{"id":6985,"date":"2022-07-01T07:30:00","date_gmt":"2022-07-01T05:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/?p=6985"},"modified":"2022-06-30T07:50:37","modified_gmt":"2022-06-30T05:50:37","slug":"die-zusammenarbeit-mit-dem-kassablanca-team-war-wundervoll","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/2022\/07\/01\/die-zusammenarbeit-mit-dem-kassablanca-team-war-wundervoll\/","title":{"rendered":"\u201eDie Zusammenarbeit mit dem Kassablanca-Team war wundervoll!\u201c"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Solidarit\u00e4t in der Pandemie erm\u00f6glichte Unm\u00f6gliches<\/h2>\n\n\n\n<p><em>In den letzten beiden Jahren haben wir auf unseren Kan\u00e4len auch immer wieder spezielle Corona-Regelungen f\u00fcr Kulturangebote kommunizieren m\u00fcssen. Sie bedeuteten vor allem Einschr\u00e4nkungen bis hin zu kompletten Schlie\u00dfungen und dem Herunterfahren von Angeboten. Das erzeugte Traurigkeit, sp\u00e4ter Frustration, auch ein St\u00fcckweit Resignation, bei G\u00e4sten, Kund:innen und Nutzer:innen, aber ebenso und besonders bei den Macher:innen, die auf unabsehbare Zeit nicht mehr das tun konnten, was sie ausmacht und \u00fcbrigens auch ern\u00e4hrt: Kunst und Kultur.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Manche Bereiche durften \u2013 gem\u00e4\u00df der jeweils g\u00fcltigen Verordnungslage \u2013 auf Sparflamme oder virtuell mit Mundschutz und unter Einhaltung von klar definierten strengen Abstandsregelungen ein wenig weiter machen. Andere waren gezwungen, den Betrieb \u00fcber lange Distanzen komplett einzustellen, den Kontakt zueinander und zum Publikum zu verlieren. Besonders gebeutelt waren \u2013 wegen der Aerosole! \u2013 die Ch\u00f6re, aber auch Musiker:innen, vor allem diejenigen mit Blasinstrumenten, alles, was man nicht einzeln tun kann, sowieso. Pl\u00f6tzlich h\u00e4tte man ganz andere Raumgr\u00f6\u00dfen gebraucht, um irgendwie und mit gro\u00dfen Abst\u00e4nden ein wenig weiter machen zu k\u00f6nnen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Hinter den Kulissen entstanden so aber auch einerseits ganz neue Ideen, man denke an das zauberhafte digitale <a href=\"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/2020\/07\/17\/jena-und-die-welt-lernten-ukulele\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Ukulele-Projekt mit Philipp Sch\u00e4ffler<\/a> oder die <a href=\"https:\/\/www.jenakultur.de\/de\/projekte_und_festivals\/strassenpflasterfestspielwoche\/886735\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Stra\u00dfenPflasterFestSpiele<\/a>, und andererseits wuchs eine neue Art von Gemeinsinn und viel Solidarit\u00e4t in der Szene.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Von einer sehr besonderen Corona-Kooperation wollen wir heute berichten, indem wir die Beteiligten zu Wort kommen lassen. Da sind einmal die Big Bands aus der <a href=\"https:\/\/www.mks-jena.de\/de\/startseite\/548415\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Musik- und Kunstschule<\/a> <a id=\"_ftnref1\" href=\"#_ftn1\">[1]<\/a>, also Sch\u00fcler:innen, Student:innen und anderweitig berufst\u00e4tigen Hobby-Musiker:innen, die sich in ihrer Freizeit seit Jahren dem Abenteuer, ein Instrument zu erlernen, verschrieben haben, die gern miteinander musizieren. Und auf der anderen Seite die \u201ecoolen Typen\u201c des <a href=\"https:\/\/www.kassablanca.de\/startseite\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Kassablanca e.V.<\/a>, die zu Erm\u00f6glichern wurden, indem sie in komplizierten Zeiten den Nachwuchsmusiker:innen den dringend ben\u00f6tigten gro\u00dfen Probenraum zur Verf\u00fcgung stellten.<\/em><\/p>\n\n\n\n<h3><strong>1.<\/strong> <strong>Die \u201eAsylanten\u201c<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>1. 1. Der Lehrer<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p><strong><em data-rich-text-format-boundary=\"true\"><br>Wie war die Atmosph\u00e4re im Kassa?