und von der Freude, wenn der LKW mit den neuen Programmheften anrollt …
Die Leiterin der Volkshochschule Jena, Dr. Angela Anding, nimmt Sie im Blogbeitrag mit zur Vorstellung des neuen Programmheftes der Volkshochshule Jena – Insider-Informationen zu Entscheidungsprozessen bei der Gestaltung des Heftes inklusive.
Wenn das neue Programmheft der Volkshochschule erscheint, dann könnte einem in den Sinn kommen: The same procedure als every semester. Das ist einerseits richtig, und andererseits auch nicht.
Das Geschnatter und „Geblättere“ im druckfrischen und auch so riechenden Programmheft ist immer wieder ein überwältigendes Erlebnis. Es ist quasi der Endpunkt eines über Monate hinweg andauernden Prozesses, der irgendwie immer gleich und doch auch immer wieder so herausfordernd, kraftzehrend und auch anders ist.
Die Digitalfanatiker unter den Lesenden werden sich nun fragen, warum man sich bei diesem Aufwand denn überhaupt noch ein analoges Programmheft „antut“. Und die Frage wird tatsächlich auch ganz unterschiedlich beantwortet. Längst gibt es bundesweit Volkshochschulen, die gar kein Programmheft mehr auflegen, bei denen die Angebote allein über die Website zu suchen und im besten Fall auch zu finden sind.
Diesen Weg gehen wir in Jena ganz bewusst nicht. Ganz im Gegenteil: Wir haben vor einigen Jahren entschieden, sogar noch einmal in die Qualität des Heftes zu investieren, dieses nunmehr auch farbig zu gestalten und sukzessive mit redaktionellen Beiträgen zu versehen. Dahinter steht der Gedanke, dass schon das Programmheft das Erlebnis Volkshochschule widerspiegeln sollte und zwar für viele Ziel- und Altersgruppen. Wir wollen die Volkshochschule präsentieren, mit ihren Angeboten, mit den Mitarbeitenden; wir wollen, dass die vhs als mitten im Leben stehend erlebt wird – als eine Bildungseinrichtung, die die Wünsche und Interessen der Bürger:innen von Jena wahrnimmt und bedient.
Die Rückmeldungen waren und sind überwiegend sehr positiv: Die einen freuen sich über unsere beiden Paradiesvögel Adam und Eva, die munter durchs Heft flattern und so manche Information preisgeben. Die anderen erfreuen sich an den anregenden Fotos und Texten. Die nächsten lieben die Haptik des Papiers. Und alle Lesenden eint die Freude am Blättern, das Schmökern in der enormen Angebotsfülle, die im Programmheft so überbordend auf den Punkt gebracht wird: Angebote aus sechs Themenbereichen (Fachbereiche genannt), die nicht zuletzt auch das bundesweite Portfolio einer Volkshochschule ausmachen.
Im Sommersemester 2026, das am 23. Februar beginnt und bis zum 6. September läuft, werden aktuell rund 450 Kurse mit etwa 7.000 Unterrichtseinheiten angeboten. Das können Kurse sein, die nur ein oder zwei Termine oder bis zu 20 Termine umfassen. Hinzu kommen 38 Einzelveranstaltungen (in der Regel Vorträge mit jeweils 2 bis 3 Unterrichtseinheiten).
Aber bereits kurz nach dem Erscheinen des Programmheftes werden weitere Kurse präsentiert, Veränderungen kundgetan. Daher ist es in jedem Fall ratsam, vor allem wenn das Semester schon etwas fortgeschritten ist, auch die Website der vhs nach Angeboten zu befragen.
Die „analogitale“ Angebotspalette reicht von Präsenz – über Hybrid – bis hin zu reinen Onlineangeboten. Hier sind wir immer wieder am Ausprobieren, um dem Bedarf gerecht zu werden und zu spüren, welche Formate unsere Interessent:innen auch nach Corona und der langen Phase ausschließlicher Onlineangebote wünschen.
Viele Teilnehmende berichten, dass sie das Programmheft nicht missen möchten, es zu Hause liegen haben und immer wieder darin blättern. Sie machen sich gern Notizen darin, um sich dann online, telefonisch, per Mail oder auch persönlich anzumelden.

Bei der Planung der Kurse orientieren sich die Mitarbeitenden natürlich an vorausgegangenen Kursen und daran, wie diese angenommen wurden. Sie haben die Bedarfe aber auch durch das Studium von Literatur, Vergleiche mit anderen Einrichtungen, durch Gespräche mit Dozent:innen, Teilnehmenden, durch Evaluationen, Fortbildungen und Austauschrunden mit anderen Kolleg:innen im Blick. Daher halten sich etablierte und ganz neue Angebote auch immer wieder in etwa die Waage.
Freuen wir uns alle nun gemeinsam auf das neue Semester und auch das Programmheft mit frühlingsfrischem grünem Umschlag und dem bundesweiten Motto „Zukunftsort vhs: Gemeinsam das Morgen gestalten“.
Denn wie seit mittlerweile 107 Jahren werden wir in der vhs Jena auch morgen und übermorgen noch am Puls der Zeit sein und ein attraktives Angebot offerieren, auf das sich die Menschen in der Region verlassen können.
Kennen Sie bereits das Angebot der Volkshochschule Jena? Auf welche Kurse freuen Sie sich besonders? Und sind Sie eher Team analoges Programmheft oder Team Website? Wie immer freuen wir uns auf Ihre Kommentare!
