{"id":13026,"date":"2024-06-30T08:00:00","date_gmt":"2024-06-30T06:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/?p=13026"},"modified":"2024-06-28T11:26:19","modified_gmt":"2024-06-28T09:26:19","slug":"er-schiesst-nie-ins-ungefaehre-aus-der-huefte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/2024\/06\/30\/er-schiesst-nie-ins-ungefaehre-aus-der-huefte\/","title":{"rendered":"Er schie\u00dft \u201enie ins Ungef\u00e4hre aus der H\u00fcfte\u2026\u201c"},"content":{"rendered":"\n<h2>Jenas Stadthistoriker Dr. R\u00fcdiger Stutz geht in den Ruhestand<\/h2>\n\n\n\n<p>Die in der \u00dcberschrift zitierte Gr\u00fcndlichkeit ist Teil einer Charakterisierung von Dr. R\u00fcdiger Stutz, die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lutz_Niethammer\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Professor Lutz Niethammer<\/a> zu dessen Start als Stadthistoriker 2008 vornahm. Mit dessen langen, sehr wertsch\u00e4tzenden Statement er\u00f6ffnet Dr. Matias Mieth ein Gespr\u00e4ch mit Dr. Stutz, das wir \u2013 diesen w\u00fcrdigend \u2013 quasi an seinem letzten Arbeitstag in unserem Blog bringen m\u00f6chten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Unterhaltung wurde erst vor ein paar Tagen gef\u00fchrt, in lockerer Atmosph\u00e4re, in der K\u00fcche von Herrn Dr. Mieth, was in sch\u00f6nem Kontrast steht zum Tiefgang der Gedanken, die hier zwei sehr kluge M\u00e4nner austauschen. Es greift weit \u00fcber eine pers\u00f6nliche Bestandsaufnahme hinaus. Denn eingefangen wird auch Zeitgeschichte, wenn etwa \u00fcber die unterschiedlichen Pr\u00e4gungen ost- und westdeutscher Wissenschaftler:innen philosophiert und auch einger\u00e4umt wird, dass hier im Osten eine verlorene Generation besonders von Geisteswissenschaftler:innen existiert. Wer Dr. R\u00fcdiger Stutz kennt, der sch\u00e4tzt seine bescheidene, zur\u00fcckhaltende Art und seine gr\u00fcndlichen Recherchen. Im Gespr\u00e4ch wird deutlich, warum er \u2013 der Sohn eines B\u00e4ckers &#8211; so geworden ist, wie er ist. Er hat all die Br\u00fcche in seiner beruflichen Biographie, die nicht nur, aber besonders aus dem Umbruch 1989 herr\u00fchren, als Chance verstanden. Zugleich hat er immer gewusst, dass auch stets Gl\u00fcck dabei war, wenn gerade er eine solche bekam, andere hingegen nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>So tut seine Empathie allen und jedem gegen\u00fcber &#8211; gerade in diesen aufgeheizten Zeiten neben all den interessanten Detailinformationen und Bez\u00fcgen &#8211; sehr gut und sollte als Vorbild dienen.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch h\u00f6ren Sie selbst:<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-audio\"><audio controls src=\"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-content\/uploads\/sites\/25\/2024\/06\/jenakultur-er-schiesst-nie-ins-ungefaehre-aus-der-huefte-ruedigerstutz2024-audio.mp3\"><\/audio><\/figure>\n\n\n\n<p>Wir werden Dr. R\u00fcdiger Stutz jedenfalls vermissen, denn in allen irgendwie heiklen stadtgeschichtlichen Kontexten war uns sein Urteil unverzichtbar. Aber auch als Kollege wird uns R\u00fcdiger Stutz im Alltag fehlen. Sein hintersinniger Humor, seine zugewandte unarrogante Art und seine Menschlichkeit k\u00f6nnen beispielgebend sein. Wir hoffen auf eine in jeder Hinsicht w\u00fcrdige Nachfolge im Herbst. Denn eine Sache ist erst begonnen: Die Digitalisierung des <a href=\"https:\/\/www.jenakultur.de\/de\/aufgaben_und_service\/stadtgeschichte\/jena_lexikon_zur_stadtgeschichte\/832452\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Jenaer Stadtlexikons<\/a> (erschienen Ende 2018). Dieses Stadtlexikon, ein Werk von fast 900 Druckseiten, ist wohl das wichtigste und aufwendigste Projekt, das R\u00fcdiger Stutz als Stadthistoriker mit zahlreichen anderen Autor:innen auf den Weg gebracht hat. Es schlie\u00dft eine wichtige L\u00fccke in der Stadtgeschichtsforschung seit Herbert Koch. Es soll f\u00fcrs Netz aufbereitet und stetig fortgeschrieben werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir w\u00fcnschen Dir, lieber R\u00fcdiger, von Herzen alles Gute f\u00fcr den neuen Lebensabschnitt und hoffen auf weitere Begegnungen. Wir sind dankbar, dass Du 2019 unserem <a href=\"https:\/\/www.jenakultur.de\/de\/startseite\/605322\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Eigenbetrieb<\/a>, den Du auch mit dem Format des <a href=\"https:\/\/www.jenakultur.de\/de\/aufgaben_und_service\/stadtgeschichte\/tag_der_stadtgeschichte\/832468\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Tages der Stadtgeschichte<\/a> bereichert hast, zugeordnet wurdest.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir danken nat\u00fcrlich auch Herrn Dr. Mieth sehr herzlich f\u00fcr dieses Interview.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach produktiven 16 Jahren geht der Stadthistoriker der Stadt Jena, Dr. R\u00fcdiger Stutz, in den Ruhestand. H\u00f6ren Sie seine Unterhaltung mit Dr. Matias Mieth dar\u00fcber, was ihn zur Stadtgeschichstforschung gebracht und ein ganzes Berufsleben lang angetrieben hat.<\/p>\n","protected":false},"author":22,"featured_media":13029,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,9,10,358],"tags":[1135,1131,1132,464,1134,1133,77,360],"class_list":["post-13026","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-jenakultur","category-kulturpolitik","category-stadtgeschichtsforschung","tag-dr-matias-mieth","tag-dr-ruediger-stutz","tag-dr-stutz","tag-interview","tag-jenonlex","tag-ruhestand","tag-stadtgeschichte","tag-stadthistoriker"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13026","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-json\/wp\/v2\/users\/22"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=13026"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13026\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13051,"href":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/13026\/revisions\/13051"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-json\/wp\/v2\/media\/13029"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=13026"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=13026"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.jena.de\/jenakultur\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=13026"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}