{"id":17142,"date":"2025-07-14T07:30:00","date_gmt":"2025-07-14T05:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/?p=17142"},"modified":"2025-07-11T14:23:54","modified_gmt":"2025-07-11T12:23:54","slug":"helene-petrenz-erste-bibliothekarin-der-jenaer-lesehalle-und-volksbibliothek","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/2025\/07\/14\/helene-petrenz-erste-bibliothekarin-der-jenaer-lesehalle-und-volksbibliothek\/","title":{"rendered":"Helene Petrenz: \u201eErste Bibliothekarin\u201c der Jenaer Lesehalle und Volksbibliothek"},"content":{"rendered":"\n<h2><strong>Ihre vorbildliche Arbeit fand deutschlandweite Anerkennung<\/strong><\/h2>\n<p>Am 1. Juli dieses Jahres wurde am Ostfl\u00fcgel des <a href=\"http:\/\/www.volkshaus-jena.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Volkshauses Jena<\/a> eine Tafel enth\u00fcllt, die an das Leben und Wirken von Helene Petrenz als \u201eErste Bibliothekarin\u201c der \u00d6ffentlichen Lesehalle und Volksbibliothek zu Jena in den Jahren 1899 bis 1914 erinnert.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-medium\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"443\" height=\"500\" src=\"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2025\/07\/jenakultur-helene-petrenz-erste-bibliothekarin-der-jenaer-lesehalle-und-volksbibliothek-foto-5-helene-petrenz-universite-sante-paris-443x500.jpg\" alt=\"Helene Petrenz\" class=\"wp-image-17159\" srcset=\"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2025\/07\/jenakultur-helene-petrenz-erste-bibliothekarin-der-jenaer-lesehalle-und-volksbibliothek-foto-5-helene-petrenz-universite-sante-paris-443x500.jpg 443w, https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2025\/07\/jenakultur-helene-petrenz-erste-bibliothekarin-der-jenaer-lesehalle-und-volksbibliothek-foto-5-helene-petrenz-universite-sante-paris-886x1000.jpg 886w, https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2025\/07\/jenakultur-helene-petrenz-erste-bibliothekarin-der-jenaer-lesehalle-und-volksbibliothek-foto-5-helene-petrenz-universite-sante-paris-768x867.jpg 768w, https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2025\/07\/jenakultur-helene-petrenz-erste-bibliothekarin-der-jenaer-lesehalle-und-volksbibliothek-foto-5-helene-petrenz-universite-sante-paris-611x690.jpg 611w, https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2025\/07\/jenakultur-helene-petrenz-erste-bibliothekarin-der-jenaer-lesehalle-und-volksbibliothek-foto-5-helene-petrenz-universite-sante-paris.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 443px) 100vw, 443px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">aus Schroeder, Richard. H.: Aus deutschen Universit\u00e4ten (Jena 1906)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><strong>Wer war Helene Petrenz?<\/strong><\/p>\n<p>Lange Zeit war ihr Name nur den gr\u00fcndlichen Leser:innen der 1996 erschienenen \u201eChronik der Ernst-Abbe-B\u00fccherei und Lesehalle zu Jena\u201c bekannt. H\u00e4tte man Passant:innen auf Jenas Stra\u00dfen und Pl\u00e4tzen befragt, wer denn Helene Petrenz gewesen sei, man h\u00e4tte ein Achselzucken oder Kopfsch\u00fctteln zur Antwort bekommen. Ihr Name war mehr als 100 Jahre nach ihrem fr\u00fchen Tod 1914 nicht mehr im kulturellen Ged\u00e4chtnis der Stadt Jena pr\u00e4sent. Und in der von M\u00e4nnern dominierten Bibliotheksgeschichte wird ihr eher eine Nebenrolle zugewiesen.