir haben zu entscheiden, wie es mit dem Bereich Stadthistorik weitergeht. Und noch viele andere Sachen! Wie weiter etwa mit den Smart-City-Projekten, deren Bundesförderung 2027 auslaufen, womit der sehr erfolgreiche ProbierLaden der vhs Jena am Engelplatz nicht mehr gegenfinanziert wäre?“ Die Herausforderung sei es im Moment, innerhalb der Ressourcen-Grenzen die richtigen Entscheidungen zu treffen. „Das ist eine Diskussion, die wir natürlich nicht allein führen werden.“

Friedrun Vollmer beschreibt für das Vorhaben eines Probenzentrums „verschiedene Pfade“, die derzeit geprüft würden: ob es etwa auf einen Flächentausch mit einer anderen Immobilie hinauslaufe. Oder ob das Ganze als Neubau europaweit ausgeschrieben werden müsse. „Wir sind sehr engagiert im Einwerben von Drittmitteln insbesondere über das Land Thüringen und haben da auch schon Zusagen bekommen. Wir sind an dieser Stelle relativ realistisch und sagen, dass es nicht zu allem reichen wird. Scheinbar geht es um Gebäude, um Hüllen. Aber im Kern geht es um inhaltliche Betrachtungen. Wie wird die Jenaer Philharmonie der Zukunft klingen? Was werden die Aufgaben eines Orchesters sein? Oder: Wie gestaltet sich die Zukunft der Kunstsammlung Jena? Und wenn wir bei den Städtischen Museen schauen: Der große Auftrag dort ist die inhaltliche Entwicklung von Dauerausstellungen: von der Stadtgeschichte als auch von der Romantik. – Dass das, was da konzeptionell seit Jahren auf Halde liegt, künftig modernen Rezeptionsgewohnheiten entsprechen möge.“

Immerhin ist es nur wenige Jahre her, dass per Ausschreibung ein neues Konzept für das Romantikerhaus gesucht und dann auch fertiggestellt worden ist. Nur wurde davon nichts umgesetzt…

Dieses Konzept werde in dieser Form auch nicht umgesetzt, sagt Friedrun Vollmer, „weil das sehr die Handschrift der vorherigen Museumsleitung trug. Wir haben mit Max Pommer einen sehr fähigen Kurator für das Romantikerhaus, der zusammen mit unserer neuen Museumsdirektorin konzeptionell unterwegs ist – in enger Kooperation mit dem Jenaer Zentrum für Romantik-Forschung.“

Und Carsten Müller gibt zu bedenken: „Bevor man über den richtigen Ansatz für die Hülle spricht, muss abgestimmt werden, wie die qualitative Erwartung ist. Du kannst beispielsweise bei der Philharmonie sagen: Ich möchte ein Orchester haben, das deutschlandweit bekannt, überall auf Gastspielen und die Nummer 1 der Kultureinrichtungen in Jena ist. Dann muss ich das Commitment dafür erzeugen, dass die finanzielle Ausstattung so etwas ermöglicht. Reichen aber die Möglichkeiten der Finanzierung nur für ein qualitativ hervorragendes Orchester mit starker regionaler Wirkung, so müssen auch dazu im politischen Raum eine klare Aussage getroffen und die Erwartungshaltungen sowohl nach innen als auch nach außen in Einklang gebracht werden.“ So ähnlich sei das auch bei der Kunstsammlung, bei den Museen. „So haben wir es ja beim Volkshaus, bei der Bibliothek gemacht: Es gab einen starken inhaltlichen Impuls. Und wenn diese Ideen nicht gezündet hätten, hätten wir den politischen Willen dazu nicht bewegen können und keine Budgets bekommen.“ Dritte Ebene: „Allein, dass wir jetzt die dunklen Wolken der kommunalen Haushaltsfinanzierung haben, macht die Rahmenbedingungen für solche Entscheidungen deutlich komplizierter als 2015, 2016. Die Finanzierung der Investition ist das eine, das Schultern der daraus resultierenden langfristigen Folgekosten ist das andere. Wir müssen in unseren Möglichkeiten skalierbar bleiben. Auch weil wir wir sehen, dass sich mit dem demographischen Wandel und dem sich spürbar verändernden Nutzungsverhalten von zukünftigen Besuchergenerationen auch die Rahmenbedingungen des Sinnhaften bei Entwicklungsentscheidungen verändern werden und müssen.“

Viele erinnern sich gleichwohl an den Stadtratsbeschluss von 2018, wonach im Einklang mit der Volkshaus-Umgestaltung ein Probenzentrum der Philharmonie realisiert sein muss.

