{"id":19453,"date":"2026-06-17T12:00:00","date_gmt":"2026-06-17T10:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/?p=19453"},"modified":"2026-06-09T07:52:21","modified_gmt":"2026-06-09T05:52:21","slug":"mut-und-widerstand-in-jena-1983-30-jahre-plus-1-tag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/2026\/06\/17\/mut-und-widerstand-in-jena-1983-30-jahre-plus-1-tag\/","title":{"rendered":"Mut und Widerstand in Jena 1983 \u2013\u2013 30 Jahre plus 1 Tag"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Anl\u00e4sslich des 3. Oktober 2025, also anl\u00e4sslich 35 Jahren Deutsch-deutsche Wiedervereinigung, fand in der Jenaer <a href=\"https:\/\/www.stadtbibliothek-jena.de\/de\/startseite\/700073\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ernst-Abbe-B\u00fccherei<\/a> eine Veranstaltung zum Thema <a href=\"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/2025\/10\/03\/jenaer-lebenswege-vor-und-nach-der-wiedervereinigung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8222;Jenaer Lebenswege vor und nach der Wiedervereinigung&#8220;<\/a> statt. Eine Gespr\u00e4chspartnerin damals war Monika Lembke, Ideengeberin und Mitbegr\u00fcnderin des sogenannten <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wei%C3%9Fer_Kreis_(DDR)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wei\u00dfen Kreises<\/a> und Autorin des Buches \u201eWir dulden noch viel zu viel. Der Wei\u00dfe Kreis \u2013 Ein stiller Protest, der in die Freiheit f\u00fchrte\u201c (Paramon Verlag, 2024). Sie m\u00f6chte gern an dieser Stelle die Informationen zum Wei\u00dfen Kreis vertiefen und hat uns freundlicherweise den folgenden sehr pers\u00f6nlichen Text gesandt. Wir platzieren ihn wiederum im Umfeld eines denkw\u00fcrdigen Datums, dem 17. Juni.<\/em><\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"640\" height=\"427\" src=\"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2026\/06\/jenakultur-mut-und-widerstand-in-jena-1983-30-jahre-plus-1-tag-49-fotomonika-lembke.jpeg\" alt=\"Monika Lembke\" class=\"wp-image-19495\" srcset=\"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2026\/06\/jenakultur-mut-und-widerstand-in-jena-1983-30-jahre-plus-1-tag-49-fotomonika-lembke.jpeg 640w, https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2026\/06\/jenakultur-mut-und-widerstand-in-jena-1983-30-jahre-plus-1-tag-49-fotomonika-lembke-500x334.jpeg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Monika Lembke \u00a9privat<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Am 17. Juni 1953 streikten Arbeiter in der DDR gegen das SED-Regime \u2013 auch in Jena. Der Volksaufstand wurde brutal niedergeschlagen. Doch der Mut, Widerstand zu leisten, lie\u00df sich nicht niederhalten. Drei\u00dfig Jahre und einen Tag sp\u00e4ter, am 18. Juni 1983, war Jena erneut ein Ort des Widerstands \u2013 lautlos, ohne Transparente, ohne Sprechch\u00f6re. Und dennoch mit Folgen, die die DDR ersch\u00fctterten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich geh\u00f6rte zu den Menschen, die das verlogene DDR-System ablehnten. Deshalb entschied ich mich, 1982 einen Ausreiseantrag zu stellen, um dieses Land gemeinsam mit meiner Familie zu verlassen. Im M\u00e4rz 1983 nahm sich mein Sohn das Leben, da er nach unserer Antragstellung den Schikanen in seiner Schule nicht gewachsen war.<\/p>\n\n\n\n<p>Was viele nicht wissen: An den Schulen der DDR war die <a href=\"https:\/\/www.bundesarchiv.de\/themen-entdecken\/online-entdecken\/staatssicherheit\/was-war-die-stasi\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stasi<\/a> systematisch pr\u00e4sent, mitten unter den Lehrern. Schulleiter und P\u00e4dagogen wurden als sogenannte FIM (F\u00fchrungs-Inoffizieller-Mitarbeiter) eingesetzt, die ihrerseits ein Netz von Informanten um sich herum aufbauten und kontrollierten. An der Spezialschule Carl Zeiss, die unser Sohn besuchte, war dies keine Ausnahme, sondern gelebte Praxis. Dr. Winfried Leiterer war Direktor dieser Schule und gleichzeitig ein F\u00fchrungs-IM (FIM). Er f\u00fchrte und kontrollierte ca. 30 Spitzel, alle an den Schulen in Jena. Die Stasi-Akten, die ich sp\u00e4ter \u2013 auf Basis von Forschungsantr\u00e4gen bei der BStU \u2013 einsehen konnte, umfassten allein zu dieser Schule Hunderte von Seiten.