<\/p>\n<p>Das begann sich zu \u00e4ndern, als die <a href=\"https:\/\/fim.htwk-leipzig.de\/fakultaet\/personen\/professorinnen-und-professoren\/andrea-nikolaizig\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Leipziger Professorin f\u00fcr Bibliotheks- und Informationswissenschaft, Andrea Nikolaizig<\/a> und ihre Studentin, Annika Kohl, sich auf Spurensuche begaben, um mehr \u00fcber Helene Petrenz in Erfahrung zu bringen. Sie wollten N\u00e4heres \u00fcber deren Kindheit, Jugend und Ausbildung erkunden, wollten die Umst\u00e4nde ergr\u00fcnden, unter denen sie ein Jahr vor der Wende zum 20. Jahrhundert als \u201eErste Bibliothekarin\u201c in Jena eingestellt wurde, und sie wollten wissen, wie eine Frau im deutschen Kaiserreich Beruf, Ehe und Familie vereinbaren konnte. Als Annika Kohl begann, f\u00fcr ihre 2021 erfolgreich abgeschlossene Bachelorarbeit zu recherchieren, konnte noch niemand ahnen, wie umfangreich das Material \u00fcber Helene Petrenz sein w\u00fcrde, das sie gemeinsam mit Andrea Nikolaizig zu Tage f\u00f6rdern w\u00fcrde. Besonders wertvoll waren Dokumente aus dem Besitz der Familie, die Ina L\u00fcck, die Urenkelin von Helene Petrenz, den Autorinnen zur Verf\u00fcgung stellte. Ebenso wichtig waren die Vorstandsprotokolle des Lesehallenvereins, die Kristian Philler im Nachlass der Druckerei Lochmann entdeckt hatte. Darin konnten die Autorinnen die genauen Umst\u00e4nde nachlesen, die 1899 zur Einstellung von Helene Petrenz als \u201eErste Bibliothekarin\u201c f\u00fchrten. So gelang es Andrea Nikolaizig und Annika Kohl, p\u00fcnktlich zum Einzug der <a href=\"https:\/\/www.stadtbibliothek-jena.de\/de\/startseite\/700073\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ernst-Abbe-B\u00fccherei Jena<\/a> in das neue Geb\u00e4ude \u201eEngelplatz 2 \/ Neugasse 32\u201c ihr Buch \u201eHelene Petrenz und die Ernst-Abbe-B\u00fccherei Jena 1865 \u20131899 \u2013 2023\u201c vorzulegen und der Bibliothek als Geschenk zu \u00fcberreichen. Der Veranstaltungsraum der Ernst-Abbe-B\u00fccherei im neuen attraktiven Bibliotheksgeb\u00e4ude tr\u00e4gt seit dem 25. M\u00e4rz 2024 den Namen \u201eHelene-Petrenz-Saal\u201c. Bibliotheksleiterin Katja M\u00fcller l\u00e4sst bei ihren vielen F\u00fchrungen keine Gelegenheit verstreichen, um an Helene Petrenz und ihre Bedeutung f\u00fcr die Jenaer und deutschlandweite Bibliotheksgeschichte zu erinnern.<\/p>\n<p><strong>Was haben Andrea Nikolaizig und Annika Kohl \u00fcber Helene Petrenz herausgefunden?<\/strong><\/p>\n<p>Sie wurde am 23. Mai 1865 als f\u00fcnftes Kind des Ehepaares Carl Hermann und Ottilie Amalie Marchand im damals ostpreu\u00dfischen Tilsit geboren. Ihre beiden Br\u00fcder Emil und Fritz besuchten das Gymnasium und nahmen sp\u00e4ter ein Studium auf. M\u00e4dchen und junge Frauen hatten es in jenen Jahren deutlich schwerer als ihre m\u00e4nnlichen Geschwister. Die erste Studentin an einer deutschen Universit\u00e4t war Johanna Kappes. Sie wurde am 28. Februar 1900 an der Albert-Ludwigs-Universit\u00e4t Freiburg immatrikuliert. In Jena durften erst ab 1907 Frauen immatrikuliert werden, vorher gab es lediglich Gasth\u00f6rerinnen.<\/p>\n<p>Helene Marchand besuchte von 1881 bis 1883 ein Lehrerinnenseminar in Tilsit und arbeitete anschlie\u00dfend vier Jahre in zwei unterschiedlichen Haushalten als Privatlehrerin. Danach lernte sie Otto Petrenz kennen. Im Jahr 1888 gaben beide ihre Verlobung bekannt, und vier Jahre sp\u00e4ter, am 20. September 1892, heirateten Helene Marchand und Otto Petrenz.<\/p>\n<p>Damit verlor Helene Petrenz das Recht, ihren Lehrerinnenberuf auszu\u00fcben, denn ein Erlass der preu\u00dfischen Regierung aus dem Jahr 1880 schrieb vor, dass eine Lehrerin weder verheiratet noch Mutter sein durfte. Eine Lehrerin hatte ein \u201eFr\u00e4ulein\u201c zu sein.