{"id":6167,"date":"2022-03-11T07:30:00","date_gmt":"2022-03-11T06:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/?p=6167"},"modified":"2022-03-09T12:57:25","modified_gmt":"2022-03-09T11:57:25","slug":"ergebnisse-einer-befragung-zum-friedensdenkmal-und-was-aus-ihnen-folgen-koennte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/2022\/03\/11\/ergebnisse-einer-befragung-zum-friedensdenkmal-und-was-aus-ihnen-folgen-koennte\/","title":{"rendered":"Ergebnisse einer Befragung zum Friedensberg-Denkmal und was aus ihnen folgen k\u00f6nnte"},"content":{"rendered":"\n<p style=\"text-align: justify\"><em>Das Friedensberg-Denkmal oder -Mahnmal auf der als Hainberg bezeichneten Erh\u00f6hung in Jena-West besch\u00e4ftigt uns immer wieder und war auch schon mehrmals <a href=\"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/2020\/06\/24\/immer-wieder-das-friedensberg-denkmal\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Thema<\/a> in diesem Blog. Nach wie vor steht aus, inwieweit es \u00fcberformt, ver\u00e4ndert und auch weiter genutzt werden soll und kann. Unser heutiger Gastbeitrag von Herrn Dr. Bernd Martens stellt ausgehend von einer Befragung vor allem von Anwohner:innen einige \u00dcberlegungen dazu an.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p style=\"text-align: justify\">Das Friedensdenkmal in Jena ist ein erstaunliches Beispiel einer gelungenen Umwidmung eines Erinnerungsortes. Urspr\u00fcnglich als Gefallenendenkmal erbaut, nach 1933 f\u00fcr Nazi-Ausm\u00e4rsche genutzt, ist es seit 1949 als <em>Friedensdenkmal<\/em> auf dem <em>Friedensberg<\/em> in der Jenaer Stadtgesellschaft pr\u00e4sent. Gleichzeitig bietet das Denkmal seit langer Zeit einen desolaten Eindruck, der immer wieder angesprochen wird, an dem sich aber grunds\u00e4tzlich nichts \u00e4ndert. Ich werde am Schluss auf diese Problembeschreibung wieder zur\u00fcckkommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Zuvor stelle ich kurz Ergebnisse einer Befragung des <a href=\"https:\/\/www.jena-stadtgeschichte.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Jenaer Vereins f\u00fcr Stadt- und Universit\u00e4tsgeschichte<\/em><\/a> vor, in der Anwohner zum Friedensberg und -denkmal gefragt wurden. Hinsichtlich des Friedensdenkmals, das Thema dieses Beitrags, ging es um dessen Wahrnehmung und um \u00c4nderungsvorschl\u00e4ge. Im Oktober 2021 wurden 220 Frageb\u00f6gen in sechs Kindertagesst\u00e4tten in der Umgebung des Friedensberges verteilt. Die Befragung richtete sich an das Personal und die Eltern. Eine geplante, inhaltlich gleiche Befragung in einem Seniorenheim scheiterte an der Pandemielage. 98 Frageb\u00f6gen kamen zur\u00fcck, was als guter R\u00fccklauf anzusehen ist. Au\u00dferdem wurde eine kleine Stichprobe von 23 zus\u00e4tzlichen F\u00e4llen \u00fcber andere Verteiler realisiert, um einen Vergleichsma\u00dfstab zu den \u201eIntensivnutzern\u201c aus dem Umfeld der Kitas zu haben. (Weitere Hinweise zur Umfrage und eine ausf\u00fchrlichere Darstellung der Ergebnisse finden sich im <a href=\"https:\/\/www.jena-stadtgeschichte.de\/blog\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Blog des Vereins f\u00fcr Jenaer Stadtgeschichte<\/a>)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Befragung der \u201eIntensivnutzer\u201c des Friedensbergs belegt, dass es sich um ein wichtiges lokales Erholungsgebiet handelt. Wer den Friedensberg besucht, schaut auch oft beim Denkmal vorbei. Es gibt meistens keinen konkreten Anlass daf\u00fcr, sondern eher spielt Neugier eine Rolle. Kinder sind h\u00e4ufig treibende Kr\u00e4fte zum Besuch des Denkmals, weil auch sie neugierig sind oder weil sie dort ihren Interessen nachgehen m\u00f6chten. Aussagen von Befragten, die auf das Denkmal als Erinnerungsort oder als Mahnmal gegen Krieg und f\u00fcr Frieden verweisen, sind dagegen selten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Es wird vehemente Kritik am Denkmal ge\u00e4u\u00dfert: Es sei vernachl\u00e4ssigt, verm\u00fcllt, nicht einladend, insbesondere f\u00fcr Kinder sei es zudem gef\u00e4hrlich. Vandalismus und Verschandelung werden beklagt. In den Antworten, was man denn \u00e4ndern k\u00f6nne, zeigt sich