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber Jahre hinweg hatte ich die Schuld f\u00fcr den Tod meines Sohnes allein bei mir selbst gesucht. Doch in meinen Gespr\u00e4chen mit Oppositionellen aus Jena wurde mir bewusst, dass auch er ein Leidtragender des DDR-Regimes war. Nun wollte ich genauer hinschauen, und so begab ich mich auf die Spurensuche. Ich stellte noch einen zweiten Forschungsantrag bei der Bundesbeauftragten f\u00fcr die Stasi-Unterlagen (BStU) zum Thema: &#8222;Zersetzung von Familien, die einen Ausreiseantrag gestellt haben.&#8220; Die Auswertung dieser Akten lieferte mir umfangreiche Erkenntnisse zu den Ereignissen in Jena w\u00e4hrend der 1980er Jahre.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann, im April 1983, kam das Verh\u00f6r in der Abteilung Inneres in einem Schulungssaal. Eine Frau sa\u00df ganz hinten im Raum und schrieb alles mit. Erh\u00f6ht auf der B\u00fchne dieses Saales sa\u00df ein junger Stasi-Typ in einem langen schwarzen Ledermantel rittlings auf einem Stuhl. Dieser Anblick war f\u00fcr mich erschreckend. Solche Bilder kannte ich nur aus Nazifilmen. Ganz freundlich sagte er: &#8222;Also gucken Sie mal, Sie sind doch selber schuld. Warum haben Sie denn einen Ausreiseantrag gestellt? Ist doch klar, dass sich Ihr Sohn jetzt umgebracht hat. Und denken Sie ja nicht, dass Sie jetzt rauskommen.&#8220; Auf dem Amt f\u00fcr Arbeit sagte mir ein Stasi-Herr in sehr freundlicher Art: &#8222;Ihr Ausreiseantrag ist f\u00fcr immer und ewig abgelehnt, und Sie wissen ja: Sie werden wieder eingegliedert, Sie kommen sowieso nicht raus, denn Sie sind ja weder kriminell noch asozial.&#8220; Er erkl\u00e4rte mir dann, dass es eine &#8222;Wiedereingliederungskommission&#8220; gibt, die &#8222;solche wie uns&#8220; wieder eingliedern w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Mein Sohn war tot, ich wurde stigmatisiert, es folgten Verh\u00f6re. Das musste ein Ende haben. Ich hatte eine Idee: Wir stellen uns auf einen Platz, da werden wir schon Aufmerksamkeit erreichen.<\/p>\n\n\n\n<h2><strong>Was dann geschah<\/strong><\/h2>\n<p>Wir trafen in dieser Zeit immer wieder andere Ausreiseantragsteller mit gleichen Sorgen und Schwierigkeiten. Fristlose Entlassungen, keine Arbeit und ewiges Warten, dann die Angst vor weiteren Repressalien. Man durfte auf keinen Fall den Mut verlieren. F\u00fcr den Abend des 11. Juni 1983 verabredeten wir uns in einer Runde mit weiteren Antragstellern: Michael Gerber, Kerstin Hergert, R\u00fcdiger und Hannelore Studanski, Katrin und Uwe Stiem und Monika und Bernd Schr\u00f6der. Verzweifelt suchten wir nach dem richtigen Weg, die Ausreise zu erhalten, ohne uns in Gefahr zu begeben. Wir redeten uns die K\u00f6pfe hei\u00df, wie wir endlich aus diesem Staat herauskommen k\u00f6nnten. Mir kam dann wieder meine Idee in den Sinn, die ich schon einmal ge\u00e4u\u00dfert hatte: Wir gehen in die \u00d6ffentlichkeit und stellen uns einfach auf einen zentralen Platz. Damit wollte ich mich unbedingt durchsetzen. Es sollte ein stummer Kreis ohne Transparente sein. Als Zeichen des gewaltlosen Protests wollten wir wei\u00dfe T-Shirts tragen. Wir wollten aktiv etwas gegen den Staat tun, uns gegen die Staatsmacht auflehnen und endlich nein sagen. Gleichzeitig wollten wir keinen Anlass bieten, sofort verhaftet zu werden \u2013 wir wollten still sein.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"922\" src=\"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2026\/06\/Titel-Foto-Weisser-Kreis.jpg\" alt=\"Der Wei\u00dfe Kreis auf dem Platz der Kosmonauten mit Zuschauern in Jena\" class=\"wp-image-19557\" style=\"aspect-ratio:1.3015079365020772;width:538px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2026\/06\/Titel-Foto-Weisser-Kreis.jpg 1200w, https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2026\/06\/Titel-Foto-Weisser-Kreis-500x384.jpg 500w, https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2026\/06\/Titel-Foto-Weisser-Kreis-1000x768.jpg 