<\/p>\n<p>Helene Petrenz begleitete nun ihren Ehemann Otto Petrenz\u00a0 zun\u00e4chst ins ostpreu\u00dfische Werden, wo er als Hilfspfarrer t\u00e4tig war, und 1893 ins Seebad Schwarzort an der Kurischen Nehrung. Dort hatte er ein Pfarramt inne, das er \u2013 eigenen Angaben zufolge \u2013 auf Grund abweichender Lehrmeinungen aufgab,\u00a0 um mit seiner Familie nach Dresden zu ziehen. In Dresden nahm er eine Predigerstelle bei der deutsch-katholischen Gemeinde an, die er von 1894 bis 1897 bekleidete.<\/p>\n<p>1897 orientierte er sich neu und begann \u2013 nun einunddrei\u00dfigj\u00e4hrig \u2013 ein Studium der National\u00f6konomie und Jurisprudenz in Leipzig. Da waren die \u00e4lteste Tochter Ruth bereits vier Jahre und ihr j\u00fcngerer Bruder Hans-Dietrich ein knappes Jahr alt. Die Familie war am 15. September 1897 nach Leipzig gezogen. Helene Petrenz wurde erneut schwanger, und 1898 wurde Erika, das j\u00fcngste Kind der Familie, geboren. Noch studierte Otto Petrenz, und seine Dissertation legte er erst 1901 vor. Das mag Grund genug gewesen sein, dass \u00a0Helene Petrenz nach einer Verdienstm\u00f6glichkeit suchte, um das Familienbudget aufzubessern.<\/p>\n<p>1899 war die Situation in der Jenaer Lesehalle und Volksbibliothek so, dass <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Arthur_Heidenhain\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Arthur Heidenhain<\/a>, der seit 1. Oktober 1897 als Bibliothekar der Lesehalle angestellt war, auf eigenen Wunsch am 1. Juli 1899 ausschied. Im Juli und August 1899 arbeitete er ausschlie\u00dflich am ersten B\u00fccherverzeichnis der Jenaer Lesehalle, das er am 1. September 1899 abschloss. Dem bisherigen Kustos, einem Herrn B\u00f6hme, musste wegen Unzuverl\u00e4ssigkeit und Trunkenheit, gek\u00fcndigt werden. Es war Eile geboten, und die Stelle wurde schnell ausgeschrieben. Verhandlungen mit einem Fr\u00e4ulein Zolleis aus D\u00fcsseldorf zerschlugen sich, so dass sich der Vorstand f\u00fcr Helene Petrenz entschied, die sich bereits vorgestellt hatte.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dienstantritt in der \u00d6ffentlichen Lesehalle und Volksbibliothek Jena am 1. Juli 1899<\/strong><\/p>\n<p>Am 1. Juli 1899 trat sie ihren Dienst in der vom Vorstand des Lesehallenvereins gef\u00fchrten \u00d6ffentlichen Lesehalle und Volksbibliothek im Wiegandschen Haus am L\u00f6bdergraben 15 an. Helene Petrenz war f\u00fcr die interne Organisation des Bibliotheksalltags verantwortlich und sorgte in Abstimmung mit der Bibliothekskommission f\u00fcr die Neuanschaffung von B\u00fcchern, Zeitschriften und Zeitungen. Eine erste gro\u00dfe Bew\u00e4hrungsprobe war 1902 der Umzug vom Haus des Kunsttischlers Carl Wiegand in das neu errichtete Bibliotheksgeb\u00e4ude im Ostfl\u00fcgel des Volkshauses. Andrea Nikolaizig und Annika Kohl schreiben, dass \u201e12.000 B\u00fccher, 100 Zeitungs- und 310 Zeitschriftentitel verpackt, f\u00fcr den neuen Standort gekennzeichnet und die neuen R\u00e4ume betriebsf\u00e4hig eingerichtet\u201c werden mussten. Im Jahresbericht des Lesehallenvereins vom 15. M\u00e4rz 1903 wird hervorgehoben, dass sich dieser Umzug ohne Schwierigkeiten dank der \u201eKraftanstrengung unserer Beamten und Bediensteten\u201c vollzogen habe. Bedenkt man, dass der \u201ePublikumsverkehr\u201c nur f\u00fcr acht Tage unterbrochen war, kann die logistische Leistung des Umzugs, der in den H\u00e4nden von Helene Petrenz lag, nicht hoch genug gew\u00fcrdigt werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"525\" src=\"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2025\/07\/jenakultur-helene-petrenz-erste-bibliothekarin-der-jenaer-lesehalle-und-volksbibliothek-foto-2-lesehalle-um-1900-1000x525.jpg\" alt=\"Jenaer Lesehalle um 