in der Vielzahl von \u00c4u\u00dferungen die gro\u00dfe Unzufriedenheit mit dem Zustand des Denkmals. Vorschl\u00e4ge beziehen sich haupts\u00e4chlich darauf, der Verwahrlosung entgegen zu wirken und die Nutzung zu st\u00e4rken. Manche der vielf\u00e4ltigen Vorschl\u00e4ge lassen sich einfach umsetzen (z.B. Erkl\u00e4rungstafeln aufstellen, M\u00fcll beseitigen); andere wohl schwieriger (Schlie\u00dfung in der Nacht, Denkmal pflegen <em>und<\/em> als Spielplatz f\u00fcr Kinder herrichten); oder sie sind vermutlich kontrovers (Hundeverbot, Errichtung einer B\u00fchne mit Stromanschluss). Weitergehende Ver\u00e4nderungen, wie Eingriffe in die Vegetation, werden eher abgelehnt. Umgestaltungen der bestehenden Bausubstanz werden vereinzelt bef\u00fcrwortet, ebenso dass das Denkmal so bleiben soll, wie es jetzt ist.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"525\" src=\"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2022\/03\/jenakultur-ergebnisse-einer-befragung-zum-friedensdenkmal-und-was-aus-ihnen-folgen-koennte-kunstjena-jenakultur-chaecker-122-beschnitten-1-1000x525.jpg\" alt=\"Mit Graffiti beschmutzter Innenraum des Rondells Friedensbergdenkmal in Jena\" class=\"wp-image-6172\" srcset=\"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2022\/03\/jenakultur-ergebnisse-einer-befragung-zum-friedensdenkmal-und-was-aus-ihnen-folgen-koennte-kunstjena-jenakultur-chaecker-122-beschnitten-1-1000x525.jpg 1000w, https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2022\/03\/jenakultur-ergebnisse-einer-befragung-zum-friedensdenkmal-und-was-aus-ihnen-folgen-koennte-kunstjena-jenakultur-chaecker-122-beschnitten-1-500x263.jpg 500w, https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2022\/03\/jenakultur-ergebnisse-einer-befragung-zum-friedensdenkmal-und-was-aus-ihnen-folgen-koennte-kunstjena-jenakultur-chaecker-122-beschnitten-1-768x403.jpg 768w, https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2022\/03\/jenakultur-ergebnisse-einer-befragung-zum-friedensdenkmal-und-was-aus-ihnen-folgen-koennte-kunstjena-jenakultur-chaecker-122-beschnitten-1.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Im Inneren des Rondells \u00a9JenaKultur, C. H\u00e4cker<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<pre class=\"wp-block-preformatted has-light-grey-background-color has-background\">Innenraum Friedensbergdenkmal: Das Denkmal in Form eines Rondells, auf der Anh\u00f6he des Hainberges gelegen, ist vom Forstweg her \u00fcber eine Stufenanlage und einen von B\u00e4umen ges\u00e4umten Hauptweg zug\u00e4nglich.\nDie Anlage misst im Durchmesser 30 Meter und ist von einem ca. 2,50 m hohen Mauerring umschlossen. In der Mitte des Rondells befindet sich ein altar\u00e4hnlicher massiver Gedenksteinblock mit einer eingemei\u00dfelten Inschrift: \"DIE TOTEN DER KRIEGE MAHNEN ZUM FRIEDEN\". Auf dem Gedenkstein konnte zu besonderen Anl\u00e4ssen ein Feuer entz\u00fcndet werden. Der begehbare Mauerring kann auf zwei gegen\u00fcberliegenden Seiten durch je eine steinerne Treppe erreicht werden. Die Galerie wird nach au\u00dfen durch eine ca. ein Meter hohe steinerne Brustwehr abgeschlossen, nach innen durch ein Eisengel\u00e4nder gesichert. Das Rondell ist \u00fcber ein hohes monolithenes Portal mit schmiedeeisernem Tor zu betreten. Dar\u00fcber befindet sich eine Inschrift: \"Unseren Gefallenen 1914 | 1918\". 1949 Umwidmung des Denkmals: neue Inschrift \"Die Toten der Kriege mahnen zum Frieden\".<\/pre>\n\n\n\n<p style=\"text-align: justify\">Die Befragten sind sich relativ einig, dass das Denkmal aktuell kein angenehmer Ort ist, aber was macht man nun mit den Ergebnissen? Im Weiteren folgt meine <em>pers\u00f6nliche<\/em> Meinung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">In der Vergangenheit wurde oft argumentiert, dass sich die Probleme mit dem Friedensdenkmal architektonisch l\u00f6sen lie\u00dfen. Wenn es \u201ezeitgem\u00e4\u00dfer\u201c, \u201etransparenter\u201c, nicht so \u201eabweisend\u201c, \u201edurchl\u00e4ssiger\u201c gestaltet sei, werde es sich zum Besseren wenden. Ich halte das f\u00fcr einen Irrtum. Das Problem des Denkmals besteht meiner Ansicht nach darin, dass es <em>funktionslos<\/em> ist