Fragen und Antworten

Zwei Jahre Bauzeit – geht das nicht schneller?

Leider nein. Denn der Bauablaufplan berücksichtigt gleich mehrere Faktoren: Zum einen die Enge in der Wagnergasse. Im Abschnitt bis zur Kirche stehen gerade einmal sechs Meter Straßenraum zur Verfügung, das macht einen Kanalbau in bis zu vier Metern Tiefe schwierig. Zum anderen die besonderen Interessen von Gastronomen, Händlern und Besuchern. Deshalb wurden die Bauzeiten auf montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr beschränkt, damit die Gaststätten erreichbar bleiben. Auch wird in Etappen gebaut, statt die komplette Wagnergasse gleichzeitig ›aufzureißen‹. Das alles verlängert die Bauzeit, ist aber ein guter Kompromiss.

Warum muss so tief geschachtet werden?

Der neue Mischwasserkanal wird in der gleichen Tiefe wie der derzeitige verlegt, bis zu vier Meter in der Erde. Seine Lage richtet sich nach den Abwasserhausanschlüssen, die historisch bedingt in vielen Häusern weit unter den Kellerfußböden liegen.

Ist die Bausubstanz der Häuser gefährdet?

In der Planung wurden die historische Bebauung und die beengten Verhältnisse berücksichtigt. So ist die Baufirma zu einer vibrationsarmen Bauweise und zum Einsatz selbstverdichtenden Bodenmörtels verpflichtet. Vorsorglich wird vor Beginn der Maßnahme der Ist-Zustand der Häuser erfasst.

Wie wird ein zügiges Arbeiten gewährleistet?

Bestandteil des Vertrages mit der Baufirma ist ein Zeitplan mit festen ›Meilensteinterminen‹. Die Nichteinhaltung zieht Vertragsstrafen nach sich. Da Tiefbauarbeiten stark vom Wetter abhängen, sind Verzögerungen ohne Verschulden der Baufirma aber nicht auszuschließen.

Kann ich meine Lieblingskneipe erreichen?

Ja, dafür wollen wir alle gemeinsam sorgen. Doch werden Sie mit Einschränkungen, manchmal auch Umwegen rechnen müssen; anders ist ein solches Projekt nicht umzusetzen. Die Baustelle ruht montags bis freitags ab 18 Uhr und am Wochenende, so dass die Gaststätten erreichbar sind. Tagsüber bitten wir Sie um Rücksicht auf die Belange der Baufirmen und darum, den ausgeschilderten Fußwegen zu folgen.

Was gibt es für mich als Anwohner zu beachten?

Anwohnerverkehr ist während der Bauzeit nicht möglich. In Sonderfällen, wie pflegebedürftigen Familienmitgliedern im Haus oder geplanten Umzügen, wenden Sie sich bitte an den KSJ. Für die Müllentsorgung beschriften Sie bitte Ihre Mülltonnen. Die Baufirma bringt diese an den Abfuhrtagen ans jeweilige Baufeldende.

  1. Warum steht hier nichts von den Eingriffen in die Naturgestaltung der Wagnergasse?
    War es wirklich nötig, die großen Bäume im Anfangsbereich einfach wegzuholzen? Wie soll dadurch eine „Ruhezone“ entstehen? Da bleibt nur ungläubigs Kopfschütteln …

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