1900\" class=\"wp-image-17148\" srcset=\"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2025\/07\/jenakultur-helene-petrenz-erste-bibliothekarin-der-jenaer-lesehalle-und-volksbibliothek-foto-2-lesehalle-um-1900-1000x525.jpg 1000w, https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2025\/07\/jenakultur-helene-petrenz-erste-bibliothekarin-der-jenaer-lesehalle-und-volksbibliothek-foto-2-lesehalle-um-1900-500x263.jpg 500w, https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2025\/07\/jenakultur-helene-petrenz-erste-bibliothekarin-der-jenaer-lesehalle-und-volksbibliothek-foto-2-lesehalle-um-1900-768x403.jpg 768w, https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2025\/07\/jenakultur-helene-petrenz-erste-bibliothekarin-der-jenaer-lesehalle-und-volksbibliothek-foto-2-lesehalle-um-1900.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Jenaer Lesehalle um 1900 | \u00a9 Ernst-Abbe-B\u00fccherei Jena<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Das neue Geb\u00e4ude am Carl-Zeiss-Platz war als Heimstatt f\u00fcr B\u00fccher, Zeitschriften und Zeitungen konzipiert und innenarchitektonisch modern und zweckm\u00e4\u00dfig eingerichtet.<\/p>\n<p>Am 21.09.1902 war im Jenaer Volksblatt zu lesen: \u201eHelle, hohe gutventilierte R\u00e4ume sind es, in welche die Besucher der Lesehalle aufgenommen werden. Das M\u00f6blement besteht in Tischen, St\u00fchlen und Ledersophas, soda\u00df auch f\u00fcr jede nur w\u00fcnschenswerte Bequemlichkeit Sorge getragen ist. Die Abendbeleuchtung geschieht in den Leser\u00e4umen durch Gasgl\u00fchlicht, da dieses mit seinem milden Schein den Augen zutr\u00e4glicher ist, als das grelle, unruhige elektrische Licht.\u201c<\/p>\n<p>In seiner Einweihungsansprache am 20. September 1902 bestimmte Eduard Rosenthal die Funktion der Lesehalle als \u201eHerz und Hirn\u201c&nbsp; innerhalb des im Entstehen begriffenen Volkshauses und sah in ihr einen sozial-kulturellen Ort, in dem Demokratie und sozialer Frieden im Kleinen praktiziert werden konnten.<\/p>\n<p>Die Lesehalle im Volkshaus konnte unentgeltlich genutzt und der Lesestoff frei gew\u00e4hlt werden. Selbst in den Abendstunden und an Sonntagen hatte sie ge\u00f6ffnet. In der Lesehalle begegneten sich die Hausfrau und der Universit\u00e4tsprofessor, die Lehrlinge und die Studenten, Angeh\u00f6rige minderbemittelter und gut situierter Kreise, Leser und Leserinnen aus der Stadt und dem nahe gelegenem Umland. Die Lesehalle und das Volkshaus verwandelten Jena in einen besseren Ort.<\/p>\n<p>Bis zu ihrem fr\u00fchen Tod 1914 war Helene Petrenz die gute Seele im Alltag von Lesehalle und Volksbibliothek. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Charlotte Meusling &nbsp;organisierte sie die t\u00e4glichen Arbeitsabl\u00e4ufe, vor allem die zeit- und kraftaufwendige B\u00fccherausleihe.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"525\" src=\"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2025\/07\/jenakultur-helene-petrenz-erste-bibliothekarin-der-jenaer-lesehalle-und-volksbibliothek-foto-4-personal-buecherei-bearbeitet-klein-1000x525.jpg\" alt=\"Personal der Lesehalle Jena\" class=\"wp-image-17194\" srcset=\"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2025\/07\/jenakultur-helene-petrenz-erste-bibliothekarin-der-jenaer-lesehalle-und-volksbibliothek-foto-4-personal-buecherei-bearbeitet-klein-1000x525.jpg 1000w, https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2025\/07\/jenakultur-helene-petrenz-erste-bibliothekarin-der-jenaer-lesehalle-und-volksbibliothek-foto-4-personal-buecherei-bearbeitet-klein-500x263.jpg 500w, https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2025\/07\/jenakultur-helene-petrenz-erste-bibliothekarin-der-jenaer-lesehalle-und-volksbibliothek-foto-4-personal-buecherei-bearbeitet-klein-768x403.jpg 768w, https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2025\/07\/jenakultur-helene-petrenz-erste-bibliothekarin-der-jenaer-lesehalle-und-volksbibliothek-foto-4-personal-buecherei-bearbeitet-klein.