Ganz klar, es werde „eine Probestätten-Entwicklung stattfinden“, betont Friedrun Vollmer.  Und das abhängig davon, „wo wir das Orchester in Zukunft sehen“.

Carsten Müller: „Ich habe neulich die Protokolle der Ausschüsse von 2021 und 2022 gelesen, als aufgezeigt wurde, dass die Philharmonie einen Schritt zurücktritt, der Zwischenbau am Volkshaus Jena als Probenzentrum nicht zustande kommt zugunsten der Pläne für das künftige Deutsche Optische Museum. Da ist sehr deutlich eingefordert worden, dass es einen neuen Standort gibt. Aber natürlich sind das heute zum Teil nicht mehr die gleichen Stadträte und nicht mehr dieselben Annahmen kommunaler Entwicklungsfähigkeit. Heute müssen wir uns bei den Investitionen einem anderen Themen-Wettbewerb stellen. Das wird das Interessante im Jahr 2026. Das neue Jahr wird ein Jahr der Kompromisse und Priorisierungen.“

Zudem dürfe man erwähnen, dass Philharmonie-Musiker:innen endlich innerhalb des Flächen-Tarifs bezahlt werden. Vielleicht ein Schwenk um zu zeigen, „was es an guten Ergebnissen im Jahr 2025 gab“, sagt Friedrun Vollmer. Die Rückkehr zum Flächentarif bedeute für die Musiker:innen eine andere Sicherheit und sei „ein ganz starkes Statement“ der Stadt. „Und: wir haben jetzt im Dezember zum Mahler-Scartazzini-Zyklus die letzte CD vorliegen zu einer Album-Sammlung, die in insgesamt fünf Doppel-CDs aller Mahler-Sinfonien mit korrespondierenden Neu-Kompositionen von Andreas Scartazzini zu Ende gebracht worden ist. Das sind CDs, die werden international sehr, sehr positiv besprochen und öffnen der Jenaer Philharmonie an anderer Stelle Tür und Tor. Es hilft nicht zuletzt, dass man Jena auch in dieser Hinsicht besser wahrnimmt bei der hohen Flächendichte an Theatern und Orchestern in Thüringen.“

Von Leuten aus der Freien Szene war zu hören, dass sie beim Blick auf den Philharmonie-Tarif keinen Futterneid entwickeln wollen. Doch hieß es, dass man sich bei den Zuschuss-Zuteilungen eine andere Kommunikation gewünscht hätte und unterm Strich unter dem angemeldeten Bedarf liege. Was ist da dran?

Carsten Müller sagt: „Das ist zu kurz formuliert. Das könnte ich auch für JenaKultur insgesamt geltend machen: Wenn wir mit der Stadtkämmerei ins Gespräch gehen, melden wir in den ersten Planphasen immer einen Bedarf an Mitteln an, die wir unterm Strich nie bekommen haben. Wir geben die ersten Planungen zu einem Zeitpunkt ab, an dem selbst die Kämmerei noch keine verbindliche Prognose für die Finanzierbarkeit des Stadthaushaltes hat. Etwa weil noch keine belastbaren Steuereinnahmen vorliegen. Letztlich hat die Freie Szene im letzten Jahr bei der Kulturförderung 25 Prozent mehr bekommen. Das entspricht in summa 250.000 Euro mehr. JenaKultur musste im Gegensatz dazu in der letzten Planungsrunde im Herbst 700.000 Euro Plankonsolidierung leisten. Und es ist insofern besonders, weil in anderen großen Kommunen wie Leipzig oder Dresden massive Kürzungen in den Kulturetats vorgenommen wurden.“

