Logo von JenaKultur

15 Jahre JenaKultur

Label der Jena Lichtstadt

Kunstsammlung Jena

Den wichtigsten Bezugspunkt städtischer Kunstgeschichte bilden noch immer die Aktivitäten des früheren Jenaer Kunstvereins, der unter wechselnder Leitung von Hans Fehr, Eberhard Grisebach und Walter Dexel zwischen 1908 und 1928 der thüringischen Universitätsstadt ein Programm bot, welches qualitativ über die Region hinausreichte und in dieser Weise keine Wiederholung fand. Die Ausstellungen jener Jahre hatten deutlich und klar ein Programm: Gegenwart. Das war provokant, gescholten und begrüßt gleichermaßen – und führte von einer spannungsvollen Ausstellungspraxis, mit der Jena Geschichte schrieb, zu einer Sammlung, die von Ernst Ludwig Kirchner bis Paul Klee die Wegbereiter der Kunst des 20. Jahrhunderts vereinte und den Bürgern der Stadt zum Studium anbot.

Auguste Rodin

Skulpturen, Aquarelle und Photographien – Ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Musée National Auguste Rodin, Paris.
04.09.2005 bis 20.11.2005

August Macke & Cuno Amiet

Gemälde, Zeichnungen und Druckgraphik.
02.09.2007 bis 25.11.2007

Von Manet bis Renoir

Schätze französischer Malerei aus dem Musée du Petit Palais, Genf.
23.11.2008 bis 22.02.2009

KANDINSKY am Bauhaus

Punkt und Linie zu Fläche.
06.09.2009 bis 22.11.2009

Louise Bourgeois

Skulpturen, Zeichnungen und Druckgrafik.
04.09.2010 bis 21.11.2010

Anders Petersen

city diary. Fotografie
10.09.2011 bis 20.11.2011

Von Renoir bis Picasso

Künstler der École de Paris. Gemälde und Zeichnungen aus der Sammlung des Petit Palais, Genf
04.12.2011 bis 04.03.2012

Bjørn Melhus

I LOVE YOU. Videos 1991–2012
14.12.2013 bis 23.02.2014

Paule Hammer

Magazin und Enzyklopädie. Bilder, Objekte und Installationen
15.03.2014 bis 25.05.2014

Claire Morgan

TRY AGAIN. FAIL AGAIN. FAIL BETTER. Installationen, Objekte und Zeichnungen
07.03.2015 bis 31.05.2015

Moritz Götze

Des Knaben Wunderhorn. Bilder, Objekte und Zeichnungen
14.03.2015 bis 02.08.2015

Das Unendliche im Endlichen. Romantik und Gegenwart

Malerei, Zeichnungen, Fotografie und Installationen
30.08.2015 bis 22.11.2015

Bénédicte Peyrat

Das gewöhnliche Leben. Malerei und Fayencen
03.12.2016 bis 17.04.2017

La femme au miroir

Druckgrafik von Pierre Bonnard, Paul Cézanne, Marc Chagall, Edgar Degas, Férnand Léger, Édouard Manet, Henri Matisse, Pablo Picasso, Pierre-Auguste Renoir, Henri de Toulouse-Lautrec und anderen aus der Coninx-Stiftung, Zürich.
23.04.2016 bis 14.08.2016

Sammlung Opitz-Hoffmann

Zeichnungen, Druckgrafiken, Multiples, Fotografien und Künstlerbücher
03.09.2016 bis 20.11.2016

Es gibt nur ein Programm: Freiheit!

Kirchner, Nolde, Heckel, Schmidt-Rottluff, Amiet und Hodler. Zum 100. Todestag von Botho Graef. Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafik
03.09.2017 bis 19.11.2017

Roger Ballen

Ballenesque – a Retrospective. Fotografien und Videos
06.05.2017 bis 13.08.2017

Marc Chagall

“Ich bin sicher, Rembrandt liebt mich.” Bilder und Malerbücher von Georges Braque, Marc Chagall, Fernand Léger, Henri Matisse, Joan Miró, Pablo Picasso, Georges Rouault und anderen Künstlern

DYSTOPIA

Zum 200. Geburtstag von Karl Marx. Installationen, Zeichnungen, Fotografien, Videos
05.05.2018 bis 12.08.2019

"Das stärkste, was Morgen heute bietet."

Der Sturm in Jena. Gemälde, Zeichnungen, Druckgrafik und Skulpturen. Ein Projekt der Kunstsammlung Jena im Bauhaus-Jahr 2019.
01.09.2019 bis 17.11.2019

Zum Ansehen der Bilder die Pfeile links und rechts klicken.
© Quelle: Städtische Museen Jena

Eine der inhaltlich wichtigsten Aufgaben eines Museums ist die Arbeit mit der Sammlung und deren qualitatives Wachstum. Die in den vergangenen 15 Jahren erzielte Verdoppelung der Sammlung wäre kein Gewinn, wenn dies kein Sprung in andere Qualität wäre.

Allein die Schenkung der Sammlung Opitz-Hoffmann mit mehr als 1.000 Werken der nationalen und internationalen Gegenwartskunst führte dazu, dass die Jenaer Sammlung die seit Ernst Ludwig Kirchners Botho-Graef-Stiftung von 1918 bedeutendste Bereicherung erfuhr. Die Schenkung umfasst Arbeiten auf Papier, Zeichnungen, Druckgrafik, Fotografien, Künstlerbücher und Multiples. Von der klassischen Zeichnung bis zur konzeptionellen Plastik, vom aufklärerischen Manifest eines Joseph Beuys bis zur Landkartenüberarbeitung von Nanne Meyer steckt die Sammlung voller Überraschungen und liefert einen exzellenten Blick auf viele der innovativsten und eindrucksvollsten Positionen der deutschen und internationalen Kunst der letzten Jahrzehnte.

Hinzu kommen rund 3.000 weitere „Erwerbungen“ von mehr als 150 Künstler*innen aus dem In- und Ausland. Trotz beengter räumlicher Verhältnisse hat sich die Kunstsammlung Jena zu einer der bedeutendsten Einrichtung für die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts im Freistaat entwickelt. Die Übernahme des FORUM KONKRETE KUNST mit rund 150 Werken von Künstler*innen aus 23 Ländern steht am vorläufigen Ende dieser Kette von „Erwerbungen“, die der Jenaer Sammlung einen enormen Zuwachs an Bedeutung und Verantwortung zuweisen.

Die Qualität der Sammlung ist nach wie vor für die Öffentlichkeit nicht sichtbar, obgleich von Zeit zu Zeit Neuzugänge oder ausgewählte Werke bei passenden Ausstellungsthemen präsentiert werden. Die Städtische Kunstsammlung versteht sich heute notgedrungen als Galeriebetrieb mit angeschlossenem Sammlungsdepot. Die permanente Pflege und wissenschaftliche Bearbeitung der Sammlung ist unter den derzeitigen Bedingungen nur eingeschränkt möglich. Ziel ist es daher, ein räumlich eigenständiges Kunsthaus zu etablieren.