und zugleich \u2013 eben in seinem <em>verwahrlosten<\/em> Zustand \u2013 unser <em>gebrochenes Verh\u00e4ltnis zum Frieden<\/em> widerspiegelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Urspr\u00fcnglich als Erinnerungsort f\u00fcr <em>kollektive<\/em> Rituale gedacht, sind ganz grunds\u00e4tzlich in modernen individualisierten Gesellschaften solche Andachtsst\u00e4tten obsolet geworden. Es fehlt der <em>konkrete Anlass das Denkmal<\/em> zu besuchen, h\u00f6chsten dass man selbst bzw. die Kinder mal gucken m\u00f6chten, wie es dort aussieht. Und man stellt fest: <em>Immer noch \u2013 oder schon wieder \u2013 verwahrlost!<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Inzwischen sehe ich in diesem Zustand ein Sinnbild daf\u00fcr, dass zwar die Umwidmung des urspr\u00fcnglichen Gefallenendenkmals erfolgreich war, doch was verstehen wir heute eigentlich unter <em>Frieden<\/em>? 1949 war Frieden das Ende eines furchtbaren Weltkrieges und die Befreiung Deutschlands von einem verbrecherischen Regime durch die Alliierten, weil die deutsche Gesellschaft dazu nicht f\u00e4hig gewesen war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Heute stellen sich in Bezug auf Krieg und Frieden Fragen, die kontrovers diskutiert werden, doch auf die das Friedensdenkmal keine Antwort geben kann. Ist es richtig, den Frieden im Inneren durch den Export von Krieg in andere Regionen der Welt zu sichern? Wie in Afghanistan oder Mali. Wie kann Krieg \u00fcberhaupt verhindert werden? \u2013 Nach dem <a href=\"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/2022\/02\/26\/der-tod-tanzt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">russischen \u00dcberfall auf die Ukraine<\/a> stellt sich diese Frage ganz virulent! \u2013 Und wie k\u00f6nnen wir heute des Friedens gedenken? Manchmal kommt mir der augenblickliche heruntergekommene Zustand des Friedensdenkmals geradezu als eine Allegorie daf\u00fcr vor, dass Frieden, in einem umfassenden Sinne, mehr sein muss als die Abwesenheit von Krieg in der Region Europas, in der wir zuf\u00e4llig leben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Also, was machen mit dem Friedensdenkmal? Ich m\u00f6chte noch auf zwei Sachverhalte hinweisen:<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify\">\n<li>Anscheinend sind auch j\u00fcngere Menschen am Denkmal interessiert. Nach den Befragungsergebnissen suchen Kinder durchaus das Denkmal auf und zwar nicht zur p\u00e4dagogischen Belehrung, sondern um ihrer Neugier, ihren Interessen an einem geheimnisvollen Ort oder dem Spiel nachzugehen. Und ebenso nutzen Jugendliche das Denkmal auf ihre Art, nur werden deren expressive Interventionen (meistens) als nicht angemessen angesehen.<\/li>\n<li>Viele Befragte beklagen die fehlenden M\u00f6glichkeiten, das Denkmal \u00fcberhaupt sinnvoll zu nutzen, denn das setzt Infrastruktur voraus. Es f\u00e4ngt bei Sitzb\u00e4nken an und k\u00f6nnte \u2013 wenn man den Vorschl\u00e4gen der Befragten folgt \u2013 bis zu Spielger\u00e4ten f\u00fcr Kinder oder einer professionellen B\u00fchne gehen.<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify\">Schlie\u00dflich m\u00f6chte ich selber noch drei Vorschl\u00e4ge machen:<\/p>\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify\"><em>Detaillierte Informationstafeln<\/em>, welche sich nicht auf die Baugeschichte beschr\u00e4nken, sondern die mehr als 70 Jahre Friedensdenkmal zum Schwerpunkt haben. Au\u00dferdem k\u00f6nnte man so eine \u00d6ffentlichkeit, die es bereits bis zum Denkmal geschafft hat, beispielsweise mit den Vorschl\u00e4gen zur Umgestaltung, die der Stadthistoriker Dr. Stutz im Bauaktenarchiv gefunden hat, oder dem Konzept von Benjamin Walter bekannt machen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify\"><em>Sitzb\u00e4nke!<\/em> Ein Friedensdenkmal ohne jegliche M\u00f6glichkeit der Kontemplation ist widersinnig.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify\">Freigabe f\u00fcr die Gestaltung des Denkmals durch Graffitis, nach deren k\u00fcnstlerischer Qualit\u00e4t. Das hei\u00dft, Schmierereien werden entfernt, <em>k\u00fcnstlerische<\/em> Interventionen durch Sprayer werden gef\u00f6rdert.