Freilich, bei der Personal-Ausstattung liege die Freie Szene fast in allen Bereichen unter den festen Einrichtungen. „Es besteht die Gefahr, dass es dort zum Ausbluten kommt, weil viele kreative Köpfe sagen: ‚Ich mach das mal ein paar Jahre lang am Anfang meiner 20er, aber dann muss ich auch meine Lebensperspektive finanzieren können‘“. Friedrun Vollmer: „Diese Fragen lassen sich aber nicht nur mit Geld lösen. Manche Vereinsstrukturen haben ihre Zeit gehabt, oft wollen junge Leute etwas Neues kreieren und sind weniger bereit, in die alten Fußstapfen zu steigen. Wir sehen das ein Stück weit am Aufstieg und Fall der Jazzmusik in Jena. Das kann man nicht mit Geld heilen. Wenn das Interesse an speziellen Formen der Jazzmusik nicht mehr so stark ist, werden andere kommen. Das hat man in anderen Bereichen auch. Ein Jegliches hat seine Zeit. Und das bleibt auch unser Ansatz als Werkleitung. Wenn wir sagen, wir müssen uns weiterentwickeln, müssen wir uns genauso darüber unterhalten, was wir nicht mehr machen. Die Zeiten des Additiven, dass wir auch alle alten Zöpfe weiter mitschleppen, die sind vorbei.“

Carsten Müller erinnert daran, dass der Eigenbetrieb in jüngerer Vergangenheit, wie schon gesagt, zwei Konsolidierungsrunden mitzugestalten hatte: eine im letzten Jahr, eine jetzt im Zuge der Haushaltssperre der Stadt Jena: 2024 habe JenaKultur einen Konsolidierungsbeitrag im Umfang von einer Million Euro erreicht für die Zeit bis 2028 „ohne, dass es Einschnitte in der Freien Szene gab, sondern im Gegenteil, wir haben noch 250.000 Euro zur institutionellen Förderung draufverhandelt“. Und zur jetzigen Haushaltssperre, die vor der Türe steht: 360.000 Euro Konsolidierung nur für 2026 durch JenaKultur, ohne dass die Freie Szene Einschnitte hinnehmen müsse: „Das ist unser Beitrag zur gesamten städtischen Konsolidierung.“ Carsten Müller will dabei die eigene Erkenntnis betont wissen, „dass die Freie Szene noch einmal deutlich fragiler, deutlich anfälliger ist, so dass es dort viel stärkere Destabilisierungseffekte infolge von Kürzungen geben könnte. Deshalb waren wir uns mit dem Kulturdezernenten einig, dass die Konsolidierungen nicht in diesem Bereich stattfinden dürfen“.

Und wo zum Beispiel ist bei JenaKultur der Einklang von verbesserter Struktur und gewachsener Qualität spürbar geworden?

Carsten Müller weist auf das neu sanierte Volkshaus hin: „Dazu bekommen wir noch immer viel anerkennendes Feedback. Aber auch das Tourismusmarketing und das JenaConventionBureau sind in ihrer qualitativen Entwicklung der letzten Jahre zu wesentlichen Säulen in der wichtigen Standortkommunikation Jenas geworden. Und der VisitJena-Instagramm-Kanal ist der reichweitenstärkste SocialMedia-Kanal aller Thüringer Städte. Das ist absolut bemerkenswert.

Ein weiteres Paradebeispiel: die Ernst-Abbe-Bücherei. Hier entfaltet die Arbeit der Kolleg:innen tagtäglich Wirkung in der Stadt. Mit dem Umzug an den neuen Standort sind die Besuchszahlen sehr stark angestiegen. Besondere Recherche- und Arbeitsräume werden sowohl von Schüler:innen, aber auch von Studierenden oder anderem Laufpublikum intensiv genutzt. Der Veranstaltungsraum „Helene-Petrenz-Saal“ sei stark nachgefragt, und in verschiedenen, von Externen durchgeführten Ausstellungen gibt es eine beeindruckende inhaltlichen Themenvielfalt. Friedrun Vollmer ergänzt begeistert: „Hinzu kommt der Gemeinschaftsaspekt. Ich war neulich am Wochenende in der Bibliothek und war sooo beglückt, zum Beispiel diese Familien oder Freundeskreise zu sehen, die sich Spiele raussuchen und ganze Nachmittage dort verbringen. Das war so eine Gemütlichkeitsstimmung!“

