{"id":3478,"date":"2019-10-16T11:32:13","date_gmt":"2019-10-16T09:32:13","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.jena.de\/strassenbaubeitraege\/?p=3478"},"modified":"2019-10-16T11:38:16","modified_gmt":"2019-10-16T09:38:16","slug":"abschaffung-der-beitragserhebung-und-das-konnexitaetsprinzip-1-was-bisher-bekannt-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.jena.de\/strassenbaubeitraege\/2019\/10\/16\/abschaffung-der-beitragserhebung-und-das-konnexitaetsprinzip-1-was-bisher-bekannt-ist\/","title":{"rendered":"Abschaffung der Beitragserhebung und das Konnexit\u00e4tsprinzip (1): Was bisher bekannt ist"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Th\u00fcringer Landtag hat das neu ge\u00e4nderte Kommunalabgabengesetz zwar Mitte September verabschiedet und damit die Stra\u00dfen(aus)baubeitr\u00e4ge r\u00fcckwirkend zum 1. Januar 2019 abgeschafft &#8211; <a href=\"http:\/\/www.parldok.thueringen.de\/ParlDok\/neuedokumente\">in Kraft getreten ist es jedoch bislang nicht<\/a>. Und die vom Freistaat angek\u00fcndigte Verordnung zur Erstattung von Beitragsausf\u00e4llen der Kommunen soll erst zum Ende des Jahres in Kraft treten, wie ein Sprecher des Innenministeriums diese Woche mitteilte.<\/p>\n<p>Im Grundgesetz ist aber neben dem Gleichbehandlungsgrundsatz (= Art. 3) auch das Konnexit\u00e4tsprinzip (= Art. 104a) formuliert. Dort hei\u00dft es:<\/p>\n<blockquote>\n<p>\u201e<em>(1) Der Bund und die L\u00e4nder tragen gesondert die Ausgaben, die sich aus der Wahrnehmung ihrer Aufgaben ergeben, soweit dieses Grundgesetz nichts anderes bestimmt. \/\/\/ <\/em><em>(2) Handeln die L\u00e4nder im Auftrage des Bundes, tr\u00e4gt der Bund die sich daraus ergebenden Ausgaben. (&#8230;)&#8220;<\/em>.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Von Kommunen wird hier nicht zwar nicht direkt gesprochen, aber da diese im Grundgesetz als Teil der L\u00e4nder gelten, hat ihnen der Freistaat nach der \u00c4nderung des Th\u00fcrKAG eine <em>\u201eangemessene\u201c<\/em> Erstattung ihrer Einnahmeausf\u00e4lle zugesichert &#8211; doch bei der Frage, was als <em>\u201eangemessen\u201c <\/em>empfunden wird, gibt es offensichtlich \u2013 materiell wie zeitlich \u2013 unterschiedliche Sichtweisen.<\/p>\n<p>So zeigen sich derzeit nicht wenige kommunale Vertreter dar\u00fcber verwundert, dass die Verordnung zur Erstattung von Beitragsausf\u00e4llen der Kommunen erst so sp\u00e4t in Kraft gesetzt werden soll. Zu bef\u00fcrchten sei, wie es hie\u00df, dass die dann Anfang 2020 auflaufende hohe Zahl von Antr\u00e4gen nicht z\u00fcgig abgearbeitet werden k\u00f6nne, zumal bisher unklar ist, welcher Bereich mit wie viele MitarbeiterInnen des Landesverwaltungsamtes die Antragsflut bearbeiten soll.<\/p>\n<p>Irritationen l\u00f6ste auch die \u00c4u\u00dferung des Sprechers aus, Kommunen h\u00e4tten <em>&#8222;fr\u00fchestens im Jahr nach der Beendigung der Stra\u00dfenausbauma\u00dfnahme&#8220;<\/em> Anspruch auf Kostenersatz. Bislang durften Kommunen zur Deckung ihrer Kosten per Gesetz bereits mit Baubeginn Vorausleistungen auf den sp\u00e4teren Beitrag erheben und so m\u00f6gliche Kreditlasten mildern. Das w\u00e4re dann so nicht mehr m\u00f6glich. K\u00f6nnte auch dies einen m\u00f6glichen Versto\u00df gegen das Konnexit\u00e4tsprinzip darstellen, der eine Verfassungsklage rechtfertigen w\u00fcrde?<\/p>\n<p>Mehr Klarheit herrscht dagegen bei der Frage, wie Anlieger bezahlte Ausbaubeitr\u00e4ge (bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen) zur\u00fcckerstattet bekommen. Wie der Sprecher des Innenministeriums gegen\u00fcber der Mediengruppe Th\u00fcringen mitteilte, solle die R\u00fcckzahlung an die B\u00fcrger &#8222;nach der gesetzlichen Regelung fr\u00fchestens ab 2021&#8220; erfolgen. \/ RS<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Th\u00fcringer Landtag hat das neu ge\u00e4nderte Kommunalabgabengesetz zwar Mitte September verabschiedet und damit die Stra\u00dfen(aus)baubeitr\u00e4ge r\u00fcckwirkend zum 1. 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