{"id":939,"date":"2019-08-07T07:25:05","date_gmt":"2019-08-07T05:25:05","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/?p=939"},"modified":"2019-08-07T08:57:11","modified_gmt":"2019-08-07T06:57:11","slug":"mitarbeiterinnen-von-jenakultur-vorgestellt-heute-yvonne-krueger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/2019\/08\/07\/mitarbeiterinnen-von-jenakultur-vorgestellt-heute-yvonne-krueger\/","title":{"rendered":"MitarbeiterInnen von JenaKultur vorgestellt | Heute: Yvonne Kr\u00fcger"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Yvonne Kr\u00fcger stellt sich neuen Herausforderungen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Heute f\u00fchren wir unser Reihe &#8222;MitarbeiterInnen von JenaKultur&#8220; fort und m\u00f6chten Ihnen Yvonne Kr\u00fcger vorstellen. Seit 2000 arbeitet sie an der <a href=\"https:\/\/www.mks-jena.de\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\" (opens in a new tab)\">Musik- und Kunstschule Jena<\/a> (MKS), seit 2014 ist sie fest angestellt. Jetzt hat sie sich im Bewerbungsverfahren um die Schulleitung der MKS durchgesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sie sind schon \u2013 &nbsp;entschuldigen Sie den etwas saloppen Ausdruck \u2013 fast so etwas wie ein JenaKultur-Urgestein. Nun treten Sie in die nicht ganz kleinen Fu\u00dfstapfen von Friedrun Vollmer. Welche Erwartungen verkn\u00fcpfen Sie mit dieser neuen Funktion? <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich bin tats\u00e4chlich kein neues Gesicht in der Musik- und Kunstschule, denn mit der Schule und der <a href=\"https:\/\/www.jena.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Stadt Jena<\/a> bin ich mittlerweile seit 19 Jahren eng verbunden. 14 Jahre war ich Blockfl\u00f6tenlehrerin auf Honorarbasis und seit f\u00fcnf Jahren geh\u00f6re ich zum fest angestellten Kollegium. In dieser Zeit habe ich miterlebt, welche enorme Entwicklung die Schule innerhalb von JenaKultur genommen hat und war aktiv bei vielen Ver\u00e4nderungsprozessen mit dabei.<\/p>\n<p>In der Musik- und Kunstschule mit seinem au\u00dfergew\u00f6hnlichen und kreativen\u00a0Kollegium konnte ich in den letzten Jahren als Fachgruppenleiterin immer mehr Verantwortung \u00fcbernehmen und so habe ich zwar Respekt vor der Aufgabe, diese wunderbare Schule zu leiten, freue mich aber auch die Gesamtverantwortung zu \u00fcbernehmen und die Schule in der \u00d6ffentlichkeit zu pr\u00e4sentieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Welche Akzente werden Sie in der Arbeit der MKS setzen? Was\nhat sich bew\u00e4hrt, wor\u00fcber muss man noch einmal neu nachdenken? Und Hand aufs\nHerz: Bereitet Ihnen die Vorstellung, vom mehr Gestaltendem zum eher\nVerwaltendem zu wechseln, eigentlich auch ein bisschen Kopfzerbrechen? Welche\npers<\/strong><strong>\u00f6<\/strong><strong>nlichen Eigenschaften helfen Ihnen bei der neuen Aufgabe?<\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mir liegt daran, die Musik- und Kunstschule Jena als Einrichtung von JenaKultur in ihrer gut funktionierenden Struktur weiter zu f\u00fchren und trotzdem nicht die Augen vor Ver\u00e4nderungen in der Gesellschaft zu verschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Bei diesem beeindruckendem Portfolio der Schule fragt man sich tats\u00e4chlich, was hat sich bew\u00e4hrt und wor\u00fcber muss man noch einmal neu nachdenken.<\/p>\n<p>Prinzipiell m\u00fcssen wir unsere Sch\u00fclerwarteliste kritisch und wertfrei betrachten und sie als \u201eSeismograph\u201c f\u00fcr m\u00f6gliche Ver\u00e4nderungen sehen.<\/p>\n<p>Mir liegt viel daran, neben den gutgebildeten Akademikerfamilien, auch Sch\u00fcler*innen mit Migrationshintergrund, aus bildungsferneren Schichten und mit einer Behinderung zu erreichen. Unsere Gesellschaft wird multikultureller, was wir in unserem Unterrichtsangebot als gro\u00dfe Chance begreifen.<\/p>\n<p>Um die Familien, die beruflich stark belastet sind, zu erreichen, m\u00f6chte ich noch mehr mit den Kitas und Schulen der Stadt zusammenarbeiten, sodass wir Unterricht nicht nur in unserem Hauptgeb\u00e4ude in der Ziegenhainer Stra\u00dfe und der Au\u00dfenstelle in Lobeda, sondern auch nach dem Motto \u201eKurze Beine \u2013 kurze Wege\u201c noch mehr Unterricht vor Ort anbieten k\u00f6nnen. Ziel ist es, Projekte wie das Instrumentenkarussell, Musik- und Bewegung, Bandunterricht und neue Angebote im Bereich Kunst, Tanz und Schauspiel nachhaltig zu finanzieren und an vielen Bildungsinstitutionen in der Stadt zu verankern.<\/p>\n<p>Derzeit arbeiten wir daran, eine allgemeinbildende Schule f\u00fcr eine Bl\u00e4ser-Klasse zu finden. Die Sch\u00fcler einer Klasse lernen ihre Instrumente gemeinsam im regul\u00e4ren Musikunterricht, der dadurch sehr praxisnah und mit viel Spa\u00df zum gemeinsamen Erlebnis wird.