<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>Klaus Wegener (Leiter der R&amp;BBees [Rhythm and Blues Bees<\/strong>] <strong>Big Band der Musik- und Kunstschule Jena): <\/strong>Tats\u00e4chlich waren wir anfangs alle furchtbar gespannt, wie es sich wohl anf\u00fchlen w\u00fcrde, im Kassablanca zu proben. Es war sehr ungewohnt, so weit auseinander zu sitzen, wie es die Corona-Hygieneregeln vorgeschrieben haben. Aber da die Akustik im Kassablanca trotz des gro\u00dfen Saales sehr trocken ist, konnten wir uns ausgezeichnet gegenseitig h\u00f6ren, und auch die gr\u00f6\u00dfte Lautst\u00e4rke der Big Band dr\u00fcckte nie unangenehm auf die Ohren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Zusammenarbeit mit dem Kassablanca-Team war wundervoll! Es gab immer einen f\u00fcr uns zust\u00e4ndigen Menschen, der uns bei wirklich allen Problemen sofort zur Seite stand, wenn wir ihn anriefen. Aber w\u00e4hrend der Probenarbeit haben wir uns gef\u00fchlt, als w\u00e4ren wir ganz f\u00fcr uns. Mit jedem Einzelnen hatten wir einen unglaublich unkomplizierten, freundschaftlichen Umgang. F\u00fcr mich pers\u00f6nlich war es dann das I\u2013T\u00fcpfelchen, dass ich in einer Probenpause, wenn ich mir wieder mal den Mund ganz trocken geredet, gerufen oder gesungen hatte, in den Turm des Kassa hoch gehen und mir dort im Caf\u00e9 ein eisgek\u00fchltes Getr\u00e4nk kaufen konnte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Masters of Muppet: Ich steh an deiner Krippen\" width=\"900\" height=\"506\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/Zi0nH0oNa6M?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><figcaption>Die Masters of Muppet der Musik- und Kunstschule Jena mit &#8222;Ich steh an deiner Krippen&#8220;, \u00a9 Torsten Cott<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong><em>Wie m\u00fcssen wir uns die Probenarbeit vor Ort vorstellen?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Regeln waren klar. Alle sitzen sehr weit auseinander, und wir mussten aufgrund der Auflagen mit der Big Band den gesamten Raum des Kassablanca einnehmen. Alle sa\u00dfen sehr vereinzelt, aber man h\u00f6rte sich trotz alledem \u00fcberraschend gut. Die Blechbl\u00e4ser:innen hatten wegen des Kondenswassers alle ein bis zwei Lagen K\u00fcchent\u00fccher vor sich liegen. Alle Musiker:innen einschlie\u00dflich Dirigent trugen Masken bis auf nat\u00fcrlich die Bl\u00e4ser, aber auch die mussten, sobald sie ihren Platz verlassen wollten, um bei einem Kollegen etwas zu schauen oder den Saal zu verlassen, eine Maske aufsetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Da wir mit drei Big Bands hintereinander probten, gab es dazwischen Pausen zum L\u00fcften, eine Band musste erst vollst\u00e4ndig das Kassa verlassen haben, bevor die n\u00e4chste Band hinein gehen durfte. Wir durften weitgehend das Equipment der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/jenabigband.de\/de\/start\/\" target=\"_blank\">JenaBigBand<\/a> <a id=\"_ftnref2\" href=\"#_ftn2\">[2]<\/a> nutzen, die jeweils am Montag davor auch im Kassablanca proben durfte. So musste nichts doppelt im Kassa gelagert werden, und wir ersparten uns viel Transportarbeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Daf\u00fcr auch an dieser Stelle ein ganz herzlicher Dank an die Freunde von der JenaBigBand! Das war wie eine Art Gegengefallen daf\u00fcr, dass die JenaBigBand vorher (und hoffentlich auch bald wieder) in der Musik- und Kunstschule mit unserem Big Band-Equipment proben konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotzdem musste die erste Big Band jede Woche 30 Minuten fr\u00fcher zur Probe kommen, um alles aufzubauen, und die dritte Big Band musste nach der Probe meist noch 20 bis 30 Minuten bleiben, um alles wieder abzubauen. Aber unsere zuverl\u00e4ssigen und flei\u00dfigen Gastgeber:innen hatten schon gegen 15 Uhr alles vorbereitet, alle n\u00f6tigen T\u00fcren aufgeschlossen, alle n\u00f6tigen Kabel und Verst\u00e4rker bereit gelegt, und mindestens einer musste bis 21:30 Uhr bleiben, bis die dritte Big Band das Kassablanca wieder verlassen hatte. Oft fehlte bei der Probe irgendetwas, und immer fanden die freundlichen Helfer:innen im Kassablanca eine M\u00f6glichkeit auszuhelfen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"R&amp;BBees: Sunny\" width=\"900\" height=\"506\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/9MsjznVP4sk?