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Helene Petrenz, Charlotte Meusling und Helene Greiner im B\u00fcchereiraum der Lesehalle des Lesehallenvereins im L\u00f6bdergraben 1901 | \u00a9 Ernst-Abbe-B\u00fccherei Jena<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Besucherzahl der Leser\u00e4ume lag in der Bl\u00fctezeit der Lesehalle bei ca. 500 Personen t\u00e4glich. Am Sonntag, dem 29. Januar 1905, erreichte sie mit 912 Personen sogar einen Rekord.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 1904 nutzten 7.012 Leser:innen die Jenaer Lesehalle und Volksbibliothek. Die Zahl der Leser war ungef\u00e4hr doppelt so hoch wie die der Leserinnen. Gehilfen und Lehrlinge aus Industrie, Handel und verschiedenen Gewerken bildeten die gr\u00f6\u00dfte Gruppe unter den m\u00e4nnlichen Lesern. 1904 war auch das Jahr, in dem Helene Petrenz ein neues B\u00fccherverzeichnis vorlegte, das von dem Maler Erich Kuithan\u00a0illustriert wurde. Kuithan war der Sch\u00f6pfer der Wand- und Deckenmalereien im gesamten Volkshaus, die bis heute f\u00fcr Bewunderung sorgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Jenaer Lesehalle und Volksbibliothek hatte in ihrer Bl\u00fctezeit deutschlandweiten Vorbildcharakter. H\u00e4ufig orientierten sich engagierte Vertreter anderer St\u00e4dte und Gemeinden am \u201eJenaer Modell\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Helene Petrenz gelang es, vor allem in den Jahren 1900 bis 1905 ihre genaue und engagierte Arbeit f\u00fcr die Jenaer Lesehalle und Volksbibliothek mit der F\u00fcrsorge f\u00fcr ihre Familie zu verbinden. Otto Petrenz war um den Jahreswechsel 1899\/1900 der Familie nach Jena gefolgt und trat am 15. Januar 1900 eine Stelle als Leiter aller Personaleinrichtungen im Zeiss-Werk an. Ehrenamtlich engagierte er sich im von Eduard Rosenthal geleiteten Verein f\u00fcr Th\u00fcringische Geschichte und Altertumskunde, im Vorstand der Baugenossenschaft und als Referent im Verein \u201eFrauenwohl\u201c. Bereits 1903 zog er in Erw\u00e4gung, nach einer Stellung zu suchen, in der er seine volkswirtschaftlichen Kenntnisse besser entfalten konnte, und so verlie\u00df er die Familie im Jahr 1904. Das war f\u00fcr Helene Petrenz ein schwerer Schlag, zumal ihr Mann bald die Unterhaltszahlungen f\u00fcr die Kinder einstellte. Die nun alleinerziehende Mutter reichte 1906 die Scheidung ein. Die Ehe wurde am 12. Februar 1907 wegen Ehebruchs durch den Ehemann vom Landgericht N\u00fcrnberg geschieden. F\u00fcr Helene Petrenz begann eine schwere Zeit; ihr Arbeitgeber, der Lesehallenverein, bewilligte im Mai 1907, dass sie nach ihrem Urlaub eine dreimonatige Kur antreten konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch ihre Recherchen haben Andrea Nikolaizig und Annika Kohl herausgefunden, dass Helene Petrenz 1905 eine sehr schwere Entscheidung treffen musste. Sie gab ihren Sohn Hans-Dietrich in die Obhut ihrer Mutter Amalie Marchand und ihrer Schwestern Lina und Thea. Die Autorinnen schreiben, dass die wenigen \u00fcberlieferten Informationen nahelegen, dass auch die \u00e4lteste Tochter Ruth in K\u00f6nigsberg gelebt habe, zumindest sei sie 1910 in K\u00f6nigsberg eingesegnet und im August 1911 nach Jena gereist.