<\/p>\n<p>Auch die Erwachsenenbildung als Teil lebenslangen Lernens in unserer kulturellen Vermittlung muss immer mehr Bedeutung erhalten, wenn man sich den demografischen Wandel der Gesellschaft vergegenw\u00e4rtigt.<\/p>\n<p>Damit einher geht auch ein st\u00e4rkeres Bewusstsein f\u00fcr flexiblere Angebotspakete. Wir diskutieren bereits \u00fcber 10er Karten, Probestunden und Halbjahreskurse. Dasselbe gilt f\u00fcr die Digitalisierung unseres Alltags.<\/p>\n<p>Weiterhin m\u00f6chte ich daf\u00fcr sorgen, dass F\u00f6rderprogramm f\u00fcr Hochbegabte, die sich auf Wettbewerbe oder f\u00fcr die Berufslaufbahn qualifizieren, weiter zu garantieren und damit unseren Standort nicht nur als Freizeiteinrichtung, sondern auch als Begabtenf\u00f6rderzentrum zu festigen. Die vielen Wettbewerbserfolge unserer Sch\u00fcler*innen mit ihrem extrem hohen k\u00fcnstlerischen wie\u00a0p\u00e4dagogischen Selbstanspruch zeugen von einer gemeinsamen intensiven Arbeit und haben eine enorme Au\u00dfenwirkung.<\/p>\n<p>Eine Herausforderung sind nach wie vor die unterschiedlichen Anstellungsverh\u00e4ltnisse von freien und festen Mitarbeitern. Ich w\u00fcrde mich f\u00fcr einen h\u00f6heren Anteil festangestellter Kolleg*innen mit dem wichtigen Leistungspaket der \u201eZusammenhangst\u00e4tigkeit\u201c einsetzen und hoffe dabei auf die Unterst\u00fctzung der Stadtpolitik, die endlich erkennen muss, dass die qualitative Aufrechterhaltung der Arbeit unserer Musik- und Kunstschule auf diesem Weg in\u00a0Gefahr ger\u00e4t.<\/p>\n<p>Das Initiieren und Begleiten von Ver\u00e4nderungsprozessen, um die Schule weiterzuentwickeln sowie die konzeptionelle Planung und Organisation von Konzerten haben mir schon immer viel Freude bereitet und meine p\u00e4dagogische Arbeit bereichert. Meine ausgepr\u00e4gte Fu\u0308hrungs- und Sozialkompetenz wird mir im Umgang mit Sch\u00fclern, Eltern und dem Kollegium von Vorteil sein.<\/p>\n<p>Die Kunst wird es aber sein, im Alltag zu bestehen und immer noch ich selbst zu bleiben.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"525\" src=\"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2019\/08\/MKSJena-ZiegenhainerStr\u00a9MKSJena-FRebner-1000x525.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-941\" srcset=\"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2019\/08\/MKSJena-ZiegenhainerStr\u00a9MKSJena-FRebner-1000x525.jpg 1000w, https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2019\/08\/MKSJena-ZiegenhainerStr\u00a9MKSJena-FRebner-500x263.jpg 500w, https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2019\/08\/MKSJena-ZiegenhainerStr\u00a9MKSJena-FRebner-768x403.jpg 768w, https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2019\/08\/MKSJena-ZiegenhainerStr\u00a9MKSJena-FRebner.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption> Musik- und Kunstschule Jena, Ziegenhainer Stra\u00dfe 52 \u00a9 MKS Jena, F. Rebner <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Gibt es etwas \u2013 eine Geschichte, Episode, Erfahrung in Ihrer\nbisherigen T\u00e4tigkeit \u2013 das Sie unseren Blog-Lesern mitteilen m<\/strong><strong>\u00f6<\/strong><strong>chten?<\/strong><strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die sparten\u00fcbergreifenden multimedialen Produktionen von Musik, Kunst, Tanz und Schauspiel geh\u00f6ren traditionell zu den Schuljahresh\u00f6hepunkten unserer Musik- und Kunstschule und haben eine enorme Innen- wie Au\u00dfenwirkung. In diesem Schuljahr nahm ich nicht nur mit meinen eigenen Sch\u00fcler*innen teil, sondern war von der ersten bis zu letzten Minute f\u00fcr dieses B\u00fchnenprojekt als Projektleiterin verantwortlich. Mit gro\u00dfer Begeisterung hielt ich die F\u00e4den zusammen und entwickelte gemeinsam mit dem Kollegium viele neue und gewagte Formate. Die Herausforderung an diesen Projekten ist, dass man bis kurz vorher nicht wei\u00df, ob alles funktioniert. In der Generalprobe war selbst das Technikteam vom <a href=\"http:\/\/www.volksbad-jena.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Volksbad<\/a> skeptisch. Aber gemeinsam schaffen wir es immer wieder und zehren das ganze Schuljahr von diesen wunderbaren Momenten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wir danken Yvonne Kr\u00fcger f\u00fcr das aufschlussreiche Interview und w\u00fcnschen Ihr viel Erfolg bei ihrer neuen Aufgabe!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Yvonne Kr\u00fcger stellt sich neuen Herausforderungen Heute f\u00fchren wir unser Reihe &#8222;MitarbeiterInnen von JenaKultur&#8220; fort und m\u00f6chten Ihnen Yvonne Kr\u00fcger vorstellen. 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