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><figcaption>R&amp;BBees [Rhythm and Blues Bees] Big Band der Musik- und Kunstschule Jena mit &#8222;Sunny&#8220;, \u00a9 Torsten Cott<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong><em>Habt ihr euch wohlgef\u00fchlt? Was w\u00fcrdest du dir f\u00fcr die Zukunft w\u00fcnschen? Wo w\u00e4re dein idealer Probenraum f\u00fcr die Big Bands?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auf die Frage, wie wir im Ensemble mit der Corona-Situation umgehen k\u00f6nnen, hatte ich mal geantwortet: \u201eIch erlebe uns als Corona-Gewinner.\u201c Damit meinte ich damals die Chance, im Kassa proben zu d\u00fcrfen. Die Gr\u00f6\u00dfe, die Akustik, die vielen M\u00f6glichkeiten, die freundlichen Helfer:innen \u2013 das war f\u00fcr uns sehr nahe am Ideal. Nat\u00fcrlich fehlte der direkte Austausch mit den Musikschul-Kolleg:innen, ein Big Band-Mitglied schnell mal zu seinem Fachlehrer zu schicken, um bestimmte musikalische Dinge zu kl\u00e4ren oder ein Instrument zu reparieren, unser eigenes auf unsere Bed\u00fcrfnisse abgestimmtes Equipment, die Schr\u00e4nke mit dem Notenarchiv \u2013 das hat nat\u00fcrlich alles gefehlt. Und vor jeder Probe musste man sich genau \u00fcberlegen, was man wohl im Laufe der 3 Proben brauchen k\u00f6nnte und auf keinen Fall in der Musikschule vergessen d\u00fcrfte.<\/p>\n\n\n\n<p>R\u00fcckblickend hat uns das Kassa unglaublich geholfen, diese so schwierige Zeit gut zu \u00fcberstehen und jetzt spielfertig bereit zu sein, um die Stadt wieder mit Big Band-Musik zu beleben.<\/p>\n\n\n\n<p>Alle Konzerte, die wir jetzt bis zu den Sommerferien spielen, h\u00e4tten wir ohne die Chance, im Kassablanca zu proben, nicht realisieren k\u00f6nnen; vorbei ist bereits das am 25. Mai in der freien Schule Milda; es folgen:<\/p>\n\n\n\n<ul>\n<li>am <strong>3. Juli, 15:00 bis 16:30 Uhr<\/strong> im Paradies, gemeinsam mit dem Show Ballett Formel 1<\/li>\n<li>am <strong>8. Juli, 17:00 bis 19:00 Uhr<\/strong> im Heimst\u00e4ttenviertel beim Quartiersfest<\/li>\n<li>am <strong>12. Juli, 16:30 bis 17:30 Uhr<\/strong> auf dem Holzmarkt Jena<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h4><strong>1.2. Die Sch\u00fcler:innen<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"525\" src=\"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2022\/07\/jenakultur-die-zusammenarbeit-mit-dem-kassablanca-team-war-wundervoll-milo-kobe-schlagzeug-fotografin-tina-peissker-1000x525.jpg\" alt=\"Ein junger Schlagzeuger\" class=\"wp-image-7013\" srcset=\"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2022\/07\/jenakultur-die-zusammenarbeit-mit-dem-kassablanca-team-war-wundervoll-milo-kobe-schlagzeug-fotografin-tina-peissker-1000x525.jpg 1000w, https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2022\/07\/jenakultur-die-zusammenarbeit-mit-dem-kassablanca-team-war-wundervoll-milo-kobe-schlagzeug-fotografin-tina-peissker-500x263.jpg 500w, https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2022\/07\/jenakultur-die-zusammenarbeit-mit-dem-kassablanca-team-war-wundervoll-milo-kobe-schlagzeug-fotografin-tina-peissker-768x403.jpg 768w, https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2022\/07\/jenakultur-die-zusammenarbeit-mit-dem-kassablanca-team-war-wundervoll-milo-kobe-schlagzeug-fotografin-tina-peissker.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Milo Kobe, ein junger Schlagzeuger aus der MKS. \u00a9 Tina Pei\u00dfker<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Emma, 14 Jahre<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Kanntest du das Kassa vorher?