1000w, https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2026\/06\/Titel-Foto-Weisser-Kreis-768x590.jpg 768w, https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2026\/06\/Titel-Foto-Weisser-Kreis-898x690.jpg 898w\" sizes=\"auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Der Wei\u00dfe Kreis auf dem Platz der Kosmonauten mit Zuschauern in Jena  | \u00a9BStU\/Stasi-Unterlagen-Archiv<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Am 18. Juni 1983, einem Samstag um 9 Uhr morgens, standen wir zum ersten Mal auf dem Platz der Kosmonauten \u2013 dem heutigen Eichplatz \u2013 12 Menschen in wei\u00dfer Kleidung, schweigend, voller Angst.<br>Woche f\u00fcr Woche kamen wir wieder. Es gab zwischendurch Absprachen und konspirative Treffen. Es durfte nichts schiefgehen. Die Stasi beobachtete, setzte unter Druck, suchte die R\u00e4delsf\u00fchrer. Am 5. Samstag erreichte unser Widerstand den Westen: Die Medien berichteten \u00fcber den Wei\u00dfen Kreis. Am sechsten Samstag standen pl\u00f6tzlich 180 Menschen auf dem Platz \u2013 aus Jena, aus Th\u00fcringen, aus vielen Orten der DDR.<\/p>\n\n\n\n<p>Am siebten Samstag griff die Staatssicherheit durch \u2013 34 Personen wurden verhaftet. Am 10. August 1983 durften mein Mann und ich legal ausreisen. Insgesamt erhielten damals 143 Menschen aus Jena die Genehmigung \u2013 das Regime wollte uns \u201eSt\u00f6renfriede\u201c loswerden.<\/p>\n\n\n\n<h2><strong>Warum 1984 die Lawine rollte<\/strong><\/h2>\n<p>Die Stasi dachte: Mit der massiven Entlassung von 143 feindlich negativen Kr\u00e4ften im August 1983 w\u00e4re das Ausreiseproblem gel\u00f6st. Doch die Geschichte zeigte: Das war erst der Anfang. Die in Gang geratene Bewegung war nicht mehr aufzuhalten. In Jena und vielen anderen St\u00e4dten der DDR bildeten sich erste Ausreisegruppen. Die Ausreisewilligen \u00fcbernahmen in den folgenden Jahren bis zum Mauerfall die Protestformen des Wei\u00dfen Kreises, um ihrem Ausreisebegehren Nachdruck zu verleihen.<br>Was danach geschah, ist aus den Akten belegbar:<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"538\" height=\"481\" src=\"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2026\/06\/weissesLaken-J.A.jpeg\" alt=\"Wei\u00dfes Laken als Zeichen des Protests\" class=\"wp-image-19507\" srcset=\"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2026\/06\/weissesLaken-J.A.jpeg 538w, https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2026\/06\/weissesLaken-J.A-500x447.jpeg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 538px) 100vw, 538px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Ein wei\u00dfes Bettlaken als Zeichen des stillen Protests des sogenannten Wei\u00dfes Kreises | \u00a9BStU\/Stasi-Unterlagen-Archiv (Mediathek)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"640\" height=\"386\" src=\"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2026\/06\/12-Abb.1Anzahl-U\u0308bersiedler10.05.2024.jpeg\" alt=\"Anzahl-U\u0308bersiedler aus der DDR in die BRD seit dem Mauerbau 1961\" class=\"wp-image-19505\" srcset=\"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2026\/06\/12-Abb.1Anzahl-U\u0308bersiedler10.05.2024.jpeg 640w, https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2026\/06\/12-Abb.1Anzahl-U\u0308bersiedler10.05.2024-500x302.jpeg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Anzahl der \u00dcbersiedler aus der DDR in die BRD seit dem Mauerbau 1961 | Quelle: Monika Lembke, \u201eWir dulden noch viel zu viel\u201c, Paramon Verlag 2024, S. 167.<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Die Zahl der Ausreiseantr\u00e4ge in der DDR vervierfachte sich. Von rund 14.800 im Jahr 1983 auf \u00fcber 57.500 im Jahr 1984. Das war keine Folge des Helsinki-Abkommens von 1975. Das war die direkte Wirkung dessen, was in Jena begann: Menschen sahen, dass \u00f6ffentlicher, gewaltloser Widerstand m\u00f6glich war. Wei\u00dfe T-Shirts, wei\u00dfe Fahnen, wei\u00dfe B\u00e4nder wurden zum Symbol der Ausreisebewegung in der gesamten DDR. Diese Lawine war nicht mehr aufzuhalten. Das SED-Regime wurde von innen destabilisiert \u2013 nicht erst durch die Botschaftsfl\u00fcchtlinge im Herbst 1989, sondern durch das, was sechs Jahre fr\u00fcher auf einem Platz in Jena begann.