{"id":16020,"date":"2025-04-04T07:30:00","date_gmt":"2025-04-04T05:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/?p=16020"},"modified":"2025-04-02T15:32:06","modified_gmt":"2025-04-02T13:32:06","slug":"mitarbeiterinnen-vorgestellt-heute-marie-legrand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/2025\/04\/04\/mitarbeiterinnen-vorgestellt-heute-marie-legrand\/","title":{"rendered":"Mitarbeiter:innen vorgestellt: Heute: Marie Legrand"},"content":{"rendered":"\n<h2>Mission Digitalisierung<\/h2>\n\n\n\n<p><em>Seit November 2023 ist sie als Digitalisierungsbeauftragte bei <a href=\"https:\/\/www.jenakultur.de\/de\/startseite\/605322\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">JenaKultur <\/a>t\u00e4tig \u2013 eine Position, die es in dieser Form vorher nicht gab, die aber umso wichtiger ist. Denn auch der Kulturbereich steht vor der Herausforderung, sich in einer zunehmend digitalen Welt neu zu positionieren. Marie Legrands Aufgabe ist es, genau diesen Wandel zu begleiten: Prozesse optimieren, digitale L\u00f6sungen entwickeln und gleichzeitig sicherstellen, dass Kultur f\u00fcr alle zug\u00e4nglich bleibt \u2013 auch im digitalen Raum. Wir haben Marie Legrand ein paar Fragen gestellt.<\/em><\/p>\n<h2>Warum gibt es diese Position?<\/h2>\n<p>Digitalisierung ist kein Selbstzweck. Sie soll den Arbeitsalltag erleichtern, Abl\u00e4ufe effizienter machen und neue M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Kulturvermittlung und -produktion schaffen. Die Herausforderung dabei: JenaKultur ist ein vielf\u00e4ltiger Eigenbetrieb mit ganz unterschiedlichen Bereichen \u2013 von <a href=\"https:\/\/www.museen-jena.de\/de\/startseite\/679372\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">musealen Einrichtungen<\/a> \u00fcber die <a href=\"https:\/\/www.stadtbibliothek-jena.de\/de\/startseite\/700073\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ernst-Abbe-B\u00fccherei <\/a>bis hin zu Veranstaltungen oder auch der <a href=\"https:\/\/www.mks-jena.de\/de\/startseite\/548415\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Musik- und Kunstschule Jena<\/a>. Entsprechend unterschiedlich sind die Bed\u00fcrfnisse und Anforderungen an digitale Prozesse. Meine Rolle ist es, all diese Bedarfe zu verstehen, tragf\u00e4hige L\u00f6sungen zu finden und gemeinsam mit den Teams umzusetzen. Denn Digitalisierung braucht unbedingt Verb\u00fcndete aber auch die Koordination an zentraler Stelle.<\/p>\n\n\n\n<h2>Welche Situation hast Du bei JenaKultur vorgefunden?<\/h2>\n\n\n\n<p>Als ich hier angefangen habe, gab es bereits viele gute Ans\u00e4tze und engagierte Menschen, die sich mit Digitalisierungsthemen befasst haben. Doch wie in vielen Organisationen fehlte eine zentrale Struktur, um die vielen einzelnen Projekte miteinander zu verkn\u00fcpfen, Synergien zu schaffen und eine strategische Ausrichtung voranzutreiben.<\/p>\n<p>Technische Neuerungen bringen oft erst einmal zus\u00e4tzlichen Aufwand mit sich: Man muss Prozesse hinterfragen, neue Tools erlernen und sich auf ver\u00e4nderte Arbeitsweisen einlassen. Klar begegnet mir auch die Haltung: \u201eDas haben wir schon immer so gemacht!\u201c \u2013 aber mir begegnet auch sehr viel Offenheit und Neugierde auf neue M\u00f6glichkeiten. Viele Mitarbeitende sind froh und dankbar, wenn jemand kommt, der sich anh\u00f6rt, wo es Probleme gibt, und mit ihnen gemeinsam L\u00f6sungen erarbeitet.<\/p>\n<p>Digitalisierung ist und bleibt meines Erachtens erkl\u00e4rungsbed\u00fcrftig \u2013 nicht nur auf technischer Ebene, sondern auch hinsichtlich des Mehrwerts, den sie f\u00fcr die t\u00e4gliche Arbeit bringt. Sie soll Abl\u00e4ufe effizienter machen, Synergien schaffen und erm\u00f6glichen, dass sich Mitarbeitende auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h2>&#8222;Lotsin&#8220; , &#8222;\u00dcbersetzerin&#8220;, &#8222;Moderatorin&#8220; \u2013 warum ist das wichtig?