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist bewundernswert, wie Helene Petrenz als alleinerziehende Mutter es in den letzten acht Jahren ihres Lebens dennoch vermocht hat, ihre T\u00e4tigkeit als \u201eErste Bibliothekarin\u201c der Jenaer Lesehalle und Volksbibliothek vorbildlich auszu\u00fcben, denn die von ihr zu bew\u00e4ltigende Arbeit nahm ein immenses Ausma\u00df an. Die Nachfrage nach B\u00fcchern, Zeitungen und Zeitschriften wuchs st\u00e4ndig.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>Zum 1. Januar 1914 wies der Gesch\u00e4ftsbericht des Lesehallenvereins einen Buchbestand von 28.508 B\u00e4nden aus. Das sind doppelt so viele wie 1902. Die Zahl der Entleihungen betrug 149.000, die Zahl der Leser:innen: 9.799. Es lagen 137 Zeitungen und 446 Zeitschriften aus.<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"525\" src=\"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2025\/07\/jenakultur-helene-petrenz-erste-bibliothekarin-der-jenaer-lesehalle-und-volksbibliothek-foto-3-leseraum-der-lesehalle-um-1910-klein-1000x525.jpg\" alt=\"Leseraum der Jenaer Lesehalle um 1910\" class=\"wp-image-17157\" srcset=\"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2025\/07\/jenakultur-helene-petrenz-erste-bibliothekarin-der-jenaer-lesehalle-und-volksbibliothek-foto-3-leseraum-der-lesehalle-um-1910-klein-1000x525.jpg 1000w, https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2025\/07\/jenakultur-helene-petrenz-erste-bibliothekarin-der-jenaer-lesehalle-und-volksbibliothek-foto-3-leseraum-der-lesehalle-um-1910-klein-500x263.jpg 500w, https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2025\/07\/jenakultur-helene-petrenz-erste-bibliothekarin-der-jenaer-lesehalle-und-volksbibliothek-foto-3-leseraum-der-lesehalle-um-1910-klein-768x403.jpg 768w, https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2025\/07\/jenakultur-helene-petrenz-erste-bibliothekarin-der-jenaer-lesehalle-und-volksbibliothek-foto-3-leseraum-der-lesehalle-um-1910-klein.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Leseraum der Jenaer Lesehalle um 1910 | \u00a9 Ernst-Abbe-B\u00fccherei Jena<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Krankheit und fr\u00fcher Tod <\/strong><\/p>\n<p>Bereits im Herbst 1913 war Helene Petrenz schwer und unheilbar erkrankt. Im Gesch\u00e4ftsbericht des Lesehallenvereins f\u00fcr das Jahr 1913 hie\u00df es, dass sich ihr Gesundheitszustand verschlechtert habe. Am 26. August 1914 verstarb Helene Petrenz in ihrer ostpreu\u00dfischen Heimat.<\/p>\n<p>Im Jahresbericht des Lesehallenvereins f\u00fcr das Jahr 1914 w\u00fcrdigte der Vereinsvorsitzende <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eduard_Rosenthal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Eduard Rosenthal<\/a> ihr f\u00fcnfzehnj\u00e4hriges Wirken f\u00fcr die Lesehalle, mit folgenden Worten:<\/p>\n<p>\u201eSeit 1. Juli 1899 in unserer Lesehalle angestellt, hat sie durch ihre hervorragende Intelligenz, durch ihre gute Bildung und durch ihre warme Berufsfreudigkeit zur bl\u00fchenden Entwicklung unseres Instituts beigetragen. Durch die Herstellung unseres Druckkatalogs [\u2026] hat sie sich ein bleibendes Verdienst um unsere \u00f6ffentliche Lesehalle erworben.\u201c<\/p>\n<p>Helene Petrenz war eine tatkr\u00e4ftige Frau. Ihr Platz war bei den B\u00fcchern und den Menschen, die sie lasen.<\/p>\n\n\n\n<p>Allen, die mehr \u00fcber Jenas \u201eErste\u201c Bibliothekarin wissen m\u00f6chten, sei das Buch von Andrea Nikolaizig und Annika Kohl \u201eHelene Petrenz und die Ernst-Abbe-B\u00fccherei Jena. 1865 \u2013 1899 \u2013 2023\u201c (Leipziger Universit\u00e4tsverlag 2024) empfohlen. Es ist in der Jenaer B\u00fccherstube erh\u00e4ltlich und kann in der Thalia-Buchhandlung bestellt werden. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1201\" height=\"1713\" src=\"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2025\/07\/jenakultur-helene-petrenz-erste-bibliothekarin-der-jenaer-lesehalle-und-volksbibliothek-foto-6-buchcover-helene-petrenz-buch.jpg\" alt=\"Buchcover: Helene Petrenz und die Ernst-Abbe-B\u00fccherei Jena1865-1899-2023\" class=\"wp-image-17165\" style=\"width:833px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2025\/07\/jenakultur-helene-petrenz-erste-bibliothekarin-der-jenaer-lesehalle-und-volksbibliothek-foto-6-buchcover-helene-petrenz-buch.jpg 1201w, https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2025\/07\/jenakultur-helene-petrenz-erste-bibliothekarin-der-jenaer-lesehalle-und-volksbibliothek-foto-6-buchcover-helene-petrenz-buch-351x500.jpg 351w, https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2025\/07\/jenakultur-helene-petrenz-erste-bibliothekarin-der-jenaer-lesehalle-und-volksbibliothek-foto-6-buchcover-helene-petrenz-buch-701x1000.jpg 701w, https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2025\/07\/jenakultur-helene-petrenz-erste-bibliothekarin-der-jenaer-lesehalle-und-volksbibliothek-foto-6-buchcover-helene-petrenz-buch-768x1095.jpg 768w, https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2025\/07\/jenakultur-helene-petrenz-erste-bibliothekarin-der-jenaer-lesehalle-und-volksbibliothek-foto-6-buchcover-helene-petrenz-buch-1077x1536.jpg 1077w, https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2025\/07\/jenakultur-helene-petrenz-erste-bibliothekarin-der-jenaer-lesehalle-und-volksbibliothek-foto-6-buchcover-helene-petrenz-buch-484x690.jpg 484w\" sizes=\"auto, (max-width: 1201px) 100vw, 1201px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Buchcover: Helene Petrenz und die Ernst-Abbe-B\u00fccherei Jena1865-1899-2023 | \u00a9 Leipziger Universit\u00e4tsverlag, (Foto: Peter M\u00fchlfriedel, Jena)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Dr. Dietmar Ebert<br \/>Vorsitzender des <a href=\"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/2021\/03\/19\/foerderinnen-der-eab-jena-der-neue-lesehallenverein-e-v-stellt-sich-vor\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Neuen Lesehallenvereins e. V.<\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Alle biografischen Informationen zu Helene Petrenz sind den folgenden Arbeiten entnommen:<\/strong><\/p>\n<p>Andrea Nikolaizig, Annika Kohl: Helene Petrenz und die Ernst-Abbe-B\u00fccherei Jena. 1865-1889-2023, Leipziger Universit\u00e4tsverlag 2024.<\/p>\n<p>Annika Kohl: Helene Petrenz, die erste Bibliothekarin der \u00d6ffentlichen Lesehalle zu Jena, Bachelorarbeit an der Hochschule f\u00fcr Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig 2021.<\/p>\n<p><strong>Alle Informationen zum Buch-, Zeitungen- und Zeitschriftenbestand basieren auf den Jahresberichten des Lesehallenvereins, die im Jenaer Volksblatt abgedruckt waren.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Wir danken Herrn Dr. Dietmar Ebert herzlich f\u00fcr diesen interessanten Beitrag und f\u00fcr seine Unterst\u00fctzung jeglicher Bem\u00fchungen um die Jenaer Ernst-Abbe-B\u00fccherei, als Vorsitzender des Neuen Leshallenvereins Jena e. V., aber gleicherma\u00dfen auch als engagierter Kulturb\u00fcrger Jenas. Haben Sie Fragen an ihn oder an Frau Professor Andrea Nikolaizig und Annika Kohl, die beiden Autorinnen des oben erw\u00e4hnten Buches? Haben Sie Fragen zu Helene Petrenz? Wir freuen uns auf Ihr Feedback.<\/em><\/p>\n\n\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ihre vorbildliche Arbeit fand deutschlandweite Anerkennung Am 1. 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