Das zweite Paradebeispiel: die Musik- und Kunstschule Jena, sagt Friedrun Vollmer. „Im Sommer des Vorjahres hatten wir im Schulterschluss mit der gesamten Stadtpolitik das große Glück, alle Verträge derer, die noch Honorarkräfte waren, infolge des Herrenbergurteils in Festanstellungen umzuwandeln. Und damit haben etliche Kolleginnen und Kollegen ihren festen Arbeitsort, was ja auch Identifikation stiftet. Und zur Tätigkeit dieser Lehrkräfte gehört es eben nicht nur, in den Raum zu gehen und Schüler:innen das nächste Musikstück beizubringen, sondern sich auch um den Organismus Musikschule zu kümmern: ‚Ich organisiere Veranstaltungen, Probenphasen, Konzerte und Ausstellungen mit, ich kümmere mich um den Instrumentenfundus, um Ehemalige oder denke an neuen Formaten mit. Also, um alles, was das Haus zu einem Bildungskompetenzzentrum macht.’“

Und wie haben sich die Gebühren und die aktuelle Auslastung an der Musik- und Kunstschule Jena entwickelt?

Friedrun Vollmer stellt fest, dass die Gebühren das letzte Mal erhöht worden sind, als sie selbst Leiterin der MKS war (2006 bis 2018), so dass im kommenden Jahr (gemeint ist 2026, Anm. d.Red.) „erstmals wieder die Gebühren moderat erhöht werden sollen. Wir schauen schon, dass das sozial verträglich und inhaltlich sinnvoll gestaltet sein wird. Wie bewerten wir Einsteiger-Angebote? Was sind bezahlbare Gruppenangebote für Lebensältere?

Wartelisten gibt es nach wie vor. Das zeigt aber auch, dass die Ausrichtung der Schule und somit ihre Attraktivität stimmt. Es gibt viele Ensembles, Kurse und Chöre, wo man Gemeinschaft erleben kann.“

Ein Wort zu den Jenaer Kultur-Ehrungen, den Preisen, dem Botho-Graef-Kunstpreis der Stadt: Wie steht es um die Nachhaltigkeit? Beispiele: Die vor Jahren Kunstpreis-gekrönte LED-Laufschrift am neuen Kirstenschen Haus, die nach reparaturreichen Jahren nun endgültig auf Eis zu liegen scheint. Oder die Wegweisung zum Romantikerhaus, die nie umgesetzt wurde, wohl weil die preisgekrönte Idee der Nutzung von Hausfassaden der Innenstadt nicht gedeckt war von den Rechten privater Haus-Eigner.

„Da sind wir wieder beim Investiv-Wettbewerb“, sagt Carsten Müller. Ein Thema der für 2026 zu diskutierenden Projekte war auch die Erneuerung der Laufschrift. Diese muss wegen der begrenzten finanziellen Mittel zu Gunsten der dringend notwendigen Umhausung des Burschenschaftsdenkmals verschoben werden. Friedrun Vollmer verweist auf den diesjährigen Sieger-Beitrag des Botho-Graf-Kunstpreises, ein immersives Kunsterlebnis zu dem im Europa des 17. Jahrhunderts berühmten Mathematiker, Astronomen, Pädagogen, Philosophen und Erfinder Erhard Weigel – da habe man mit dem Jenaer Zeiss-Planetarium und dem Fulldome-Festival „wunderbare Partner“, sagt Friedrun Vollmer. Das werde dort nach den Umgestaltungen zum 100-jährigen Jubiläum des Planetariums im Programm „einer dieser Filme sein, die immer wieder gezeigt werden“. Das sei ein phantastischer Film, der in „so vielen Facetten auf diesen Universalgelehrten“ eingehe wie auch auf das Philosophische: Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Dank all der Geräte, die Weigel erfunden hat: „Dadurch kamen wir auf dieses Lernen durch Bewegung.“ Er habe ja auch eine Schule gegründet, „wo er die jungen Leute in Bewegung gebracht hat.“

Noch einmal Grundlegendes: Was ist der Vorteil eines Eigenbetriebes gegenüber einem herkömmlichen Kulturamt?