<\/h2>\n\n\n\n<p>Digitalisierung funktioniert nur gemeinsam. Ich sehe mich als Schnittstelle zwischen den Fachbereichen, der IT und der Verwaltung \u2013 als <em>Lotsin<\/em>, die Orientierung gibt, als <em>\u00dcbersetzerin<\/em> zwischen Technik und Praxis und als <em>Moderatorin<\/em>, die Menschen an einen Tisch bringt. Denn oft scheitern digitale Projekte nicht an der Technik, sondern an fehlender Kommunikation oder Unsicherheiten im Umgang mit neuen Systemen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Woran arbeitest Du aktuell?<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Fokus meiner Arbeit liegt aktuell auf der Binnendigitalisierung \u2013 also der internen Digitalisierung von Prozessen und Strukturen. Ziel ist es, Synergien zu schaffen, indem wir &#8211; statt isolierte Insell\u00f6sungen zu nutzen &#8211; digitale L\u00f6sungen miteinander verkn\u00fcpfen und Strukturen aufbauen, damit Digitalisierungsprojekte nachhaltig sind und nicht nur punktuell funktionieren.<\/p>\n<p>Die Anforderungen von Stadtverwaltung und Eigenbetrieben sind oft unterschiedlich, weshalb eine enge Abstimmung unerl\u00e4sslich ist. Besonders wichtig ist dabei der bereichs\u00fcbergreifende Austausch zwischen den Eigenbetrieben, der Stadt und dem IT-Dienstleister. Ein Schwerpunkt meiner Arbeit liegt daher auch auf dem strategischen Austausch, der Entwicklung gemeinsamer Digitalisierungsstrategien und der Ma\u00dfnahmenplanung.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus spielt f\u00fcr mich auch die Arbeit in <a href=\"https:\/\/smartcity.jena.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Smart City-Projekten<\/a> wie dem JenOnlex-Projekt eine wichtige Rolle, um innovative L\u00f6sungen bereichs\u00fcbergreifend voranzutreiben.<br><br>Und ich stelle mir die Frage, welche Rolle K\u00fcnstliche Intelligenz (KI) in der Kultur spielen kann und welche Chancen sie f\u00fcr einen Betrieb wie JenaKultur bietet. Ein zentrales Thema derzeit ist der Kompetenzaufbau: Wie k\u00f6nnen Mitarbeitende auf neue Technologien vorbereitet und bef\u00e4higt werden, KI sinnvoll in ihren Arbeitsbereichen einzusetzen?<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was hat sich bisher ver\u00e4ndert?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Schon in den ersten Monaten konnte ich beobachten, dass sich sowohl technisch als auch atmosph\u00e4risch Dinge zum Positiven entwickeln. Es gibt eine wachsende Bereitschaft, digitale Themen anzugehen, und immer mehr Kolleg:innen melden Bedarfe und Ideen aktiv an. Prozesse werden transparenter, es gibt mehr Austausch \u2013 und erste Projekte zeigen bereits Erfolge.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich gibt es auch Grenzen: Der \u00f6ffentliche Dienst hat seine eigene Geschwindigkeit, und Vorschriften, Regelungen und Abstimmungsprozesse machen Ver\u00e4nderungen oft langsamer, als es die digitale Welt gewohnt ist. Das kann frustrierend sein. Manchmal f\u00fchlt es sich an, als w\u00e4re ich ein achtarmiger Krake, der an allen Ecken gleichzeitig gebraucht wird \u2013 jonglierend zwischen Strategieentwicklung, Prozessoptimierung und der Begleitung digitaler Projekte. Doch genau darin liegt auch der Reiz: Statt Frustration \u00fcber die Strukturen \u00fcberwiegt der Antrieb, etwas zu ver\u00e4ndern und den digitalen Wandel aktiv mitzugestalten.<\/p>\n\n\n\n<h2>Was m\u00f6chtest Du bis Ende des Jahres erreichen?<\/h2>\n\n\n\n<p>Das ist schwer zu sagen. Mein Ziel ist es mittelfristig, digitale Strukturen nachhaltig zu verankern, damit sie nicht nur als Einzelprojekte existieren, sondern langfristig einen echten Nutzen bringen. Ich m\u00f6chte dazu beitragen, dass Digitalisierung als Chance gesehen wird \u2013 und nicht als zus\u00e4tzliche Belastung.