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"525\" src=\"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2022\/03\/jenakultur-ergebnisse-einer-befragung-zum-friedensbergdenkmal-und-was-aus-ihnen-folgen-koennte-foto3-beschnitten-1-1000x525.jpg\" alt=\"Graffitti im Friedensbergrondell\" class=\"wp-image-6182\" srcset=\"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2022\/03\/jenakultur-ergebnisse-einer-befragung-zum-friedensbergdenkmal-und-was-aus-ihnen-folgen-koennte-foto3-beschnitten-1-1000x525.jpg 1000w, https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2022\/03\/jenakultur-ergebnisse-einer-befragung-zum-friedensbergdenkmal-und-was-aus-ihnen-folgen-koennte-foto3-beschnitten-1-500x263.jpg 500w, https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2022\/03\/jenakultur-ergebnisse-einer-befragung-zum-friedensbergdenkmal-und-was-aus-ihnen-folgen-koennte-foto3-beschnitten-1-768x403.jpg 768w, https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2022\/03\/jenakultur-ergebnisse-einer-befragung-zum-friedensbergdenkmal-und-was-aus-ihnen-folgen-koennte-foto3-beschnitten-1.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Immer wieder Vandalismus und Verschmutzung im Friedensbergdenkmal | \u00a9Dr. Bernd Martens<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Meines Erachtens l\u00e4uft das auf zwei Handlungsoptionen hinaus, die \u00fcberdies den Vorteil besitzen, dem Denkmalschutz zu gen\u00fcgen:<\/p>\n\n\n\n<p><em>Entweder<\/em> bleibt der Zustand wie bisher. Doch dann w\u00e4re es nur konsequent, das Tor zu schlie\u00dfen, um unliebsame Nutzungen zu unterbinden und die laufenden Kosten gering zu halten. Vielleicht w\u00fcrden k\u00fcnftige Generationen einen besseren Umgang mit dem Denkmal finden.<em> Oder<\/em> das Denkmal wird f\u00fcr Aktivit\u00e4ten ge\u00f6ffnet, die von einer Mehrheit der Stadtgesellschaft als friedlich und angemessen angesehen werden. Dann muss allerdings die Diskussion dar\u00fcber gef\u00fchrt werden, was \u201eangemessen\u201c ist, und die entsprechende Infrastruktur muss zur Verf\u00fcgung gestellt werden. Um es in Schlagworten zu sagen: <em>Das Friedensdenkmal w\u00fcrde zum friedlichen \u201eErfahrungsraum\u201c<\/em>, ein Konzept, das im \u00dcbrigen manchen modernen Denkm\u00e4lern zugrunde liegt.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n\n<p><em>Das Thema, wie wir angemessen mit Erinnerunsgorten, Denkmalen und generell mit Kunst im \u00f6ffentlichen Raum umgehen sollten, ist ein immerw\u00e4hrendes. Pauschale Antworten sind schwierig. Gleichwohl w\u00fcrden wir uns freuen, wenn Sie sich zum Friedensberg-Denkmal im speziellen und zur Wortmeldung von Herrn Dr. Martens im besonderen \u00e4u\u00dfern und mit uns ins Gespr\u00e4ch kommen w\u00fcrden.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Friedensberg-Denkmal oder -Mahnmal auf der als Hainberg bezeichneten Erh\u00f6hung in Jena-West besch\u00e4ftigt uns immer wieder und war auch schon mehrmals Thema in&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":22,"featured_media":6222,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,11,9,706,10,358],"tags":[540,539,77,839],"class_list":["post-6167","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-denkmale","category-jenakultur","category-kultur-in-jena","category-kulturpolitik","category-stadtgeschichtsforschung","tag-friedensberg","tag-kunst-im-oeffentlichen-raum","tag-stadtgeschichte","tag-umfrage"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6167","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-json\/wp\/v2\/users\/22"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6167"}],"version-history":[{"count":23,"href":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6167\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6224,"href":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6167\/revisions\/6224"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-json\/wp\/v2\/media\/6222"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6167"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6167"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6167"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}