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich kannte das Kassa immer nur von Erz\u00e4hlungen, von Freunden oder von meiner Familie, ich konnte mir nie so richtig etwas darunter vorstellen, aber ich ging mit einer positiven Einstellung hin und war sehr \u00fcberrascht, da es meine Erwartungen \u00fcbertraf.<\/p>\n\n\n\n<p>(Carlotta und ich haben uns dort mal zusammen umgeschaut und haben uns dann nach der Probe drau\u00dfen auf eine Bank gesetzt.)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Carlotta, 14 Jahre<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Wie war es f\u00fcr dich, im Kassa zu proben?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich fand es sch\u00f6n, im Kassa zu proben, da ich einen sehr kurzen Hinweg hatte. Au\u00dferdem finde ich, dass im Kassa eine sehr sch\u00f6ne Stimmung ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Kanntest du das Kassa vorher?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich war vorher noch nie im Kassa und kannte es nur vom H\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Henry, 14 Jahre<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Wie war es f\u00fcr dich, im Kassa zu proben?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich kann nicht so viel dazu sagen aber es war auf jeden Fall angenehm, dort zu proben, und die Atmosph\u00e4re ging klar.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Kanntest du das Kassa vorher?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nein. Ich kannte es nicht. Ich komme immer aus Weimar, und es war superpraktisch, gleich vom Bahnsteig in den Probenraum zu kommen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Karl, 10 Jahre:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Wie war es f\u00fcr dich, im Kassa zu proben?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Kassa zu proben, war sehr cool, weil ich das erste Mal in einem Club war, und ich mir vorstellen konnte, wie es w\u00e4re, dort auf der B\u00fchne zu stehen und aufzutreten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Kanntest du das Kassa vorher?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mein Papa und meine Br\u00fcder waren schon im Kassa (Konzerten und Disco).<strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>An dieser Stelle ein riesengro\u00dfes Dankesch\u00f6n an das Kassa und seine Mitarbeiter!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h3><strong>2. Die \u201eAsylgeber\u201c<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><strong><em>Was hat euch veranlasst, die 3 Big Bands der Musik- und Kunstschule aufzunehmen?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Thomas Sperling (Kassa) <\/strong><a id=\"_ftnref3\" href=\"#_ftn3\">[3]<\/a>: Zuerst kam Sebastian <a id=\"_ftnref4\" href=\"#_ftn4\">[4]<\/a> von der JenaBigBand auf uns zu und fragte, ob sie bei uns proben k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir fanden die Idee gut, und so ging es los. Da ja die Musiker:innen im regen Austausch stehen, kam die Info schlie\u00dflich auch bei der MKS an, und sie meldete sich bei uns und fragte, ob sie auch bei uns &#8222;Asyl&#8220; bekommen k\u00f6nne. Somit waren dann am Montag die JenaBigBand und am Dienstag die MKS mit drei Big Bands bei uns im Haus.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Das war sicherlich keine leichte Entscheidung. Der Big Band-Aufbau und die Lagerung der Instrumente, die Betreuung der Sch\u00fcler:innen und die Zusage f\u00fcr ein regelm\u00e4\u00dfiges Dienstagsangebot waren bestimmt eine Herausforderung.<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Entscheidung, den Musiker:innen unsere Halle zur Verf\u00fcgung zu stellen, fiel uns \u00fcberhaupt nicht schwer, da es uns wichtig ist, einmal unser Haus mit Leben zu f\u00fcllen und andererseits den Bands die M\u00f6glichkeit einzur\u00e4umen, weiterhin proben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Um das Lagern von Instrumenten zu minimieren, haben wir im Laufe der Zeit die M\u00f6glichkeit genutzt, unsere Backline (Schlagzeug, Verst\u00e4rker) zu reparieren und zu erneuern. Somit gab es auch da eine Win-win-Situation.