<\/p>\n<p>Mein Ziel ist es, Digitalisierung nicht nur als Reaktion auf technische Entwicklungen zu begreifen, sondern aktiv mitzugestalten. Ich m\u00f6chte die Themen, mit denen ich mich besch\u00e4ftige, wirklich verstehen, um sie so weitergeben zu k\u00f6nnen, dass sie f\u00fcr alle verst\u00e4ndlich und anwendbar sind.<\/p>\n<p>Digitalisierung ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Die Akzeptanz neuer Projekte ist umso h\u00f6her, je besser ihr Mehrwert f\u00fcr die einzelnen Teams sichtbar wird. Daher ist es mir wichtig, nicht einfach nur neue Tools einzuf\u00fchren, sondern sie gemeinsam mit den Menschen zu entwickeln, die sie sp\u00e4ter nutzen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Und pers\u00f6nlich?<\/h2>\n\n\n\n<p>Ich liebe das Reisen, entdecke mit Begeisterung neue Technologien und finde es spannend, genau dort zu arbeiten, wo verschiedene Welten aufeinandertreffen \u2013 zwischen Kultur und Digitalisierung, zwischen Menschen und Technik, zwischen Ideen und ihrer Umsetzung.<\/p>\n<p>Ich bin \u201enordisch by nature\u201c, liebe offene und direkte Kommunikation und muss zugeben: F\u00fcr eine Norddeutsche rede ich ziemlich viel. Aber genau darin liegt f\u00fcr mich der Schl\u00fcssel zum Erfolg. Kommunikation schafft Verst\u00e4ndnis, verbindet Menschen und hilft, Erwartungen und m\u00f6gliche Entt\u00e4uschungen zu managen.<\/p>\n<p>Was mich in meiner Freizeit antreibt, sind die Themen Female Empowerment und Frauen in der Digitalisierungsbranche. Als Mitgr\u00fcnderin des <a href=\"https:\/\/topsieben.net\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">TOP7 Netzwerks<\/a> bringe ich mit meinen Mitstreiterinnen in Jena die unterschiedlichsten Pers\u00f6nlichkeiten an einen Tisch und vernetze Frauen in dieser sch\u00f6nen Stadt miteinander. Gerade Frauen in Digitalisierungsberufen zu st\u00e4rken, ist mir ein wichtiges Anliegen. Denn obwohl sie in vielen Bereichen die digitale Zukunft mitgestalten, sind sie in der Branche immer noch unterrepr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p>Digitalisierung braucht Dialog und Offenheit f\u00fcr Ver\u00e4nderung. Wer sich f\u00fcr digitale Themen interessiert oder eine Idee hat, ist herzlich eingeladen, sich zu melden \u2013 denn Digitalisierung gelingt nur gemeinsam.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Liebe Marie, wir danken f\u00fcr dieses Gespr\u00e4ch und w\u00fcnschen Dir und uns viel Erfolg bei der herausfordernden MISSION DIGITALISIERUNG!<\/strong><\/p>\n\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mission Digitalisierung Seit November 2023 ist sie als Digitalisierungsbeauftragte bei JenaKultur t\u00e4tig \u2013 eine Position, die es in dieser Form vorher nicht gab,&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":22,"featured_media":16026,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,9,1128],"tags":[808,1210,1209,1208],"class_list":["post-16020","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-jenakultur","category-smart-city","tag-digitalisierung","tag-it","tag-ki","tag-kuenstliche-intelligenz"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16020","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-json\/wp\/v2\/users\/22"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=16020"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16020\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16120,"href":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16020\/revisions\/16120"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-json\/wp\/v2\/media\/16026"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=16020"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=16020"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=16020"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}