Carsten Müller sieht einen Riesenvorteil: „Wir sehen gerade jetzt, in dieser nicht einfachen Zeit besser, welche Notwendigkeiten und Möglichkeiten einer sinnhaften, zentralen Steuerung existieren. Wir können die Impulse setzen! Das ist ein Riesenunterschied zur Arbeit in einem klassischen Kulturamt. In anderen Städten kann man sich das wunderschön angucken: Wenn ein Kultur- auf einen Finanzdezernenten trifft, ist es im oft wichtigen Detail kaum darstellbar, wie sich Bibliothek, Orchester und Freie Szene mit dem Problem auseinandersetzen. Da wird nur aus dem großen Topf nach draußen verteilt. Keiner weiß: Wer macht was, wie, mit welchem Aufwand?“ Friedrun Vollmer: „Hierzu stehen wir im stetigen Austausch mit den Einrichtungsleitungen, die durch die Bank für den Bereich, den sie verantworten, brennen. Wir sind die Kommissionäre, die nach draußen gehen, und das alles durchverhandeln.“

Ist es richtig, dass es neue Förderrichtlinien für die Freie Szene geben wird?

Friedrun Vollmer bejaht das und beschreibt das als „eine der Maßnahmen der Kulturkonzeption 2025-2028. Die Förderrichtlinie wird 2026 erarbeitet und soll ab 2027 greifen. Für diese Reformation der Kulturförderung zeichnet der Kulturdezernent verantwortlich, den wir gern mit unserer Erfahrung unterstützen.“

Kann das bedeuten, dass noch mehr institutionelle Förderung erfolgt?

Das bedeute erst einmal, dass nicht mehr Geld da ist, sagt Carsten Müller, „sondern erst einmal, dass die Beantragung und die Abrechnung vereinfacht werden“. Auch werden laut Friedrun Vollmer Aspekte wie Nachhaltigkeit, Fair pay oder Qualitätskriterien eine Rolle spielen. Wie diese Ansprüche an Entbürokratisierung letztlich mit der verantwortungsvollen Verwendung von Steuermitteln im besten Sinn Hand in Hand gehen, muss letztlich im politischen Raum diskutiert und entschieden werden.

Hier gehe es aber auch um die Notwendigkeit zu sagen, dass nicht immer weitergefördert wird wie bisher, erläutert Friedrun Vollmer, „einfach, um auch neuen Initiativen eine Chance zu geben“. Wer einen Zuschlag bekomme und wer nicht, das bleibe aber Entscheidung der Kulturpolitik, des Kulturausschusses. Nicht der Werkleitung von JenaKultur.

Spürt man als Werkleitung bei JenaKultur so etwas wie den großen Atem der Weltpolitik? Dass Kultur wie vielerorts und so auch in Jena politisch grundsätzlich in Bedrängnis gerät? Dass Einhegungen drohen?

Friedrun Vollmers Antwort: „Ja und Nein. Wir erleben in Jena keine ideologische Beeinflussung unserer Tätigkeit. Mit einer Einschränkung: Bei bestimmten Fragestellungen und Äußerungen der einen Partei in den Ausschüssen, wo zum Beispiel Projekte des Theaterhauses Jena angesprochen werden. Oder auch, wenn wir uns mit dem NS-Gedenkkonzept oder bestimmten Straßenumbenennungen beschäftigen. Man spürt dabei zugleich quasi einen durch die Stadträt:innen der demokratischen Parteien gehenden Ruck, sich korrekt und gesellschaftlich verantwortlich zu committen und dem Paroli zu bieten.