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf jeden Fall war der Aufenthalt der Big Bands f\u00fcr uns eine Bereicherung und eine Freude, ihnen in der auch f\u00fcr sie schwierigen Zeit zu helfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Also gerne wieder, aber dann unter hoffentlich anderen Umst\u00e4nden!<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Wir hoffen, dieses Denken und Sorgen f\u00fcr- und miteinander bleibt ein positiver Bodensatz der Pandemie. Kennen Sie auch solche Beispiele, die Hoffnung machen?<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<p><a id=\"_ftn1\" href=\"#_ftnref1\">[1]<\/a> Die Jenaer Musik- und Kunstschule hat <a href=\"https:\/\/www.mks-jena.de\/de\/ensembles\/bands\/585771\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">drei Big Bands<\/a>: die Blue Beans Big Band und die Masters of Muppet, beide unter der Leitung von Georg Maus, sowie die R&amp;BBees (Rhythm and Blues Bees) unter der Leitung von Klaus Wegener.<\/p>\n\n\n\n<p><a id=\"_ftn2\" href=\"#_ftnref2\">[2]<\/a> Die <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/jenabigband.de\/de\/start\/\" target=\"_blank\">Jena&nbsp;Big Band<\/a> oder auch JenaBigBand wurde 1991 als Wolf-Friedrich-Bigband gegr\u00fcndet und verleiht also seit \u00fcber 30 Jahren mit ihrem umfangreichen musikalischen Repertoire unterschiedlichste Veranstaltungen einen besonderen Rahmen.<\/p>\n\n\n\n<p><a id=\"_ftn3\" href=\"#_ftnref3\">[3]<\/a> Der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/kassablanca gleis 1: Startseite\" target=\"_blank\">Kassablanca e.V.<\/a> oder kurz auch nur das \u201eKassa\u201c genannt, bietet&nbsp; seit 1990 neben festen Klubabenden in den Bereichen House\/Techno, Drum and Bass, HipHop und Darkwave auch Konzerte jeglicher musikalischer Couleur an und ist ein beliebter Treffpunkt f\u00fcr junge Leute. Thomas Sperling ist Mitarbeiter des Kassa und Veranstalter von Konzerten und Clubabenden und sozusagen seit den ersten Stunden, exakt seit 1992, dabei.<\/p>\n\n\n\n<p><a id=\"_ftn4\" href=\"#_ftnref4\">[4]<\/a> Gemeint ist Sebastian Paninski, Musiker in der JenaBigBand, Mitarbeiter bei JenaKultur und in j\u00fcngeren Jahren mitwirkend in der Big Band der MKS.<\/p>\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir berichten heute von einer besonderen Corona-Kooperation zwischen der Jenaer Musik- und Kunstschule und dem Kassa. Sie machte Begegnung und Musizieren m\u00f6glich, da wo die von jeweiligen gesetzlichen Pandemie-Verordnungslagen bestimmten Rahmenbedingungen eng waren. Der Bericht schlie\u00dft den Dank an die Erm\u00f6glicher, das Kassa, mit ein! <\/p>\n","protected":false},"author":22,"featured_media":7000,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,9,706,20],"tags":[884,473,508,507,277,665,882],"class_list":["post-6985","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-jenakultur","category-kultur-in-jena","category-mks","tag-big-bands","tag-corona","tag-kassa","tag-kassablanca-jena","tag-mks","tag-pandemie","tag-zusammenarbeit"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6985","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-json\/wp\/v2\/users\/22"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6985"}],"version-history":[{"count":35,"href":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6985\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7089,"href":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6985\/revisions\/7089"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7000"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6985"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6985"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6985"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}