<\/p>\n\n\n\n<h2><strong>Was vergessen wird<\/strong><\/h2>\n<p>Die Geschichte des Widerstands in der DDR beginnt in den Erz\u00e4hlungen meist mit dem Herbst 1989: den Montagsdemonstrationen, den Botschaftsfl\u00fcchtlingen, dem Mauerfall. Das ist richtig \u2013 aber es ist nicht vollst\u00e4ndig. Die Geschichte des Wei\u00dfen Kreises muss in die Geschichtsb\u00fccher eingehen \u2013 als Widerstand und Mut der Menschen in Jena 1983. Es ist nicht genug, den Mauerfall zu kennen. Man muss auch wissen, wer die Steine ins Rollen gebracht hat.<\/p>\n<p>1983 gab es in Jena bereits den ersten organisierten \u00f6ffentlichen Widerstand. Es waren Menschen, die zeigten: Wir dulden noch viel zu viel.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: right\"><br>Monika Lembke<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"750\" src=\"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2025\/09\/jenakultur-buchcoverjenakultur-buchcoverjenakultur-1000x750.jpg\" alt=\"Buchcover von &quot;Wir dulden noch viel zu viel&quot; in Lila mit gelber Schrift\" class=\"wp-image-17795\" srcset=\"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2025\/09\/jenakultur-buchcoverjenakultur-buchcoverjenakultur-1000x750.jpg 1000w, https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2025\/09\/jenakultur-buchcoverjenakultur-buchcoverjenakultur-500x375.jpg 500w, https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2025\/09\/jenakultur-buchcoverjenakultur-buchcoverjenakultur-768x576.jpg 768w, https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2025\/09\/jenakultur-buchcoverjenakultur-buchcoverjenakultur-920x690.jpg 920w, https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2025\/09\/jenakultur-buchcoverjenakultur-buchcoverjenakultur-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2025\/09\/jenakultur-buchcoverjenakultur-buchcoverjenakultur-790x593.jpg 790w, https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2025\/09\/jenakultur-buchcoverjenakultur-buchcoverjenakultur.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Monika Lembkes Ver\u00f6ffentlichung zum Wei\u00dfen Kreis in Jena erschien 2024 im Paramon Verlag  | Buchcover \u00a9JenaKultur<br><br>Zu diesem Buch gibt es unterdessen eine von der Autorin erarbeitete Handreichung f\u00fcr Lehrkr\u00e4fte als Unterrichtsmaterial f\u00fcr die F\u00e4cher Geschichte, Sozialkunde, Poltik und Ethik der Jahrgangsstufen 10 bis 12.<br><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n\n\n<p><span style=\"color: #002e7a\"><b>Vita Monika Lembke:<\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #002e7a\">Monika Lembke, geboren 1946, stellte 1982 mit ihrer Familie in der ehemaligen DDR einen Ausreiseantrag, war Ideengeberin und Mitbegr\u00fcnderin des Wei\u00dfen Kreises in Jena und konnte mit ihrer Familie 1983 in die Bundesrepublik ausreisen. Ihr Sohn nahm sich im M\u00e4rz 1983 das Leben. Sie lebte in Aachen, studierte, arbeitete als Grafikdesignerin und f\u00fchrte eine Kunstgalerie. Dokumente ihrer Familiengeschichte befinden sich im &#8222;Zeitgeschichtlichen Forum&#8220; in Leipzig. F\u00fcr die Jenaer Zeitschrift &#8222;Gerbergasse 18&#8220; schrieb sie den Artikel &#8222;Gegen das Vergessen&#8220;. Als Zeitzeugin erz\u00e4hlt sie ihre Geschichte in Schulen und Bildungsforen f\u00fcr politische Bildung. Seit 2009 lebt sie in Leipzig.<\/span><\/p>\n\n\n\n\n\n<p><em>Liebe Leser:innen, wie geht es Ihnen? Dieses Schicksal hat uns betroffen gemacht und zugleich mit Hochachtung vor dem Mut der Mitglieder des Wei\u00dfen Kreises erf\u00fcllt. Geschichte muss pr\u00e4sent bleiben, damit aus ihren Erfahrungen Schlussfolgerungen f\u00fcr Gegenwart und Zukunft gezogen werden k\u00f6nnen. Vielleicht haben Sie auch Erlebnisse, die Sie mit uns teilen m\u00f6chten? Wir freuen uns und danken zugleich Monika Lembke f\u00fcr diesen Text.<\/em><\/p>\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anl\u00e4sslich des 3. 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