Was wir ganz unmittelbar merken, ist der Einfluss der Weltpolitik auf Jena: Der Zusammenhang zwischen Trumps Wirtschaftspolitik und den Umsatzeinbrüchen der Jenaer Industrieunternehmen, der schlägt bei der Gewerbesteuer sofort durch. Wäre das nicht, würden wir hier nicht sitzen und über Haushaltskonsolidierung sprechen. Das betrifft auch die Verunsicherung bei unseren Kund:innen und unseren Nutzer:innen. Man bindet sich nicht mehr so langfristig zum Beispiel bei Kaufentscheidungen zur Kulturarena oder bei der Bereitschaft, ein Abo für die Philharmonie zu erwerben.“

Carsten Müller: „Das letzte halbe Jahr war bezüglich der Nachfrage sehr gut; da merken wir beim Verkauf einen Aufwind. Aber nochmal zu dem langen politischen Atem: Wir sind in der Stadt selbst ja politisch noch sehr stabil aufgestellt.“ Und auf Landesebene: Bildungs- und Kulturminister Christian Tischner habe zum Beispiel die von seinem Vorgänger Benjamin Immanuel Hoff auf den Weg gebrachte, wichtige Theater- und Orchester-Pauschale nicht aufgehoben; „er hat committet, das erst einmal fortzuführen, was sehr wichtig ist“. Die Verträge zur Theater- und Orchesterfinanzierung würden erst 2030 auslaufen. „Hier werden wir sehen, wie der Druck auf das Land und letzthin die Kommune gewachsen sein wird und wie das auf Kulturentscheidungen durchschlägt.“ Gelinge es 2026 nicht, die großen globalen Konflikte zum Guten zu drehen und volkswirtschaftlich in Deutschland positive Impulse zu setzen, so würden die letzten 20er Jahre auch bei der Kulturfinanzierung in Jena „eine harte Zeit“.

Friedrun Vollmer sieht hier „sowieso eine große Herausforderung. Wir wissen, es wird einen Landeshaushalt geben, und sofort liegt eine globale Minderausgabe drauf.“ Das heiße: „Vieles, was im Landeshaushalt drinsteht, ist von Beginn an Makulatur.“ Trotzdem sei es den demokratischen Parteien gelungen, manches, was auf der Streichliste stand, „wieder hineinzuverhandeln“, etwa die Soziokulturförderung oder das Volontärsprogramm der Museen. „Oder ich denke an die Novellierung des Erwachsenen-Bildungsgesetzes, womit unsere Volkshochschule in der Sockelfinanzierung einfach mehr Geld bekommen wird.“

Zum ProbierLaden am Engelplatz – getragen von der Volkshochschule Jena –, der mit Bundesförderung digitale Weiterbildung insbesondere für Senior:innen ermöglicht und riesige Nachfrage genießt. Bürgermeister Benjamin Koppe hatte neulich Zuversicht geäußert, dass sich 2027 nach Ablauf der Bundesförderung eine Weiterfinanzierung findet. Wie sieht JenaKultur die Chancen?

Friedrun Vollmer: „Was wir an anderer Stelle schon gesagt haben: Wir müssen definieren, was die Aufgaben der Zukunft sind. Wenn diese Formate digitaler Bildung fortlaufend große Nachfrage und somit einen großen Stellenwert haben, wir aber nicht nennenswerte zusätzliche finanzielle Untersetzung dafür haben, dann ist die Frage: Was lässt man dafür sein? Es ist natürlich extrem wichtig, dass hier große Teile der Bevölkerung mitgenommen werden. Gerade angesichts der KI-Entwicklung. Also konkret: Welcher ‚alte Zopf‘ fiele dann dafür weg oder könnte durch Kurse von Privatanbietern am Markt substituiert werden?“

Diese „Umpriorisierung“ ist doch eine gewaltige Aufgabe, zumal sich oft die Lautesten Gehör verschaffen, die nicht immer die Wichtigsten sind…

Carsten Müller bringt dazu seinen „Satz des Jahres“ ins Spiel: „Vergleich tötet die Schönheit“. Genau so werde es doch kommen. Alle Themen lägen nebeneinander; „und dann muss entschieden werden. Transparent und klar.“ In der Summe sei das schließlich ein Volumen, das nach den aktuellen Signalen aus der Politik so nicht zu bekommen sei. „Wir müssen eine gute Diskussion dahingehend vorbereiten, dass das nicht einzeln entschieden wird. Wenn du vor anderen Themen die Augen verschließt, kommst du ungewollt in ein Windhund-Prinzip rein: Was zuerst auf dem Tisch liegt, überlebt. Und das andere nicht. Diese Logik ist aber für die richtige Entwicklung der falsche Weg.“

Friedrun Vollmer: „Wir haben den großen Vorteil, dass fast alle unsere Einrichtungsleitungen an verantwortlichen Positionen in den landes- oder bundesweiten Fachverbänden mitwirken. Das sind Verbände, die Entwicklungen deutschlandweit registrieren, diskutieren, Lobbyarbeit machen und Handlungsempfehlungen aussprechen. Es gibt Entwicklungslinien, bei denen wir aufsatteln können, und nicht auf ‚jede Sau reagieren müssen, die durchs Dorf getrieben wird’“.

Eigenbetrieb für Kultur, das gibt’s ja auch nicht in Serie in Deutschland.

„Eigenbetrieb ist natürlich ein anerkanntes Modell“, sagt Carsten Müller. Aber ein Kultur-Eigenbetrieb, der für dieses Holding-Prinzip stehe, das sei schon bundesweit die Ausnahme und Jena damit in einer Modell-Funktion.

Friedrun Vollmer: „Das inhaltliche Angeschlossensein – wo hat man das schon, dass sich die Spitzen der Einrichtungen wöchentlich austauschen über ihr Tun und an der einen oder anderen Stelle in ein gemeinsames Tun kommen!?“

Gleichwohl gibt es Stimmen in der Stadt, die sagen: JenaKultur – ein ganz schöner Tanker mittlerweile mit über 300 Mitarbeiter:innen. Ob die Planstellen alle berechtigt seien, wird da gefragt.

„Klar sind wir ein großer Eigenbetrieb“, sagt Carsten Müller. „Aber man darf nicht vergessen: Wir haben in diesem Eigenbetrieb ein stabiles B-Orchester. Fast ein Drittel unserer Beschäftigten macht die Jenaer Philharmonie aus. Oder die Musik- und Kunstschule Jena, die fast das zweite Drittel ausmacht. Und gemeinsam mit dem ‚Rest‘ der Mitarbeiter:innen generieren wir für die Stadt Angebote, die pro Jahr fast eine dreiviertel Million Menschen erreichen.“

Die Werkleitung von JenaKultur
Die komplette Werkleitung von JenaKultur: Friedrun Vollmer, Jana Gründig, Carsten Müller v.l.n.r. | ©JenaKultur, H. Gumpert

Zum Abschluss: was ist Ihr JenaKultur-Wunsch für 2026?

Friedrun Vollmer: „JenaKultur – das sind Klang und Bilder, Erlebniswelten und Fantasiereisen für all die kleinen und großen Besucher:innen und Nutzer:innen aus Jena und von weiter her, und zugleich für unsere Mitarbeitenden ein stabiler, wertschätzender Arbeitgeber. Ich wünsche uns im positivsten Sinne, dass wir mit Offenheit, Standfestigkeit und Durchhaltevermögen unser hohes Niveau auch in schwierigen Zeiten beibehalten.“

Carsten Müller: „Ich wünsche mir vor allem, dass es uns 2026 gelingt, trotz aller Herausforderungen wieder positiver nach vorn zu schauen und letztlich das zukünftig Richtige zu erkennen und zu entscheiden.“

Wir bedanken uns bei Thomas Stridde und natürlich auch bei Friedrun Vollmer und Carsten Müller. Sie, liebe Leser:innen, haben möglicherweise nach der Lektüre vertiefende Rückfragen oder auch Anmerkungen? Gern bemühen wir uns, diese zu beantworten.

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